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	<title>The Fellow Passenger</title>
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	<description>Fachmagazin für Halbwissen</description>
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		<title>R&#228;tselraten in Abmahnistan</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Mar 2013 08:13:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fellow Passenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Misswirtschaft und Politiktheater]]></category>
		<category><![CDATA[Abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[Annette Schavan]]></category>
		<category><![CDATA[FAZ]]></category>
		<category><![CDATA[Freundin]]></category>
		<category><![CDATA[Heike Schmoll]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Schreiben von Simon Haug, Justiziar der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, an Klaus Graf, den Betreiber des Blogs Archivalia, warf die eigentlich v&#246;llig belanglose Frage auf, ob FAZ-Autorin Heike Schmoll wom&#246;glich die Lebensgef&#228;hrtin der fr&#252;heren Bundesministerin f&#252;r Bildung und Forschung Annette Schavan sein k&#246;nnte. Dies zu behaupten sollte Graf n&#228;mlich k&#252;nftig unterlassen.1 Allerdings hatte er diese Behauptung [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Schreiben von Simon Haug, Justiziar der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, an Klaus Graf, den Betreiber des Blogs Archivalia, warf die eigentlich völlig belanglose Frage auf, ob FAZ-Autorin Heike Schmoll womöglich die Lebensgefährtin der früheren Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan sein könnte. Dies zu behaupten sollte Graf nämlich künftig unterlassen.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/03/19/ratselraten-in-abmahnistan/#footnote_0_2153" id="identifier_0_2153" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Klaus Graf, &quot;++EIL++ FAZ will mich in Sachen Beziehung Schavan Schmoll zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserkl&auml;rung zwingen ++EIL++&quot;, archiv.twoday.net, 13.03.2013">1</a></sup> Allerdings hatte er diese Behauptung nie aufgestellt.</p>
<p>Wie wohl die meisten kritischen Beobachter der medialen Begleitung des Plagiatsfalls Schavan, hatte auch Graf aus der wohlgefälligen Berichterstattung Schmolls in der FAZ auf ein freundschaftliches Verhältnis zur früheren Bundesministerin geschlossen. In diesem Zusammenhang gebrauchte er den Begriff „Schavan-Freundin“. Eine Deutung seiner Aussage im Sinne einer Lebensgemeinschaft lässt gerade dieser Zusammenhang nicht zu. Zwar umfasst das von der FAZ angestrebte Verbot wörtlich ebenfalls den Begriff „Freundin“, bezieht sich dabei aber eben nur auf die zu Lebenspartnerin synonymen Bedeutung:</p>
<blockquote><p>Diese von Ihnen verbreitete Unterstellung, Frau Dr. Schmoll sei die Freundin oder die Lebensgefährtin von Frau Schavan ist nicht nur falsch, sondern erfüllt auch den Tatbestand der üblen Nachrede. Sie dient alleine der Schmähung des Ansehens von Frau Dr. Schmoll und beabsichtigt Frau Dr. Schmoll als Jounalistin herabzuwürdigen. Frau Dr. Schmoll ist weder die Lebensgefährtin noch die Freundin von Frau Schavan.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/03/19/ratselraten-in-abmahnistan/#footnote_1_2153" id="identifier_1_2153" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Klaus Graf, &quot;Frau Streisand bitte! Nix Neues von der FAZ in Sachen Freundschaft/Lebenspartnerschaft Schavan/Schmoll und zu meiner Abmahnung&quot;, archiv.twoday.net, 16.03.2013">2</a></sup></p></blockquote>
<p>Es wird also seitens der FAZ nicht einmal bestritten, Schmoll sei eine Freundin Schavans. Nur dass Schmoll nicht “die Freundin”, also Lebensgefährtin Schavans sei, wird ausgesagt — sogar gleich zweimal. Trotz dieser Redundanz ist es aber kaum vorstellbar, dass eine Journalistin und ein Rechtsanwalt einer deutschen Tageszeitung selbst gemeinsam nicht das erforderliche Sprachverständnis haben sollen, um sich die aus dem Zusammenhang zweifelsfrei ersichtliche Bedeutung des Wortes Freundin zu erschließen. Es ist demnach auszuschließen, dass sie tatsächlich annahmen, Graf habe Schmoll eine Lebenspartnerschaft mit Schavan unterstellt.</p>
<p>Auch nicht wahrscheinlicher wirkt die Vorstellung, bei der FAZ könne man nicht mehr hinreichend strukturiert unterscheiden, durch welchen Sachverhalt oder durch welchen Verursacher man sich einer Rechtsverletzung ausgesetzt sieht und deshalb Graf stellvertretend für eine diffuse feindliche Kraft aus dem Internet für Schmähungen verantwortlich machen will deren Herkunft man sich nicht erkären kann. Zwar führt der in der Abmahnung erwähnte Hyperlink direkt auf die Startseite des <a title="Causa Schavan" href="http://causaschavan.wordpress.com/">Blogs Causa Schavan</a>, in dessen gesamten Inhalt nichts zu finden ist, was den Anschuldigungen entspräche. Gleichwohl darf man getrost annehmen, dass dies für Rechtsgelehrte der FAZ erkennbar ist.</p>
<p>Selbst wenn die FAZ versuchen wollte, unter einem Vorwand missliebige Konkurrenz aus dem Weg zu räumen, wie das Blog Erbloggtes ausführt<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/03/19/ratselraten-in-abmahnistan/#footnote_2_2153" id="identifier_2_2153" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Erbloggtes, &quot;FAZ mahnt unter Vorwand missliebige Blogger ab&quot;, erbloggtes.wordpress.com, 13.03.2013">3</a></sup><sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/03/19/ratselraten-in-abmahnistan/#footnote_3_2153" id="identifier_3_2153" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Schavan-Freundschaftsbl&auml;ttchen FAZ sah journalistische Herabw&uuml;rdigung Schmolls, &nbsp;erbloggtes.wordpress.com, 17.03.2013">4</a></sup>, wäre das allenfalls eine Erklärung für eine getrübte Gemütslage in der Redaktionsstube der Tageszeitung, aber doch kein Unterfangen mit Aussicht auf Erfolg. Ihre in der Angelegenheit Schavan schwache journalistische Leistung kann die FAZ ja nicht dadurch steigern, indem sie einen einzelnen Kommentator mundtot macht, der dies kritisierte. Weder der „Tagesspiegel“ noch die Autoren anonym geführter Blogs, deren Berichterstattung qualitativ durchgängig besser war als die der FAZ, würden durch einen solchen Angriff schließlich nicht aus dem Netz verschwinden.</p>
