Psychotypographie
von Fellow Passenger
Die nicht ganz unberufene Designagentur “Pentagram”, hat eine virtuelle Couch zur tiefentypographischen Persönlichkeitsanalyse eingerichtet. Der Aluminium Chair des ungeduldigen Analytikers könnte allerdings einen Tropfen Öl vertragen.

25. Februar 2010 um 15:37 Uhr
ich protestiere!
diese küchentypographische ferndiagnose!
eine courier soll ich sein, wo ich doch eindeutig eine ag bq bin (vollschlank oder halbfett)!
25. Februar 2010 um 18:45 Uhr
Mit vier Fragen und je zwei möglichen Antworten kommt man mathematisch gesehen auf 16 verschiedene Möglichkeiten: 2^4 = 16
Da können unmöglich alle Aspekte einer vielschichtigen Persönlichkeit wie der Ihren berücksichtigt sein, werter Herr Kubelick.
1. März 2010 um 16:58 Uhr
16 verschiedene schriften? wo doch die griechen die menschen mit nur vier säften zu erklären wussten. wir wollen hier nicht rückschrittlich sein: daher biete ich eine fünf-schriften psychopathologischelehre an.
2. März 2010 um 0:19 Uhr
Dem humoralpathologischen Ansatz von Pentagramm ist Ihr modernes Fünf-Punkte-Programm sicher ohne weiteres überlegen, bester Herr Kubelick.
6. März 2010 um 22:56 Uhr
papalapp. die von ihnen erwähnte vielschichtigkeit ist nichts anderes als kategorisierungswahn. man nehme nur itunes (wenn man möchte) und werfe dort ein blick auf die gebotene “genres”: da wird einem schwindlig. ein unterfangen ist das, die kilobits an mp3s des heimischen musikarchivs derart zu verschubladisieren. ein mini-job ist das! einfacher wäres es, den komprimierten müll in “e-” und “u-musik” zu unterteilen, oder eben “schmeckt” oder “schmeckt nicht”.
somit verhält sich “anarcho-pop” zu itunes genres wie “grosstadtneurotiker” zu vielschichtigen persönlichkeit.
8. März 2010 um 22:08 Uhr
Kategorien helfen in Kultur und Unterhaltung in der Tat nur bedingt, verehrter Herr Kubelick. Schon aus E- und U-Musik gibt es Mischformen und zack, passen sie nicht mehr ins Schema. Also erweitert man die Struktur und findet fortan Begriffe Elektrojazzgrungecrossovervolksmusik, mit denen sich ebensowenig anfangen läßt, wie eingangs mit E und U.
Vielleicht mag eine selbsttätige Tippgebung wie “Kunden die Open Water gesehen haben, haben auch Nasty Old People angesehen” eines Tages einen Herrn Eckert von der persönlichen Videothek am persönlichen Isartor ersetzen. Wie sie an der Wahl des Beispiels erkennen, bin ich in dieser Hinsicht allerdings nur verhalten optimistisch.
11. März 2010 um 17:47 Uhr
Ich bin Bifur. Dabei wäre ich viel lieber Bofur gewesen. Oder Bombur. Oder Oin. Oder Gloin.
Naja.
Kann mer nix machen.
Hauptsache kein Elf.
15. März 2010 um 0:26 Uhr
in der tat, werter jolly good. jedoch wie auch jedes neumodische musikalische unterfangen einem elektrojazzgrungecrossovervolksmusik genre zugeordnet werden kann, so ist ein jeder inzwischen ein courierhelveticaarialakzidenzgroteskfutura persönlichkeitsloser.