Weblogs sind ein tolles Mittel der freien Meinungsäußerung. Unabhängig von Geldgebern und vorgesetzten Redakteueren kann jeder mehr oder weniger schreiben was er will. In Deutschland gibt es leider ein paar Einschränkungen. So darf man beispielsweise nicht beschreiben, wie man am Besten eine Handtasche klaut. Das verbietet nämlich der §130a des Strafgesetzbuches „Anleitung zu Straftaten“. So ein Gesetz findet außer in Deutschland sonst übrigens nur in Diktaturen Anwendung.
Statt sich dafür zu schämen, führen sich ausgerechnet Blogschreiber teilweise noch viel schlimmer auf. Wärend sie für sich selbst die grundrechtliche Meinungsfreiheit in Anspruch nehmen, verbieten Sie ihren Kritikern den Mund, indem Sie deren Kommentare löschen.
Wie ein Blogger sein Kommentarwesen handhabt, ist natürlich seine Sache. Allerdings muß er damit leben, daß er mit dem Löschen von Meinungen nicht nur Zustimmung erfährt.
Bei Frau Kaltmamsell wurde dieses Thema bereits im Februar ausführlich und anschaulich besprochen. Dennoch bleibt es aktuell, wie bei unter anderem bei Frau Grönert, Herrn Schewe, Herrn Zenzizenzizenzic zu sehen ist.
Deswegen verleiht der Fellow Passenger ab jetzt den Beep-Award für Blogger, die Kommentare gelöscht haben. Angestrebt ist eine monatliche Verleihung und eine Seite für Nominierungen. Ich vertraue darauf, daß es für WordPress ein passendes Voting-Plug-In gibt.
Die Trophähe ist ein Button im beliebten 80-mal-15-Pixel-Format. Der schwarze Hintergrund soll an die Balken erinnern, mit denen unliebsame Informationen auf Papier unkenntlich gemacht werden. Die Aufschrift „*beep*“ ist als Anlehung an den in Nordamerika üblichen Umgang mit freier Meinungsäußerung im Multimedialen Umfeld gedacht.
So sieht der Preis aus:
Weil das Voting noch nicht läuft, hat die Redaktion intern abgestimmt und verleiht die ersten beiden Beeps an Anke Grönert für die Löschung von Herrn Bloom und Don Alphonso für die Löschung von bourgeoisie.