Tag: 12. April 2006

  • Wikipedia in Planetopia

    Derzeit sorgt ein Aufruf im Forum WinFuture Board für Spekulationen über eine Ausgabe des Fernsehmagazins Planetopia. Dessen Redaktion sucht Leute, die in Artikeln von Wikipedia verleumdet wurden.
    Das Projekt Wikipedia ist fantastisch. Es bringt allerdings auch einige Schwierigkeiten mit sich. Die kann man durchaus in einer Fernsehsendung thematisieren, ohne daß es gleich eine „Anti-Wikipedia-Sendung“ werden muß, wie das FUCKUP-Weblog vermutet.

    Sat1 ist vielleicht nicht das, was man unweigerlich mit hochwertigem Journalismus verbindet. Mir ist die Sendung unbekannt, weil ich keinen Fernseher habe. Den Internetseiten von Planetopia nach, handelt es sich um ein eher oberflächliches Infotainment-Format mit technischen Themen.

    Ein Bericht über Fälle, in denen jemand darunter zu leiden hatte, daß falsche Angaben in der Wikipedia standen finde ich auf jeden Fall durchaus legitim, solange dabei klar wird, daß es sich um Einzelfälle handelt.

    Das es sich tatsächlich um Einzelfälle handelt, bestätigt sich offenbar auch durch die bislang schwache Resonanz auf den am Montag Nachmittag erfolgten Aufruf. Laut Mathias Schindler vom Weblog Netzpolitik, hat sich bis gestern morgen noch kein Betroffener bei der Redaktion von Planetopia Online gemeldet.

    Wirklich seltsam ist allerdings die bei Netzpolitik geschilderte Äußerung eines Sat1-Mitarbeiters,

    Man sei nun an einem Beispiel, wo ein Mensch offenbar gesperrt wurde, obwohl er sinnvolle Edits vorweisen könne. Oder so ähnlich, man sei sich da aber noch unsicher.

    Das hört sich dann doch eher danach an, als wollte man krampfhaft etwas schlechtes am Wikipedia-Projekt finden, egal was. Immerhin: Es gibt eine große Tageszeitung, die einen geeigneten Fall längst erfunden hätte.

  • Ceterum censeo blogspotinem esse delendam

    Es langt. Es gibt viele Blogs bei der Google-Tochter blogspot.com, in denen viel wichtiges, richtiges und unterhaltsames steht. Ich werde sie weiterhin lesen. Kommentieren werde ich sie nicht mehr. Wenn das inzestuöse Blogspot-System dafür sogen möchte, daß Blogspotblogs nur von Blogspotbloggern kommentiert werden, dann will ich nicht weiter stören.

    Für jeden Kommentar aufs neue meine Internet- und E-Mail-Adresse eingeben zu müssen erinnert stark genug an die Gepflogenheiten deutscher Kreisverwaltungsreferate. Vor einer Wortmeldung zusätzlich Begriffe wie etwa „ZReRsaTvqFumMel“ aus einem Bild abschreiben zu müssen empfinde ich als entwürdigend.

    Die IT-Fritzen von Blogspot können nicht so dämlich sein, derlei als probates Mittel gegen Kommentar-Spam zu sehen. Dafür gibt es genügend andere Methoden, die weitaus besser funktionieren. Ganz offensichtlich will man eine geschlossene Community.

    Wenn Sie, liebe Blogspotblogger, froh sind, daß ich bei Ihnen nicht mehr kommentiere, beschweren Sie sich nicht bei Blogspot. Wechseln sie nicht zu einem anderen Anbieter oder starten Sie eine eigene Blog-Site.

    Nehmen Sie es mir aber nicht übel, daß ich mich bei Ihnen künftig nicht mehr äußern werde.