Psychotypographie

von Fellow Passenger

Die nicht ganz unberufene Designagentur “Pentagram”, hat eine virtuelle Couch zur tiefentypographischen Persönlichkeitsanalyse eingerichtet.  Der Aluminium Chair des ungeduldigen Analytikers könnte allerdings einen Tropfen Öl vertragen.

8 Kommentare zu “Psychotypographie”

  1. kubelick

    ich protestiere!
    diese küchentypographische ferndiagnose!
    eine courier soll ich sein, wo ich doch eindeutig eine ag bq bin (vollschlank oder halbfett)!

  2. fellow passenger

    Mit vier Fragen und je zwei möglichen Antworten kommt man mathematisch gesehen auf 16 verschiedene Möglichkeiten: 2^4 = 16

    Da können unmöglich alle Aspekte einer vielschichtigen Persönlichkeit wie der Ihren berücksichtigt sein, werter Herr Kubelick.

  3. kubelick

    16 verschiedene schriften? wo doch die griechen die menschen mit nur vier säften zu erklären wussten. wir wollen hier nicht rückschrittlich sein: daher biete ich eine fünf-schriften psychopathologischelehre an.

  4. Fellow Passenger

    Dem humoralpathologischen Ansatz von Pentagramm ist Ihr modernes Fünf-Punkte-Programm sicher ohne weiteres überlegen, bester Herr Kubelick.

  5. kubelick

    papalapp. die von ihnen erwähnte vielschichtigkeit ist nichts anderes als kategorisierungswahn. man nehme nur itunes (wenn man möchte) und werfe dort ein blick auf die gebotene “genres”: da wird einem schwindlig. ein unterfangen ist das, die kilobits an mp3s des heimischen musikarchivs derart zu verschubladisieren. ein mini-job ist das! einfacher wäres es, den komprimierten müll in “e-” und “u-musik” zu unterteilen, oder eben “schmeckt” oder “schmeckt nicht”.
    somit verhält sich “anarcho-pop” zu itunes genres wie “grosstadtneurotiker” zu vielschichtigen persönlichkeit.

  6. Fellow Passenger

    Kategorien helfen in Kultur und Unterhaltung in der Tat nur bedingt, verehrter Herr Kubelick. Schon aus E- und U-Musik gibt es Mischformen und zack, passen sie nicht mehr ins Schema. Also erweitert man die Struktur und findet fortan Begriffe Elektrojazzgrungecrossovervolksmusik, mit denen sich ebensowenig anfangen läßt, wie eingangs mit E und U.

    Vielleicht mag eine selbsttätige Tippgebung wie “Kunden die Open Water gesehen haben, haben auch Nasty Old People angesehen” eines Tages einen Herrn Eckert von der persönlichen Videothek am persönlichen Isartor ersetzen. Wie sie an der Wahl des Beispiels erkennen, bin ich in dieser Hinsicht allerdings nur verhalten optimistisch.

  7. blogwart

    Ich bin Bifur. Dabei wäre ich viel lieber Bofur gewesen. Oder Bombur. Oder Oin. Oder Gloin.

    Naja.
    Kann mer nix machen.

    Hauptsache kein Elf.

  8. kubelick

    in der tat, werter jolly good. jedoch wie auch jedes neumodische musikalische unterfangen einem elektrojazzgrungecrossovervolksmusik genre zugeordnet werden kann, so ist ein jeder inzwischen ein courierhelveticaarialakzidenzgroteskfutura persönlichkeitsloser.

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