<p>Es bleibt also weiterhin rätselhaft, warum Schmoll und die Rechtsabteilung der FAZ etwas dementieren, das nie behauptet wurde.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2153" class="footnote">Klaus Graf, “++EIL++ FAZ will mich in Sachen Beziehung Schavan Schmoll zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung zwingen ++EIL++”, <a title="Archivalia" href="http://archiv.twoday.net/stories/326202963/">archiv.twoday.net</a>, 13.03.2013</li><li id="footnote_1_2153" class="footnote">Klaus Graf, “Frau Streisand bitte! Nix Neues von der FAZ in Sachen Freundschaft/Lebenspartnerschaft Schavan/Schmoll und zu meiner Abmahnung”, <a title="Archivalia" href="http://archiv.twoday.net/stories/326204812/">archiv.twoday.net</a>, 16.03.2013</li><li id="footnote_2_2153" class="footnote">Erbloggtes, “FAZ mahnt unter Vorwand missliebige Blogger ab”, <a title="Erbloggtes" href="http://erbloggtes.wordpress.com/2013/03/13/faz-mahnt-unter-vorwand-missliebige-blogger-ab/">erbloggtes.wordpress.com</a>, 13.03.2013</li><li id="footnote_3_2153" class="footnote">Schavan-Freundschaftsblättchen FAZ sah journalistische Herabwürdigung Schmolls,  <a title="Erbloggtes" href="http://erbloggtes.wordpress.com/2013/03/17/schavan-freundschaftsblattchen-faz-sah-journalistische-herabwurdigung-schmolls/">erbloggtes.wordpress.com</a>, 17.03.2013</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Zitieren wie Roland Preu&#223;</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Feb 2013 18:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fellow Passenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Preuß]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer in der Zeitung &#252;ber Plagiate und korrektes Zitieren schreibt, t&#228;te gut daran, selbst zu wissen wie das in der deutschen Sprache gemacht wird. Nicht so denkt offenbar Roland Preu&#223; bei der “S&#252;ddeutschen Zeitung”, wo er schreibt: Winnacker hatte zudem der Philosophischen Fakult&#228;t der Universit&#228;t D&#252;sseldorf vorgeworfen, sie w&#228;re im Verfahren gegen die inzwischen abgetretene Bundesbildungsministerin Annette [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in der Zeitung über Plagiate und korrektes Zitieren schreibt, täte gut daran, selbst zu wissen wie das in der deutschen Sprache gemacht wird. Nicht so denkt offenbar Roland Preuß bei der “Süddeutschen Zeitung”, wo er schreibt:</p>
<blockquote><p>Winnacker hatte zudem der Philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf vorgeworfen, sie wäre im Verfahren gegen die inzwischen abgetretene Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) “zutiefst befangen” gewesen und hätte deshalb das Verfahren abgeben müssen.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/19/zitieren-wie-roland-preus/#footnote_0_2145" id="identifier_0_2145" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Roland Preu&szlig;, &quot;Plagiatsexperte warnt vor bundesweiter Pr&uuml;fstelle&quot;, 18.02.201,
http://sz.de/1.1602993">1</a></sup></p></blockquote>
<p>Grundsätzlich gibt es im Deutschen zwei Arten zu zitieren. Die eine ist die direkte Rede, bei der einfach Anführungszeichen um das gesagte gesetzt werden, das wörtlich übernommen wird. Zum Beispiel: “Im Falle Düsseldorf war natürlich die Fakultät zutiefst befangen und hätte daher das Verfahren abgeben müssen”, behauptete Winnacker.</p>
<p>Die andere Möglichkeit ist die direkte Rede, die ohne Anführungszeichen funktioniert und durch den Konjunktiv gebildet wird. Obiges Beispiel würde lauten: Im Falle Düsseldorf sei natürlich die Fakultät zutiefst befangen gewesen und hätte daher das Verfahren abgeben müssen, behauptete Winnacker.</p>
<p>In beiden Fällen ist sofort klar, was Winnacker gesagt hat. Aber Preuß konnte sich offenbar nicht entscheiden und hat deswegen gleich beide Zitierweisen auf einmal verwendet und aus “zutiefst befangen” eine direkte Rede innerhalb der indirekten Rede gemacht.</p>
<p>Würden Sie diesem Mann glauben, wenn er sagte, er habe alle Quellen korrekt zitiert?</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2145" class="footnote">Roland Preuß, “Plagiatsexperte warnt vor bundesweiter Prüfstelle”, 18.02.201,<br />
<a title="S&#252;ddeutsche Zeitung" href="http://sz.de/1.1602993">http://sz.de/1.1602993</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Die unsichtbare Selbstkritik der Universit&#228;t D&#252;sseldorf</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2013 10:44:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fellow Passenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Misswirtschaft und Politiktheater]]></category>
		<category><![CDATA[Annette Schavan]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Steinfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsbetrug]]></category>

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		<description><![CDATA[Bislang des verbissenen Propagandaschavanismus eher unverd&#228;chtig, &#228;u&#223;ert sich Thomas Steinfeld, Feuilleton-Chef der „S&#252;ddeutschen Zeitung“, am 07.02.2013 zum akademischen Aufstieg und Niedergang der j&#252;ngst vom Amt der Bundesministerin f&#252;r Forschung und Bildung zur&#252;ckgetretenen Annette Schavan in einem Kommentar mit der &#220;berschrift „T&#228;uschen und Verschleiern“. W&#228;re die Dissertationsschrift Schavans frei von Plagiaten, so w&#252;rde sie noch immer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang des verbissenen Propagandaschavanismus eher unverdächtig, äußert sich Thomas Steinfeld, Feuilleton-Chef der „Süddeutschen Zeitung“, am 07.02.2013 zum akademischen Aufstieg und Niedergang der jüngst vom Amt der Bundesministerin für Forschung und Bildung zurückgetretenen Annette Schavan in einem Kommentar mit der Überschrift „Täuschen und Verschleiern“.</p>
<p>Wäre die Dissertationsschrift Schavans frei von Plagiaten, so würde sie noch immer nicht viel taugen, meint Steinfeld:</p>
<blockquote><p>Und doch verbirgt die formale Korrektheit, mit der sich jetzt die Universität Düsseldorf gegen ihre ehemalige Studentin wendet, dass an dieser Dissertation nicht nur das Maß nicht ausgewiesener Zitate anfechtbar ist.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/13/die-unsichtbare-selbstkritik-der-universitat-dusseldorf/#footnote_0_2110" id="identifier_0_2110" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Thomas Steinfeld, 07.02.2013,&nbsp;&bdquo;T&auml;uschen und Verschleiern&ldquo;, S&uuml;ddeutsche Zeitung Online,&nbsp;http://sz.de/1.1593293">1</a></sup></p></blockquote>
<p>Das bliebe aber weitgehend unbemerkt, weil die Universität Düsseldorf das Verfahren zur Rücknahme der Promotion von Schavan formal korrekt geführt habe. Mit “formale Korrektheit” meint er vor allem, das Verfahren sei materiell fehlerhaft, also in der Sache falsch gewesen.</p>
<p>Steinfeld hat das Verborgene aber natürlich doch bemerkt, indem er sich selbst ein Urteil über Schavans Arbeit gebildet und die Plagiate dabei außer Acht gelassen hat. Nachdem sie aber eben vorhanden sind und Steinfeld selbst nicht erklärt, wie er das gemacht hat, stellt sich zunächst die Frage wie das gehen könnte.</p>
<p>Es kämen theoretisch drei Möglichkeiten in Betracht:</p>
<ol>
<li>Es wird nur die tatsächlich von Schavan erbrachte Leistung bewertet, die plagiierten Passagen werden kurzerhand weggelassen. Dieser Ansatz ist offensichtlich ungeeignet, weil wegen der fehlenden Textstellen der inhaltliche Zusammenhang der Arbeit nicht mehr gegeben wäre.</li>
