Telefax
von Fellow Passenger

Falls Sie ein Faxapparat sind, überlegen Sie sich gut, ob sie Ihre Dienste wirklich verweigern möchten. Man hört ja so manches.
von Fellow Passenger

Falls Sie ein Faxapparat sind, überlegen Sie sich gut, ob sie Ihre Dienste wirklich verweigern möchten. Man hört ja so manches.
21. Oktober 2005 um 0:37 Uhr
chrysokoll:
wirkt beruhigend auf die nerven, löst überspannungen und gefühle des überfodertseins. er besänftigt uns und gibt uns ruhe…er ist sehr ausgleichend auf das gemüt, bei strken emotionen, bei zorn und jähzorn. er gibt uns gelassenheit………
21. Oktober 2005 um 0:39 Uhr
Ich bevorzuge Benzin, Herr Kubelick.
21. Oktober 2005 um 0:58 Uhr
in welchem agregatszustand, herr jolly good?
21. Oktober 2005 um 1:04 Uhr
Flüssig, Herr Kubelick,
und vor allem mit einer Temperatur oberhalb des Flammpunktes.
21. Oktober 2005 um 22:34 Uhr
Höchst interessant, hochverehrter Herr Fellow Passenger, das Innenleben eines dieser neuartigen Fernkopierapparate, gleichzeitig ein ergreifend arrangiertes Stilleben aus Ihrer Linse.
Mit mittlerem Befremden entdecke ich jedoch bereits den zweiten destruktiven Charakterzug an Ihrem nach Außen hin sonst durchaus freundlich wirkenden Erscheinungsbild.
Was müssen sich da für Dramen abgespielt haben? Erst verweigert Peppy die Nahrungsaufnahme und nun legt ein weiteres Redaktionsmitglied die Arbeit nieder. Liebesentzug?
Etwas nachdenklich stimmt mich das schon.
22. Oktober 2005 um 11:07 Uhr
Vielleicht, mein bester Herr Neo-Bazi,
war es Eifersucht. Es gibt hier auch einen Server mit Faxmodem. Der hat noch nie unter wildem Gepiepe herrisch Komandos wie, “Klappe halten schließen” ausgegeben.
23. Oktober 2005 um 12:43 Uhr
Ich hätte da auch noch ein, zwei nutzlos herumsstehende Faxappparate. Die könnte ich Ihnen ja mal schicken, falls Sie Gefallen an der Aktion gefunden haben.
23. Oktober 2005 um 20:33 Uhr
faxgeräte sind so nutzol wie blonde praktikantinen mit perlsteckohringe und einem papasporsche.
auf dem zweiten blick ist nichts so nutzlos wie ein blonde praktikantinen mit perlsteckohringe und einem papasporsche. aber unbegabte, unergeizige bartender sind ebenfalls sehr überflüssig.
vielleicht gibt es ein planet, wohin sie alle fliegen, nach dem sie uns hier ordentlich auf den sack gegangen sind und uns zeit und nerv geraubten.
aber am aller nutzlosesten ist ein pfefferstreuer, ein loch in der socke, ein fertig gelesenes buch, ein buch übersetzt in die sprache die du sprichts aus der sprache die du sprichts, restaurants, die montags und sonntags zu haben, kunde die pleite sind
dagegen ist ein fax, das kann zu not als türstopper, briefbeschwerer oder platzhalter für grosse h/k verstärker dienen. affären mit vorgesetzten sind sehr nutzlos, leider.
24. Oktober 2005 um 3:28 Uhr
Eine etwas umfangreichere Fax-Wrack-Installation, mein lieber Herr Poodle,
könnte mich durchaus reizen. Möglicherweise ließe sich eine schlüpfrige Darstellung arrangieren, in der sich mehrere dieser technischen Vorrichtungen gegenseitig durchdringen. Damit könnte ich gut an Herrn 3zenzi+cs Postulat über die parasitiferistische Republik anknüpfen.
Besonders was den Pefferstreuer anlangt, mein höchstverehrter Herr Kubelick,
stimme ich Ihnen zu. Die Pfefferkörner passen einfach nicht durch die viel zu kleinen Löcher des Deckels. Als Türstopper oder Briefbeschwerer erscheint mir ein durchschnittliches Faxgerät jedoch als entschieden zu unhandlich.
Angesichts des kleinen Jubiläums kann ich einen montaglichen Ruhetag nur ausdrücklich rügen. Wer ein Restaurant betreibt und dieses montags geschlossen hält ist höchstwahrscheinlich schwul und hat immer davon geträumt Friseur zu werden.
24. Oktober 2005 um 17:57 Uhr
Schon wieder so ein Dingens. Ich protestiere. Ich kann doch nicht jeden Tag die Jeans wechseln!
20. März 2006 um 0:10 Uhr
[...] Das Faxgerät unserer Redaktion förderte schon lange nichts weiter als leere Seiten zutage, weil die Tintenpatronen bereits nach einigen Wochen ausbleibendem Faxempfangs auszutrocknen pflegten. Zudem wurde der Apparat nach hartnäckiger Befehlsverweigerung und fortgesetzter Lärmbelästigung durch höchst aufdringliche Surr- Klick- und Pfeifgeräusche untragbar. Als das Gerät auch noch begann, völlig sinnlose Befehle zu erteilen und im Minutentakt darüber Auskunft verlangte, für welche Rufnummer es sich zuständig zeichnen solle, wurde es Opfer eines Wut bedauerlichen Unfalls. [...]