Tag: 31. März 2008

  • WordPress geknackt

    Der Chef hat hier ja jetzt alles „umstrukturiert“. Ich soll mir mein Wasser künftig selbst verdienen und an allem schuld sein, was technisch nicht so klappt, wie es soll.

    Wahrscheinlich ist das deswegen, weil WordPress neuerdings eine Plattform für Spam geworden ist. Vorige Woche gab es 3000 Treffer bei der Suche nach verseuchten WordPress-Blogs. Gestern waren es bereits 11000 und heute sind es sogar schon 38000.

    Dabei kann ich doch nichts dafür, daß die alle geknackt worden sind. Statt die Anwender raten zu lassen, hätte Automattic ja auch mal erwähnen können, daß ein einfaches Update auf Version 2.3.3 nicht genügt, sondern man auch alle vorhandenen Konten löschen oder wenigstens mit neuen Passwörtern versehen muß, wenn man wieder selber bestimmen möchte, was in den eigenen Artikeln steht.

    Seit ich daß letzte Woche so gemacht habe, scheint bei uns Ruhe zu sein.

    Mehr dazu bei:

    Herrn Nachtwächter (auch dort),  Webrocker, Ja gut, aber und im deutschen WordPress-Forum.

  • Spreeblick goes Gonzo

    Das beliebte Berliner Mainsteam-Blog „Spreeblick“ entdeckt schließlich das von Hunter S. Thompson geprägte Genre  Gonzo-Journalismus und schreibt über Doping.

    Bitte mehr davon!

  • Mindestlohn: Bundestag knickt ein

    Überraschend hat der Bundestag bekannt, daß für Abgeordnete künftig ebenfalls ein Mindestlohn gelten soll. Es könne nicht angehen, daß Emporkömmlinge aus Billiglohnländern künftig Gesetze beschließen, teilte Bundestagspräsident Norbert Lammer mit. Nur ein festgeschriebener Mindestlohn könne schließlich dauerhaft für die gewohnte Qualität der Gesetzestexte bürgen.

    Damit Abgeordnete  künftig angemessene Bezüge erhalten, wie sie für jede Führungskraft in der freien Wirtschaft üblich sind, bedürfe es natürlich einer „maßvollen Anpassung der Diäten“. Eine Finanzierungslücke entstünde dabei nicht, da man lediglich die Steuersätze erhöhen müsse.

  • „Ich habe nichts zu befürchten“

    Zuerst nur jeweils im Funk-Chip des eigenen Reisepasses und garantiert nirgend wo anders, sollten die Fingerabdrücke der Bundesbürger gespeichert werden. Inzwischen soll längst die, offiziell gar nicht vorhandene, Fingerabdruck-Datenbank allerdings zentral bei einer Bundesbehörde geführt und sogar regelmäßig mit Behörden der USA ausgetauscht werden.

    Weil so ein gespeicherter Fingerabdruck natürlich völlig harmlos ist soll der Chaos Computer Club gleich mal den Fingerabdruck des derzeitigen Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble im Internet gespeichert haben. Der sieht das ganz gelassen und sagt, „Ich habe nichts zu befürchten“, und seinen Fingerabdruck könne ruhig jeder haben. Der sei nämlich, so Schäuble weiter, nicht anders zu bewerten, als ein Paßfoto.

    Wahrscheinlich gehört der Innenminister nicht zu den Leuten, die selbst einkaufen gehen müssen. Sonst würde er sich womöglich schon bald über etliche Rechnungen von Edeka-Supermärkten wundern, die direkt von seinem Konto abgebucht werden.

    [Update] Allerdings hält der unabhängige Überwachungsspezialist Lidel den vom CCC gesicherten Abdruck für eine Fälschung, wie das „Frankfurter Magazin“, inzwischen enthüllte.

  • Keine Ahnung, liebe Lebensmittelbringdienstmafia,

    haben wir, was Sie uns da für Neuigkeiten über Postleitzahlen zu übermitteln trachten. Zumindest betiteln Sie ja Ihr Schreiben an uns mit „bringbuttler.de – PLZ-News“.

    Daß Sie Ihre Absenderadresse [email protected] nun mit dem Namen „Pizza Punjabi“ versehen haben, macht uns immerhin neugierig auf Murg Calabrese und Linguine Jalfezi.