<li>Man tut einfach so, als wären die gedanklichen Leistungen aus den plagiierten Werken nicht von deren Autoren, sondern von Schavan. Dieser Blickwinkel ist der gleiche, aus dem Prof. Wehle die Arbeit seinerzeit sah, da er ja davon ausgehen musste, die gesamte Dissertationsschrift wäre die wissenschaftliche Leistung von Schavan.</li>
<li>Die Arbeit Schavans wird betrachtet, als hätte sie alle von ihr verwendeten Quellen korrekt ausgewiesen. Diese Sichtweise bewahrt den inhaltlichen Zusammenhang, erlaubt aber dennoch, die Beurteilung Schavans Leistung auf den Teil zu reduzieren, der tatsächlich von ihr stammt. Es wäre also anzunehmen, dass Steinfeld bei seiner Untersuchung diesen Ansatz gewählt hat.</li>
</ol>
<p>Dass dem nicht so ist, ergibt sich aus seiner Begründung für seine Einschätzung.</p>
<blockquote><p>[Die Dissertation] … enthält, nach den üblichen Einführungen und Prämissen, ein gutes Dutzend Überblicksartikel darüber, was eine — offenbar kaum systematisch ausgewählte — internationale Prominenz aus Philosophie, Psychologie, Pädagogik und Theologie zum Thema “Gewissen” zu sagen hatte.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/13/die-unsichtbare-selbstkritik-der-universitat-dusseldorf/#footnote_0_2110" id="identifier_1_2110" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Thomas Steinfeld, 07.02.2013,&nbsp;&bdquo;T&auml;uschen und Verschleiern&ldquo;, S&uuml;ddeutsche Zeitung Online,&nbsp;http://sz.de/1.1593293">1</a></sup></p></blockquote>
<p>Steinfelds Kritik betrifft zum Einen die Auswahl der Autoren aus deren Texten (oder Sekundärquellen darüber) Schavan den Stand der damaligen Wissenschaft resümmierte. Das spricht für den zweiten Blickwinkel. Steinfeld führt zum Anderen nur Sigmund Freud, Josef Derbolav, C. G. Jung und Martin Heidegger als Beispiele an. Hannah Ahrendt, Franz Böckle, Jean Laplanche / Jean-Bertrand Pontalis und Ernst Stadter erwähnt er nicht. Auch das deutet auf den zweiten Blickwinkel hin. Außerdem kritisiert Steinfeld den geringen Umfang der Seiten den Schavan den Ansichten der jeweiligen Autoren zugestanden hat, der ja zur Zeit von Schavans Promotion auch schon derselbe war. Damit steuert er seiner Kernaussage entgegen, die Universität und vor allem Doktorvater Wehle wären schuld an der Misere. Das eigentliche Problem ist für Steinfeld nämlich die Wahl des Themas.</p>
<blockquote><p>Das Thema dieser Dissertation ist vage angelegt, und es setzt sehr viel Mut, sehr viel Können oder beides voraus, nicht an seiner schieren Größe zu scheitern.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/13/die-unsichtbare-selbstkritik-der-universitat-dusseldorf/#footnote_0_2110" id="identifier_2_2110" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Thomas Steinfeld, 07.02.2013,&nbsp;&bdquo;T&auml;uschen und Verschleiern&ldquo;, S&uuml;ddeutsche Zeitung Online,&nbsp;http://sz.de/1.1593293">1</a></sup></p></blockquote>
<p>In der Tat ist das Thema nicht gerade scharf umrissen. Dennoch scheint Wehle mit Schavans Arbeit ja zufrieden gewesen zu sein, denn er hat sie mit „magna cum laude“ bewertet. Auch der Zweitgutachter Prof. Heldmann hatte offenbar nichts dagegen einzuwenden. Offenbar waren sich Doktorandin und Betreuer über die Auswahl der Autoren und dem ihren Weltsichten eingeräumten Umfang einig.</p>
<blockquote><p>Verantwortlich für die Wahl des Gegenstandes für eine Promotion ist aber nicht die Kandidatin, sondern der Betreuer. Die Kandidatin kann allenfalls ein Thema vorschlagen, über das dann der Betreuer entscheidet. Dass aber in der Betreuung dieser Arbeit ein gravierender Fehler geschehen sein muss, offenbart ein längerer Blick in das Buch: “Freud und das Gewissen” oder “Bildung und Gewissen bei Josef Derbolav” heißen diese Kapitel, denen jeweils nur ein paar Seiten zugewiesen sind.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/13/die-unsichtbare-selbstkritik-der-universitat-dusseldorf/#footnote_0_2110" id="identifier_3_2110" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Thomas Steinfeld, 07.02.2013,&nbsp;&bdquo;T&auml;uschen und Verschleiern&ldquo;, S&uuml;ddeutsche Zeitung Online,&nbsp;http://sz.de/1.1593293">1</a></sup></p></blockquote>
<p>Dass Wehle das Thema vorgab ist anzunehmen. Die einzige Person, die zu diesem Zeitpunkt sicher feststellen konnte, dass die Doktorandin mit dem Thema heillos überfordert war, ist aber Schavan selbst. Spätestens als sie erstmals in Versuchung geriet, fremde Leistungen als ihre eigenen auszugeben, hätte sie doch dringend ihren Doktorvater um Rat fragen müssen. Wie soll er sie denn unterstützen, wenn sie ihm lieber vortäuscht, der Aufgabe gewachsen zu sein? Der gravierende Fehler war doch wohl eher, dass es Schavan nicht so sehr um ihr Forschungsthema ging, sondern darum, möglichst schnell die Promotion hinter sich zu bringen.</p>
<blockquote><p>Wenn die Universität Düsseldorf nun feststellt, Annette Schavan habe unlauter gearbeitet, so verschleiert sie, je mehr sie auf den Kriterien formaler Korrektheit besteht, mit welcher Nachlässigkeit in ihrer Philosophischen Fakultät geforscht und gelehrt wurde. Das Urteil des Fakultätsrats, Annette Schavan den Doktorgrad zu entziehen, ist also in der Sache zugleich eine vernichtende Selbstkritik der Universität — leider im Verborgenen.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/13/die-unsichtbare-selbstkritik-der-universitat-dusseldorf/#footnote_0_2110" id="identifier_4_2110" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Thomas Steinfeld, 07.02.2013,&nbsp;&bdquo;T&auml;uschen und Verschleiern&ldquo;, S&uuml;ddeutsche Zeitung Online,&nbsp;http://sz.de/1.1593293">1</a></sup></p></blockquote>
<p>Steinfelds Kritik stützt sich allein auf den Umstand, dass er die Dissertation von Schavan auf fachlicher Ebene anders beurteilt als Schavans Doktorvater. Es mag durchaus sein, dass mancher Erziehungswissenschaftler die Arbeit deutlich schlechter bewerten würden als Wehle es tat. Die von Steinfeld behauptete Nachlässigkeit in der Forschung und Lehre der Philosophischen Fakultät belegt es jedenfalls nicht.</p>
<p>Die vernichtende Selbstkritik der Universität mag Steinfeld vor allem deshalb so verborgen erscheinen, weil sie nur in seiner Fantasie existiert.</p>
<div id="sdfootnote1">
<p> </p>
</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2110" class="footnote">Thomas Steinfeld, 07.02.2013, „Täuschen und Verschleiern“, Süddeutsche Zeitung Online, <a title="&quot;T&#228;uschen und Verschleiern&quot; in der S&#252;ddeutschen Zeitung" href="http://sz.de/1.1593293">http://sz.de/1.1593293</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Exegese abgeschrieben: Papst tritt zur&#252;ck</title>
