Tag: 16. Juni 2005

  • Erster Lichtblick für Peppy

    Wird Peppy bis zum 1. August gerettet? Nach einer langen Zeit bangen Hoffens in der nichts, aber auch gar nichts geschah, ist ein erster sensationeller Erfolg zu verzeichnen: Der beliebte Poet und honorige Vordenker Herr Kubelick, bekannt aus dem Club der halbtoten Dichter, hat durch seine großzügige Spende ein Zeichen gesetzt.

    Der Fellow Passenger dankt im Namen seiner Leser und vor allem im Namen von Peppy Herrn Kubelick ganz herzlich. Mögen noch viele seinem leuchtenden Beispiel folgen.

  • Wahlrecht für Experten

    Es gibt doch für alles Experten. Warum belastet man den uns Bürger damit, irgendwelche Parteien in Land- und Bundestage zu wählen? Wir haben doch keine Ahnung von Politik. Sonst wären wir ja selber Politiker geworden.

    So als Laie denkt man ja bloß, mit so einem multimilliardenschweren Bundeshaushalt müsste man doch ganz schön was bewegen können. Vielleicht meint man auch, wenn es alles, was jeder so zum Leben braucht, sowieso im Überfluß vorhanden ist, obwohl bei der Herstellung nicht einmal jeder gebraucht wird, müsse es doch allen gut gehen.

    Aber wir Laien haben eben keine Ahnung. Wir verstehen nicht, warum unsere Sprache anders werden muß. Wir sehen nicht ein, warum wir Wegwerfverpackungen nicht selber wegwerfen dürfen, sondern dafür Pfand bezahlen sollen. Wie neue Pässe dafür sorgen sollen, daß niemand mit Flugzeugen in unsere Häuser fliegt, leuchtet uns nicht ein. Wozu der Staat Einblick in unsere Konten haben muß, bleibt uns verborgen. Wir kapieren ja nicht einmal, warum bei Managern von Großunternehmen die gleichzeitig Abgeordnete sind immer die Rede von „Nebeneinkünften“ ist, die offengelegt werden sollen. Die Höhe der Diäten ist doch bekannt. Wir können selbst ja einen Computer nicht von einem Fernseher unterscheiden.

    Warum schreibt uns die Regierung nicht endlich verbindlich vor, welche Partei wir wählen sollen? Es ist ja kein Wunder das immer nur so wenige wählen gehen, bei so vielen Parteien. Wer soll sich den da noch auskennen? In der DDR ging das viel einfacher. Da gab es übersichtliche Stimmzettel und eine Wahlbeteiligung von über 100 Prozent. Man musste sogar nicht einmal hingehen zur Wahl. Bürgernah wie die SED war, akzeptierte sie ganz unbürokratisch auch Stimmen, die manche Wähler versehentlich gar nicht abgegeben hatten.