Medikamentenausgabe

von Fellow Passenger

Die Pharmaindustrie, die mit großem Einfallsreichtum und teuren PR-Agenturen Krankheiten zu erfinden im Stande ist, die zu ihren Medikamenten passen, ist nun völlig überraschend in den Verdacht geraten, mit ihren Produkten Geld verdienen zu wollen.

Nach Recherchen von Hans Weiss1 sollen viele der Konzerne womöglich Wirtschaftsunternehmen sein, die sogar unverblümt als Aktiengesellschaften firmieren.

Es besteht der schlimme Verdacht, daß trotz des deutschen, weltweit einzigartigen und durch und durch korrupten Gesundheitssystems, Geld auf Kosten Kranker verdient wird und die Pharmabranche doch keine Einrichtung der Heilsarmee ist, in deren Auftrag sie zum Selbstkostenpreis erforscht, wie die Menschheit vom Siechtum zu befreien wäre.

Damit wäre dann auch klar, warum Ratiopharm-Chef Adolf Merckle sterben musste2. Er konnte sich nach seiner Fehlspekulation mit VW-Aktien einfach kein Antidepressivum mehr leisten, oder das Zeug wirkt einfach nicht. Vielleicht sogar beides.

  1. Hans Weiss, “Fast alle großen Pharmakonzerne sind notorische Gesetzesbrecher“, Telepolis, 30.01.2009 []
  2. ddp, “Unternehmer Adolf Merckle begeht Selbstmord“, dernewsticker.de, 06.01.2009 []

5 Kommentare zu “Medikamentenausgabe”

  1. Blogwart

    Wissen Sie mehr über diese so genannten “Wirtschaftsunternehmen”? Gibt es abseits der Pharmaindustrie noch mehr davon? Das wäre ja ein starkes Stück, wenn es solchen Wirtschaftsunternehmen wirklich nur ums Geld gehen sollte. So etwas kann man sich gar nicht vorstellen.

  2. Chefarztfrau

    Weltwirtschaftsunternehmensverschwörungs-
    theoretischer Stuss – Ich bin entsetzt, dass sie Herr Passenger solch primitiven Konspirologismen hier Raum gewähren. Sehr enorm entsetzt!

  3. Fellow Passenger

    Manche Kritiker sprechen davon, daß Wirtschaftsunternehmen begonnen haben sollen, Rohstoffabbau, Produktion, Handel und sogar die Entsorgung auf der ganzen Welt zu unterwandern, bester Herr Blockwart. Langsam zweifle ich daran, ob im Kommunismus noch alles mit rechten Dingen zugeht.

    Das tut mir leid, meine liebe Frau Chefarztfrau, wenn sie jetzt schockiert sind. Aber auch über krude Theorien wie die von Herrn Weiss muß ja mal berichtet werden.

  4. Torben

    Mir gefällt der Beitrag sehr gut, ich wusste es doch gleich, dass manche Krankheiten gar nicht existieren und nur zum Geldverdienen da sind. :-)

  5. zyniker

    Das ist in der Tat ein lustiger Gesichtspunkt: Herr Merkle brachte sich nicht nur um, weil sein Unternehmen am Ende war, er bewies auch durch seinen Selbstmord, dass die Banken recht daran taten, diesen Pillendreherbetrieb nicht länger zu unterstützen. Weil die Scheißpillen nämlich einfach nicht wirken.

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