		<link>http://fellowpassenger.de/2013/02/11/exegese-abgeschrieben-papst-tritt-zuruck/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Feb 2013 13:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fellow Passenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine zwei Tage ist es her, dass die Bundesministerin f&#252;r Forschung und Bildung ihr Amt niederlegte. Heute erkl&#228;rte Papst Benedikt XVI ebenfalls seinen R&#252;cktritt zum 28. Februar 2013.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Keine zwei Tage ist es her, dass die Bundesministerin für Forschung und Bildung ihr Amt niederlegte. Heute erklärte Papst Benedikt XVI ebenfalls seinen Rücktritt zum 28. Februar 2013.</p>
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		<title>Durchhalteparolen f&#252;r Annette Schavan</title>
		<link>http://fellowpassenger.de/2013/02/07/durchhalteparolen-fur-annette-schavan/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 17:20:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fellow Passenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Misswirtschaft und Politiktheater]]></category>
		<category><![CDATA[Annette Schavan]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Q-Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ruben Karschnick]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsbetrug]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn diese Art Kommentare der Q-Presse hilfreich sind, dann allenfalls f&#252;r Annette Schavan. F&#252;r den Leser sind sie es nicht. Zur Veranschaulichung soll hier ein Kommentar von Ruben Karschnick, Redakteur im Ressort Studium der „Zeit Online“, dienen. Kaum hat die Uni D&#252;sseldorf ihr Urteil gef&#228;llt, ruft die Opposition: Schavan ist nicht mehr haltbar! Wer nicht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn diese Art Kommentare der Q-Presse hilfreich sind, dann allenfalls für Annette Schavan. Für den Leser sind sie es nicht. Zur Veranschaulichung soll hier ein Kommentar von Ruben Karschnick, Redakteur im Ressort Studium der „Zeit Online“, dienen.</p>
<blockquote><p>Kaum hat die Uni Düsseldorf ihr Urteil gefällt, ruft die Opposition: Schavan ist nicht mehr haltbar! Wer nicht richtig zitieren kann, sei des Ministeramtes nicht würdig. Eine Plagiatorin im Kabinett von Angela Merkel, eine Wissenschaftsministerin ohne Hochschulabschluss – unmöglich.</p>
<p>Wieso eigentlich?<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/07/durchhalteparolen-fur-annette-schavan/#footnote_0_2040" id="identifier_0_2040" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ruben Karschnick, &bdquo;Blo&szlig; nicht zur&uuml;cktreten!&ldquo;, 06.02.2013, In: Zeit Online Hochschule, http://www.zeit.de/studium/hochschule/2013-02/schavan-kommentar-titel-duesseldorf">1</a></sup></p></blockquote>
<p>„Wieso eigentlich?“, fragt Karschnick. Warum er das fragt, fragen wir uns. Er stellt diese Frage, weil er von einer falschen Prämisse ausgeht. Um eines Ministeramts würdig zu sein, ist es gar nicht notwendig, einen Hochschulabschluss zu haben. Nicht einmal richtig zitieren können muss man. Allerdings geht es nicht nur um ein Ministeramt, sondern um ein ganz bestimmtes. Eines, in dem die Ministerin Entscheidungen trifft, die wissenschaftliche Einrichtungen direkt beeinflussen. Ferner geht es nicht um die Fähigkeit richtigen Zitierens, die Annette Schavan ja hat, sondern darum, dass sie es nicht tat als sie es hätte müssen, obwohl sie es gekonnt hätte. Sie wählte einen (vermeintlich) einfacheren Weg und ist deswegen nicht mehr glaubwürdig.</p>
<blockquote><p>Das Urteil der Uni Düsseldorf ist umstritten. Diverse Wissenschaftler haben sich in den letzten Monaten dazu geäußert, die Meinungen gehen weit auseinander. Wohlgesonnene sagen, die Ministerin habe den historischen Umständen entsprechend (kein Copy-Paste, keine Wikipedia) eine gute Arbeit eingereicht. Puristen sagen dagegen: Ein Plagiat ist ein Plagiat.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/07/durchhalteparolen-fur-annette-schavan/#footnote_0_2040" id="identifier_1_2040" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ruben Karschnick, &bdquo;Blo&szlig; nicht zur&uuml;cktreten!&ldquo;, 06.02.2013, In: Zeit Online Hochschule, http://www.zeit.de/studium/hochschule/2013-02/schavan-kommentar-titel-duesseldorf">1</a></sup></p></blockquote>
<p>Selbstverständlich haben sich zu dem Urteil der Universität in den letzten Monaten keine Wissenschaftler geäußert. Schon deswegen nicht, weil es erst am 05.02.2013 zustande kam. Divergierende Meinungen dazu, wie mit dem Fall umzugehen wäre, gab und gibt es allerdings. Sie unterscheiden sich vor allem dadurch, ob sie mit sachlichen Argumenten unterfüttert sind oder nicht. Die fehlen denn auch im Kommentar von Karschnick: Weil es vor 33 Jahren weder Wikipedia noch elektronische Zwischenablage geben hat, müsse die von Kopien durchwirkte Arbeit eine gute gewesen sein. Da fehlt sogar der Sinn.</p>
<p>Internetzugang und Textverarbeitungsprogramm erleichtern die Arbeit dem redlichem Wissenschaftler ebenso, wie dem abgefeimtem Betrüger. Aber Schavans Arbeit wird nicht besser, nur weil sie fürs Abschreiben eine Schreibmaschine mit Kugelkopf benutzte.</p>
<blockquote><p>Doch Schavan hat keine Straftat begangen. Sie hat ein paar Anführungszeichen ausgelassen, im schlimmsten Fall mit Absicht, um ihre Arbeit ein bisschen besser erscheinen zu lassen.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/07/durchhalteparolen-fur-annette-schavan/#footnote_0_2040" id="identifier_2_2040" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ruben Karschnick, &bdquo;Blo&szlig; nicht zur&uuml;cktreten!&ldquo;, 06.02.2013, In: Zeit Online Hochschule, http://www.zeit.de/studium/hochschule/2013-02/schavan-kommentar-titel-duesseldorf">1</a></sup></p></blockquote>
<p>Hier irrt Karschnick schon wieder. Eine Straftat hat Schavan sehr wohl begangen. <a href="https://schavanplag.wordpress.com/#Verstoss">Sie hat an Eides statt versichert, alle verwendeten Quellen und Hilfsmittel korrekt angegeben zu haben</a>, obwohl es nicht stimmte. Das ist nach §156 StGB eine Straftat. Hier hat Frau Schavan freilich nichts zu befürchten, weil diese Straftat längst verjährt ist.</p>
<p>Ebenfalls irrt Karschnick, wenn er verharmlosend behauptet, Schavan habe nur ein paar Anführungszeichen ausgelassen, also orthografische Mängel übersehen. An – je nach Lesart – 60 oder 90 Stellen ihrer Dissertation, hat sie Quellenarbeit vorgegeben, die sie nicht geleistet hat. Nicht um ihre Arbeit ein bisschen besser erscheinen zu lassen, sondern um einen Hochschulabschluss dafür zu erhalten. Anders als eine Straftat verjähren kann, kann eine Bescheinigung aber keinen Bestand mehr haben, wenn sich herausstellt, dass sie unter einer falschen Annahme erfolgte. Um in Karschnicks Bild der Straftat zu bleiben, wäre das so, als könne ein entlarvter Dieb seine Beute behalten wenn nur die Tat wegen Verjährung nicht mehr bestraft werden kann.</p>
<blockquote><p>Bei Karl-Theodor zu Guttenberg lag der Fall anders. Der ehemalige Verteidigungsminister hat sich vor das Parlament gestellt und gelogen. Ihm konnte nachgewiesen werden, dass mehr als 90 Prozent seiner Doktorarbeit geklaut war. Das sind echte Rücktrittsgründe. Schavan hat weder im Bundestag die Unwahrheit gesagt noch mit der Chuzpe Guttenbergs abgeschrieben.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/07/durchhalteparolen-fur-annette-schavan/#footnote_0_2040" id="identifier_3_2040" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ruben Karschnick, &bdquo;Blo&szlig; nicht zur&uuml;cktreten!&ldquo;, 06.02.2013, In: Zeit Online Hochschule, http://www.zeit.de/studium/hochschule/2013-02/schavan-kommentar-titel-duesseldorf">1</a></sup></p></blockquote>
<p>Die schöne Bezeichnung „Großmeister der werkumspannenden Kollagetechnik“<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/07/durchhalteparolen-fur-annette-schavan/#footnote_1_2040" id="identifier_4_2040" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Christiane Hoffmann, &bdquo;Cui bono?&ldquo;, 20.10.2012, In: Zeit Online, http://www.faz.net/-11932751.html">2</a></sup> für Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg mag für Schavan unpassend sein. Dennoch liegt der Fall nicht wesentlich anders. Schavan hat gelogen, nicht nur vor dem Parlament, sondern vor der ganzen Welt. Sie tat dies vor 33 Jahren und sie tut es heute. Sie behauptet bis heute, in ihrem Promotionsverfahren nicht getäuscht zu haben. Die beiden Fälle weisen durchaus Parallelen auf: Die Vorwürfe, das Abstreiten, die Rücknahme der Promotion, die Versicherung vollsten Vertrauens durch die Kanzlerin und vermutlich auch bald der Rücktritt. Herausragender Unterschied ist die Dauer vom Vorwurf bis zum Rücktritt, die bei zu Guttenberg etwa zwei Wochen betrug, während das Wissenschaftsministeriale Gesäß auch neun Monate nach dem Bekanntwerden der plagiierenden Arbeitsweise noch immer am Sessel haftet.</p>
<p>Die jeweils an den Tag gelegte Chuzpe mit der eine Täuschung vollzogen wird, kann kaum über Rücktritt oder Verbleib im Amt entscheiden. Karschnick versäumt im Übrigen zu benennen, ab welcher Zahl auf der nach oben offenen Chuzpe-Skala seiner Ansicht nach ein Rücktritt angezeigt wäre.</p>
<blockquote><p>Die Kanzlerin sollte gelassen bleiben. So manche Doktorarbeit in Deutschland würde der Überprüfung durch Internetaktivisten und Kommissionen nicht standhalten. Ginge es gerecht im Sinne schavanscher Maßstäbe zu, müsste eine Aberkennungswelle durch die Republik rollen. Die Regierung muss zeigen, dass es einen Weg gibt, mit den Fünden[sic!] der Plagiatsjäger souverän umzugehen.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/07/durchhalteparolen-fur-annette-schavan/#footnote_0_2040" id="identifier_5_2040" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ruben Karschnick, &bdquo;Blo&szlig; nicht zur&uuml;cktreten!&ldquo;, 06.02.2013, In: Zeit Online Hochschule, http://www.zeit.de/studium/hochschule/2013-02/schavan-kommentar-titel-duesseldorf">1</a></sup></p></blockquote>
<p>Die Kanzlerin bleibt getrost gelassen, denn sie kann ihrer Vertrauten und Wissenschaftsministerin nach deren Rückkehr den Rücktritt nahelegen und sich und Ihre Partei damit noch immer rechtzeitig aus der Schusslinie bringen.</p>
<p>Dass aber Unterschleif bei Promotionen Gang und Gäbe sein soll, muss man Karschnick wohl nicht glauben. Wenn das Vorgehen wie es Schavan an den Tag legt, wissenschaftlich zu nennen wäre, benötigten wir keine Wissenschaft. Die nämlich soll neue Erkenntnisse hervorbringen. Literaturreferate die selbst im Interpretationsteil anderswo abgeschriebene, also eben nicht neue Gedanken enthalten, liefern keine neuen Erkenntnisse.  Stünde es tatsächlich so schlecht um die wissenschaftliche Redlichkeit bei Deutschlands Doktoranden, wäre es nur konsequent, die von Karschnick heraufbeschworene Aberkennungswelle losrollen zu lassen.</p>
<p>Muss die Regierung zeigen, dass es einen Weg gibt, mit der Aufdeckung von Täuschungen souverän umzugehen, so könnte die Wissenschaftsministerin den Anfang machen, indem sie dem unwürdigen Spektakel endlich ein Ende bereitet und ihr Amt niederlegt. Souverän wäre es vor allem gewesen, das Amt während der Prüfung durch die Universität ruhen zu lassen.</p>
<p>Der Kommentar von Karschnick zeugt nicht nur von erschreckender Ahnungslosigkeit, sondern sendet auch eine fatale Botschaft an seine Zielgruppe. Indem er Schavans Vorgehen bei der Promotion als orthografische Flüchtigkeitsfehler verharmlost und zudem den Studierenden suggeriert, Betrug sei in der Wissenschaft völlig normal, ermuntert er seine Leser zum Betrug — uneidliche Falschaussage inklusive. Solch eine Auffassung ist im Ressort Studium ebenso fehl am Platz wie eine Wissenschaftsbetrügerin an der Spitze des Bundesministeriums für Forschung und Bildung.</p>
<p>Auch beim Thema Schavan gilt: Wer sich mit den Fakten auseinandersetzen möchte, ist mit der Q-Presse nicht allzu gut beraten. Bessere Information, weil sachlich verargumentiert, findet sich mal wieder in Blogs. Deswegen hier eine kleine Schavan-Blogroll:</p>
<ul>
<li><a href="http://erbloggtes.wordpress.com/">Erbloggtes </a></li>
<li><a href="http://hogymag.wordpress.com/themen/causa-schavan/">The Hobo and the Gypsy </a></li>
<li><a href="http://causaschavan.wordpress.com/category/schavan/">Causa Schavan </a></li>
<li><a href="http://www.guttengate.de/tag/schavan/">Guttengate</a></li>
</ul>
<p>Diese Liste ist nicht erschöpfend und selbstverständlich findet auch in der Q-Presse fachbezogene Auseinandersetzung mit dem Thema statt. Auch in der “Zeit”, wie etwa Ludwig Greven zeigt.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/07/durchhalteparolen-fur-annette-schavan/#footnote_2_2040" id="identifier_6_2040" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ludwig Greven, &quot;Schavan muss gehen&quot;, 07.02.2013, In: Zeit Online, http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-02/schavan-plagiat-merkel-doktor-stimmung-koalition/komplettansicht">3</a></sup> Offensichtlich kann man aus dem jeweiligen Namen des Q-Presseerzeugnisses nicht schließen, was einen erwartet. Einen Anhaltspunkt mögen dort, sofern angegeben, die Autorennamen liefern. Propagandaschavanismus droht zumindest von Ruben Karschnick in der “Zeit”, von Roland Preuß in der “Süddeutschen” und von Heike Schmoll in der “FAZ”.</p>
<div align="center">
<hr align="center" size="2" width="100%" />
</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2040" class="footnote">Ruben Karschnick, „Bloß nicht zurücktreten!“, 06.02.2013, In: Zeit Online Hochschule, <a title="Kommentar von Ruben Karschnick in der &quot;Zeit Online&quot;" href="http://www.zeit.de/studium/hochschule/2013-02/schavan-kommentar-titel-duesseldorf">http://www.zeit.de/studium/hochschule/2013–02/schavan-kommentar-titel-duesseldorf</a></li><li id="footnote_1_2040" class="footnote">Christiane Hoffmann, „Cui bono?“, 20.10.2012, In: Zeit Online, <a href="http://www.faz.net/-11932751.html">http://www.faz.net/-11932751.html</a></li><li id="footnote_2_2040" class="footnote">Ludwig Greven, “Schavan muss gehen”, 07.02.2013, In: Zeit Online, <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-02/schavan-plagiat-merkel-doktor-stimmung-koalition/komplettansicht">http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013–02/schavan-plagiat-merkel-doktor-stimmung-koalition/komplettansicht</a></li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Union nicht an erneuter Regierungsbeteiligung interessiert</title>
		<link>http://fellowpassenger.de/2013/02/06/union-nicht-an-erneuter-regierungsbeteiligung-interessiert/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 23:17:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fellow Passenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Misswirtschaft und Politiktheater]]></category>
		<category><![CDATA[Annette Schavan]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsbetrug]]></category>

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		<description><![CDATA[Qualit&#228;tspresseberichten zufolge ist die CDU nach der kommenden Bundestagswahl nicht an einer Regierungsbeteiligung interessiert. Sie will lieber an Prof. Dr. h. c. mult. Annette Schavan als Bildungsministerin festhalten, wie Spitzenmitglieder der Gottespartei bekannt gaben. Die Union schwor ihr noch Minuten vor der R&#252;cknahme der Promotion die Treue1. Schon Minuten nach dem Entzug des akademischen Grades [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/81/Anette_Schavan_dts_image_3716.jpg"><img alt="Prof. Dr. h. c. mult. Annette Schavan mit Abitur" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/81/Anette_Schavan_dts_image_3716.jpg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: <a title="Nachrichtenagentur DTS" href="http://www.dts-nachrichtenagentur.de/kostenlose_bilder.php">www.dts-nachrichtenagentur.de</a></p></div>
<p>Qualitätspresseberichten zufolge ist die CDU nach der kommenden Bundestagswahl nicht an einer Regierungsbeteiligung interessiert. Sie will lieber an Prof. Dr. h. c. mult. Annette Schavan als Bildungsministerin festhalten, wie Spitzenmitglieder der Gottespartei bekannt gaben. Die Union schwor ihr noch Minuten vor der Rücknahme der Promotion die Treue<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/06/union-nicht-an-erneuter-regierungsbeteiligung-interessiert/#footnote_0_2022" id="identifier_0_2022" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="dpa/mit, &quot;Union schw&ouml;rt Schavan die Treue&quot;,&nbsp;05.02.2013, In: &quot;K&ouml;lner Stadtanzeiger&quot;">1</a></sup>.</p>
<p>Schon Minuten nach dem Entzug des akademischen Grades ließ die Mogelministerin durch ihre Anwälte verlauten, sie werde gegen die Heinrich Heine Universität vor Gericht ziehen.</p>
<blockquote><p>Die Entscheidung ist in einem fehlerhaften Verfahren zustande gekommen und sie ist auch materiell rechtswidrig”, heißt es in der Erklärung. Die gesetzlich vorgeschriebene Vertraulichkeit des Verwaltungsverfahrens sei mehrfach durch selektive Information der Öffentlichkeit verletzt worden. Weiter heißt es: “Die gebotenen Ermittlungen zur Feststellung einer Täuschung der Gutachter im damaligen Promotionsverfahren sind unterblieben.” Beweisanträge seien in dem Verfahren von der <a href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Universit%C3%A4t" data-pagetype="THEME">Universität</a> übergangen worden. Das gelte auch für den Antrag auf Einholung eines externen Fachgutachtens. Die Anwälte betonten: “Eine Täuschung hat es nicht gegeben.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/06/union-nicht-an-erneuter-regierungsbeteiligung-interessiert/#footnote_1_2022" id="identifier_1_2022" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Reuters/dpa/odg, &quot;Schavan verliert Doktortitel - und k&uuml;ndigt Klage an&quot;, 05.02.2013, In: &quot;S&uuml;ddeutsche.de&quot;">2</a></sup></p></blockquote>
<p>Also kein Grund zur Beunruhigung, alles nur ein bedauerliches Missverständnis. Sehen Sie?</p>
<p>In Wirklichkeit ist es freilich nur ein Lottospiel, und zugleich ein Spiel auf Zeit. Der Wissenschaftsrechtler Prof. Dr. Klaus Ferdinand Gärditz hat in seinem Gutachten bereits am 16. Januar gezeigt:</p>
<blockquote><p>Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass rechtlich relevante Verfahrensfehler nicht festzustellen sind. Die Fakultät hat die nach geltendem Recht erforderlichen Prüfungen ordnungsgemäß durchgeführt. Auch die Verfahrensführung lässt keinen Grund zur Beanstandung erkennen<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/06/union-nicht-an-erneuter-regierungsbeteiligung-interessiert/#footnote_2_2022" id="identifier_2_2022" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="G&auml;rditz, &quot;Gutachtliche Stellungnahme zum Verfahrensablauf in der Sache betreffend Professor Dr. Annette Schavan&quot;, 16. 01.2013, S. 22, PDF-Datei">3</a></sup></p></blockquote>
<p>Zum Argument der verletzten Vertraulichkeit lässt sich konstatieren, daß die Uni geleimt wurde. Der Prodekan Rohrbacher hat sein Gutachten auf dem eigenen (nicht an einem der Universität) PC geschrieben, ausgedruckt und persönlich an die Empfänger übergeben und in einem Fall im Dekanat zur persönlichen Abholung hinterlegt. Er hat also nach bestem Wissen und Gewissen versucht einer Indiskretion vorzubeugen.<sup><a href="http://fellowpassenger.de/2013/02/06/union-nicht-an-erneuter-regierungsbeteiligung-interessiert/#footnote_3_2022" id="identifier_3_2022" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="G&auml;rditz, &quot;Gutachtliche Stellungnahme zum Verfahrensablauf in der Sache betreffend Professor Dr. Annette Schavan&quot;, 16. 01.2013, S. 19">4</a></sup></p>
<p>Außerdem: cui bono? Schavan war ebenfalls Empfängerin des Gutachtens und hatte durchaus Motiv und Gelegenheit, das Papier an den “Spiegel” zu leaken. Es hat ihr in der öffentlichen Debatte genützt, das dürfte ihr durchaus klar gewesen sein.</p>
<p> </p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2022" class="footnote">dpa/mit, “Union schwört Schavan die Treue”, 05.02.2013, In: “<a title="Union schw&#246;rt Schavan die Treue" href="http://http://www.ksta.de/,15187246,21642514.html">Kölner Stadtanzeiger</a>”</li><li id="footnote_1_2022" class="footnote">Reuters/dpa/odg, “Schavan verliert Doktortitel — und kündigt Klage an”, 05.02.2013, In: “<a title="Schavan verliert Doktortitel – und k&#252;ndigt Klage an" href="sz.de/1.1592530">Süddeutsche.de</a>”</li><li id="footnote_2_2022" class="footnote">Gärditz, “Gutachtliche Stellungnahme zum Verfahrensablauf in der Sache betreffend Professor Dr. Annette Schavan”, 16. 01.2013, S. 22, <a title="Gutachtliche Stellungnahme zum Verfahrensablauf in der Sache betreffend Professor Dr. Annette Schavan" href="http://www.uni-duesseldorf.de/home/fileadmin/redaktion/Oeffentliche_Medien/Presse/Pressemeldungen/Bilder/Gutachten.pdf">PDF-Datei</a></li><li id="footnote_3_2022" class="footnote">Gärditz, “Gutachtliche Stellungnahme zum Verfahrensablauf in der Sache betreffend Professor Dr. Annette Schavan”, 16. 01.2013, S. 19</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Sie verlassen den amerikanischen Sektor</title>
		<link>http://fellowpassenger.de/2012/10/02/sie-verlassen-den-amerikanischen-sektor/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Oct 2012 00:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fellow Passenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Planwirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahr 1972 hat M­&#252;n­chen we­gen der Olym­pi­schen Spie­le sei­nen Be­such­ern die U-Bahn ge­baut. Mor­gen freut sich die “Welt­stadt mit Herz” wie­der auf vie­le G&#228;­ste. Na­t&#252;r­lich ist die M&#252;nc­hner Ver­kehrs­ge­sell­schaft (MVG) be­stens auf den Be­such vor­be­rei­tet, was sich in dem oben ab­ge­bil­de­ten Hin­weis­auf­kle­ber ab­zeich­net. Am Be­sten fah­ren Sie gleich wo­an­ders hin. Gleich!]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2019" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><a href="http://fellowpassenger.de/wp-content/uploads/2012/10/63jahreddr.jpg"><img class="size-full wp-image-2019 " title="Liebe Fahrg&#228;ste, zu den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit an der Ludwigstra&#223;e rechnet die MVG mit einem sehr gro&#223;en Fahrgastandrang in der U-Bahn. Aus Sicherheitsgr&#252;nden wird daher der U-Bahnhof Universit&#228;t am Dienstag, 2. Oktober, ab circa 15 uhr, und Mittwoch, 3. Oktober, ganzt&#228;gig gesperrt. An den U-Bahnh&#246;fen Odeonsplatz, Marienplatz und Giselastra&#223;e kann es ebenfalls zu Einschr&#228;nkungen und Sperrungen kommen. Wir bitten Sie, dies bei Ihrer Reiseplanung zu ber&#252;cksichtigen. Ihre MVG" alt="63 Jahre Planwirtschaft" src="http://fellowpassenger.de/wp-content/uploads/2012/10/63jahreddr.jpg" width="400" height="533" /></a><p class="wp-caption-text">Hinweisschild im U-Bahnhof Giselastraße in München</p></div>
<p>Im Jahr 1972 hat M­ün­chen we­gen der Olym­pi­schen Spie­le sei­nen Be­such­ern die U-Bahn ge­baut. Mor­gen freut sich die “Welt­stadt mit Herz” wie­der auf vie­le Gä­ste. Na­tür­lich ist die Münc­hner Ver­kehrs­ge­sell­schaft (MVG) be­stens auf den Be­such vor­be­rei­tet, was sich in dem oben ab­ge­bil­de­ten Hin­weis­auf­kle­ber ab­zeich­net.</p>
<p>Am Be­sten fah­ren Sie gleich wo­an­ders hin. Gleich!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>M&#252;nchner B&#252;rger haben sich verw&#228;hlt</title>
		<link>http://fellowpassenger.de/2012/06/20/munchner-burger-haben-sich-verwahlt/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jun 2012 23:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fellow Passenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Misswirtschaft und Politiktheater]]></category>

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		<description><![CDATA[Versehentlich und ohne Kenntnis der Sachlage, haben die B&#252;rger M&#252;nchens gegen eine dritte Startbahn ihres Flughafens votiert. Das bedeutet wohl das Aus f&#252;r die dritte, vierte und wom&#246;glich auch f&#252;nfte Startbahn, die dringend gebaut werden m&#252;ssten, um gegen die Flugh&#228;fen Frankfurt, Amsterdam Schipol, Atlanta und Peking bestehen zu k&#246;nnen. M&#252;nchens Oberb&#252;rgermeister Christian Ude (SPD) hat [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Versehentlich und ohne Kenntnis der Sachlage, haben die Bürger Münchens gegen eine dritte Startbahn ihres Flughafens votiert. Das bedeutet wohl das Aus für die dritte, vierte und womöglich auch fünfte Startbahn, die dringend gebaut werden müssten, um gegen die Flughäfen Frankfurt, Amsterdam Schipol, Atlanta und Peking bestehen zu können.</p>
<p>Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) hat angekündigt, die Entscheidung der Münchner umzusetzen, wofür der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU)  ihn als Looser bezeichnet. Seehofer hat angekündigt, sich vom Mob nicht irritieren zu lassen und den Ausbau wie geplant voranzutreiben. Er will dem Pöbel aber 2013 noch eine zweite Chance geben: Wer bei der Landtagswahl für die CSU stimmt, wird begnadigt und so behandelt, als wäre er schon immer für einen Ausbau gewesen.</p>
<p>Wenn man eine Partei hat, die so demokratisch ist, wie die CSU braucht man ja wohl keine weitere.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Vielen Dank f&#252;r Ihre Stimme Frau O’Connor!</title>
		<link>http://fellowpassenger.de/2012/05/19/vielen-dank-fur-ihre-stimme-frau-oconnor/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2012 21:55:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fellow Passenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Dankenswerterweise waren Sie 1992 so freundlich ein Dutzend Jazz-Standards f&#252;r Ihr Album “Am I Not Your Girl?” einzusingen mit dessen lautstarker Wiedergabe es mir gerade gelingt, den tosenden Mob zu &#252;bert&#246;nen, der sich heute abermals zusammengerottet hat, erwachsenen M&#228;nnern beim Ballspiel zuzusehen und dies mit gutturalen Klangabscheidungen ungelenk zu begleiten. Schon deswegen: Yes, you are and will [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dankenswerterweise waren Sie 1992 so freundlich ein Dutzend Jazz-Standards für Ihr Album “Am I Not Your Girl?” einzusingen mit dessen lautstarker Wiedergabe es mir gerade gelingt, den tosenden Mob zu übertönen, der sich heute abermals zusammengerottet hat, erwachsenen Männern beim Ballspiel zuzusehen und dies mit gutturalen Klangabscheidungen ungelenk zu begleiten.</p>
<p>Schon deswegen: Yes, you are and will always be!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Giftiger Dampf zur Rettung von Rauchern</title>
		<link>http://fellowpassenger.de/2012/01/17/giftiger-dampf-zur-rettung-von-rauchern/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 01:48:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fellow Passenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man an einer brennenden Zigarette zieht, atmet man zwangsl&#228;ufig neben Nikotin, auch Kolenmonoxid, Teer, Nitrosamine, Blei, Polonium, Arsen, Chrom, Blaus&#228;ure, Benzol und Dioxin ein, um nur wenige Beispiele der bis zu 4000 zum Teil schwer gesundheitssch&#228;dlichen Inhaltsstoffe von Tabakrauch zu nennen. In Ihrem Blut haben Sie H&#228;moglobin. Dieser Eisenkomplex hat die Aufgabe sich in [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man an einer brennenden Zigarette zieht, atmet man zwangsläufig neben Nikotin, auch Kolenmonoxid, Teer, Nitrosamine, Blei, Polonium, Arsen, Chrom, Blausäure, Benzol und Dioxin ein, um nur wenige Beispiele der bis zu 4000 zum Teil schwer gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe von Tabakrauch zu nennen.</p>
<p>In Ihrem Blut haben Sie Hämoglobin. Dieser Eisenkomplex hat die Aufgabe sich in der Lunge ein Sauerstoffmolekül schnappen, um es an die Zellen, die es danach so trifft wieder auszuhändigen. Kohlenmonoxid (CO) setzt sich ebenfalls auf das Hämoglobin, aber geht dort nie wieder weg. Es bleibt einfach darauf sitzen, zeigt stolz herum, daß es seinem Gefährt auch eine schöne rote Farbe verleihen kann und dämmert dem gemeinsamen Untergang entgegen. Sauerstoff bekommen Zellen dann nur noch von neuen roten Blutkörperchen, die noch nicht von CO ursupiert wurden. Die gute Nachricht ist, nach rund vier Wochen sind alle roten Blutkörperchen wieder nachgewachsen. Wenn sie keinem weiteren CO begegnen, Sie also nicht etwa rauchen, transportieren sie alle wieder Sauerstoff.</p>
<p>In Ihren Bronchen haben Sie sogenannte Flimmerhärchen. Sie sind so angeordnet, daß Unrat, der beim Atmen immer mal in Ihre Bronchen gerät, alsbald wieder nach oben wandert und durch den Rachenraum abgeschluckt wird. Weniger zivilisierte Gemüter spucken die Melange aus Staub und Schleim auch einfach auf den Boden. Wer raucht, inhaliert aber Teer und der ist bekanntlich sehr klebrig. Sogar so klebrig, daß er die Flimmerhärchen aneinander und gegen die Bronchen pappt. Dann flimmert freilich nichts mehr. Deswegen machen sich dann Staub, Teer und Schleim gleich in den Bronchen heimisch. Das führt zu einem chronischen Hustenreiz, aber nicht dazu, daß der zähbraune Batz beim Husten die Atemwege verlässt. Raucherhusten eben.</p>
<p>Nitrosamine entstehen durch Verbrennung und verursachen gerne Krebs. Vor allem in großzügigen Mengen, wie sie aus Zigaretten herausrauchen. Für Dioxine gilt das gleiche. Die unschönen Auswirkungen von Dioxinen auf Menschen, Tiere und Pflanzen hat das US Militär in Kooperation mit Monsanto als führendem Hersteller von „Agent Orange“ in einem Großversuch in Vietnam anschaulich unter Beweis gestellt.</p>
<p>Die Tabakpflanze hat die Eigenschaft besonders gerne verschiedene radioaktive Stoffe aus der Umgebung in sich zu binden. Das ist praktisch, wenn man etwa nach Nuklearunfällen verseuchte Böden dekontaminieren möchte. Man baut kurzerhand Tabak an, der den Boden flugs von Pollonium befreit, indem er es über die Wurzeln aufnimmt und im gesamten Blattwerk verteilt. Das ist zunächst gut für die Umwelt, aber nur solange bis die Menschen, die denn Tabak dann rauchen wieder in der Erde vergraben werden. Dann ist nämlich wieder alles beim alten. Nicht einmal die Raucher sind dann weniger, denn es wachsen immer wieder frische Raucher nach. Dieses Nachwachsen ist übrigens ein essentieller Bestandteil des Geschäftsmodells der Tabakindustrie. Tote Altraucher müssen immer weiter durch Neuraucher ersetzt werden, sonst drohen Umsatzeinbrüche.</p>
<p>Die unerfreuliche Wirkung von Chrom, Blei, Benzol und Blausäure auf den menschlichen Organismus soll hier nicht weiter ausgeführt werden. Nehmen Sie einfach mal an, daß nichts dafür spricht, sie willentlich einzuatmen, falls am Leben zu bleiben Ihnen gelegen ist.</p>
<p>Wenn Sie Raucher sind, haben Sie natürlich einen guten Grund, über all diese längst bekannten Risiken hinwegzusehen. Selbstverständlich hoffen Sie, das ist Ihr gutes Recht, von amputierten Raucherbeinen, entfernten Kehlköpfen und chronisch obstruktiven lungenerkrankungen (COPD) ebenso verschont zu bleiben, wie Sie sich nach dem ersten Bypass versichern werden, daß die Gefäßerkrankung allein genetischer Prädisposition geschuldet war.</p>
<p>Dieser gute Grund heißt Nikotin. Das ist ein Nervengift und es macht sehr schnell sehr abhängig. So abhängig, daß Sie bereitwillig all die anderen tausende Stoffe inhalieren, die weit schädlicher sind, nur um das Nikotin zu bekommen, daß für sich genommen nicht annähernd so gefährlich ist wie der Rest vom Rauch.</p>
<p>Hier hält die Pharmaindustrie freundlicherweise Pflaster und Kaugummis für sie Bereit, die ebenfalls Nikotin enthalten. Wenn Sie sowas schon mal ausprobiert haben, wissen Sie vermutlich, wie lange Sie damit auskamen, bis Sie verzweifelt wie erfolglos versucht haben, sie anzuzünden, zu rauchen und schließlich wieder auf Zigaretten umgestellt haben. Es sei denn, Sie gehören zu den glücklichen 5 Prozent der ehemaligen Raucher, die sich durch diese Mittel dauerhaft ihrer Sucht entwöhnt haben.</p>
<p>Den verbleibenden 95 Prozent und wohl auch all jenen, die Nikotinaufkleber und –Kaugummi nie als Lösung versucht haben, mag ein ganz anderer Ansatz hilfreich erscheinen, der griffig als „Dampfen statt Rauchen“ zu bezeichnen ist.</p>
<p>In der Praxis geht es um einen kleinen Apparat, der alle wesentlichen Aspekte des Rauchens mit Dampf simuliert, den Sie nach Belieben inhalieren und damit auch Kringel blasen können. Kurzum können Sie damit ganz normal weiter rauchen, obwohl Sie dann in Wirklichkeit natürlich dampfen.</p>
<p>Das ist entscheidend, denn statt der brandgefährlichen Rauchbestandteile, inhalieren Sie harmlosen Dampf aus Propylenglygol, Glycerin und Aromen, die in der Lebensmittelherstellung Verwendung finden. Und natürlich Nikotin, das auch in dieser Form ein Nervengift bleibt und an seinem Suchtpotential nichts ändert. Damit ist klar, daß die elektonische Zigarette, so heißt der kleine Apparat nämlich, keineswegs harmlos ist. Wer mit dem Dampfen anfängt, wird ziemlich sicher nikotinabhängig. Wer aber schon so stark nikotinabhängig ist, daß er dafür ohnehin bereit ist, sogar Tabakrauch in seine Lunge zu saugen, kann von den überwiegend lifestyletauglichen Dampfgeräten deutlich profitieren.</p>
<p>Die gesundheitlichen Vorzüge machen sich auch olfaktorisch deutlich bemerkbar, beziehungsweise unbemerklich, denn Dampfen ist auch ein Segen für das nichtrauchende Umfeld. Weder der Dampfer, noch seine Kleidung oder sein Büro, seine Wohnung stinken mehr.</p>
<p>Natürlich ruft eine vielversprechende technische Neuerung wie die Elektrozigarette alsbald erbitterte Gegner auf den Plan. Offensichtlich sind dabei die notorischen Gängler und Paternalisten, denen in Ihrer subalternen Position ein Hausrecht zugefallen ist. So mutet die Deutsche Bahn AG ihren Mitarbeitern nicht zu, Dampf von Rauch unterscheiden zu müssen und verbietet den Nikotingebrauch ohne Rauch pauschal.</p>
<p>Der gefährlichste Gegner ist aber freilich der Staat. Der ist gewohnt 81 Prozent des Kaufpreises jeder Zigarette einzunehmen und gerät in Erklärungsnot, weil er damit angeblich ja nur seine Bürger vom Rauchen abhalten will. Wenn die jetzt nicht mehr Rauchen sondern Dampfen, leben sie gesünder und länger, zahlen aber keine Tabaksteuer mehr. Das wird er nicht lange dulden.</p>
<p>Auch die Tabakindustrie dürfte von Existenzängsten geplagt werden, die sie trotz aller staatlichen Prohibitionsanstrengungen so noch nie erfahren musste. Sie wird tief in die Tasche greifen, um ihre Pfründe zu retten.</p>
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