Die eine schreibt was, die anderen lesen es. Einer glaubt es nicht, forscht nach und schreibt darüber. Der nächste schwingt darüber seinen errigierten Zeigefinger und moralisiert was das Zeug hält, worauf seine Kommentatoren in zweil Lager zerfallen. Derweilen wird anderswo ein freiwilliger Art Direktor für seine Entwürfe kritisiert und der Kritiker widerum zensiert. Der schreibt munter bei sich selber weiter, wo er sich unzensiert beschimpfen lässt. Die Blog-Schreiber sind schon ein lustiges Völkchen.
Fast wie im richtigen Leben
Kommentare
6 Antworten zu „Fast wie im richtigen Leben“
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Klingt nach einem Mordsspaß. Leider habe ich mal wieder alles verpasst.
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Ich habe ebenfalls wie Sie diese Situation (zumindest die des Art Directors etc.) mitverfolgt (wie Sie vielleicht auch gelesen haben) und kann Ihnen in Ihrem Resumee nur zustimmen.
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Hochverehrter Herr Fellow Passenger,
mein Resumee sieht etwas anders aus. Ich blieb bei der ganzen Aktion völlig verwirrt auf der Strecke und habe deshalb versucht, mich bei Google wieder selbst zu finden.
Bei Häuptling schmutzige Feder kam Fellow Passenger an erster Stelle mit der ungültigen Papstwahl. Bei neo-bazi erschien die Seite von Herrn Poodle mit 62 Kommentaren.
Nun frage ich Sie, Sie wissen doch immer alles, geht das noch mit rechten Dingen zu? Oder sollte ich vielleicht doch besser den Kursus „Internet für Senioren“ bei der VHS buchen?Den jungen Herrn Jan-Philipp habe ich gestern schon mit meinen dämlichen Fragen belästigt, da will ich nicht weiter rumbohren, der muss sich ja aufs Abi vorbereiten.
Der Herr Paulsen ist ein reiner Schöngeist, den kann ich damit nicht belämmern. Ich möchte auch nicht, dass er wieder Beziehungsstress bekommt mit seiner Liebsten wie damals, als er ihr erzählt hat, dass man vom Ficken Arschmuskelkater bekommen kann.
Der Herr Poodle ist mir zu weitschweifig und ausserdem hat er uns alle belogen. Er ist nämlich gar kein Schwabe, sondern ein Württemberger. Ich wollte das wegen des Herrn Blogman vorher nicht sagen. Der einzige Schwabe hier bin ich. Die Hauptstadt von Schwaben ist nämlich Augsburg und nicht Stuttgart, so!
Schwaben enthält auch die älteste Stadt Deutschlands, nämlich Kempten im Allgäu oder Cambodunum, wie die spinnerten Römer sagten.
Vorher wohnten sogar die Kelten bei uns und haben die Allgäuer Kässpätzle erfunden. Und sagens bitte dem Herrn Poodle auch, dass das Zeug, was man auf der Stuttgarter Woche hier in Hamburg vor dem rosaroten Rathaus als Spätzle angeboten bekommt, eine Schande ist!Wenn das hier einer liest, der wo kein Bayer oder Schwabe ist, wird er sich vielleicht etwas wundern. Also nochmal in aller Deutlichkeit: Schwaben liegt in Bayern und wurde seinerzeit von den Bazis annektiert (genau wie Franken und die Oberpfalz), um die Saupreussen, die württembergischen, vom bayrischen Mutterland fern zu halten.
Trotzdem kommens zum Jodeln immer noch rüber, weils keine eigenen Berge ham und lassen ihre leeren Bierdosen auf unseren schönen Gipfeln herumliegen. Deshalb wurde das Allgäu auch schon zehn Jahre vor Trettin zur dosenfreien Zone erklärt.
Und der Berthold Brecht ist in Augsburg geboren und nicht in Stuttgart.Und die Fugger und der Waigel Theo, sind auch berühmte Schwaben.So, jetzt ist mir wohler.
Woher, Herr Fellow Passenger, rührt eigentlich Ihre umfassende Kentnis der maritimen Terminologie, mit der Sie bei Herrn Ole aus Absurdistan so brilliert haben?
Sind Sie etwa ein Segler?
Einer von denen, die Schuld tragen, dass man auf den richtigen Schiffen als Steuermann
auf der Brücke kein Auge mehr zumachen kann, nicht einmal kurz zum Mittagsschlaf? -
Sie, Herr Neo-Bazi, wie Sie sich da hinter meinem Rücken das Maul über mich zerreißen gefällt mir gar nicht. Noch unlängst vermutete ich Ihnen einen loyalen Mann von ehrenwertem Geblüt. Darüber, wer denn nun die richtigen Schwaben sind, unterhalten wir uns ein ander Mal. Nur so viel: Die Allgäuer Kässpätzle verdienen den Namen nicht, diese kurzfädigen, bröckelartigen Dinger werden Sie wohl nicht ernsthaft als Spätzle bezeichnen wollen, weiß doch jeder Kenner, dass korrekte Spätzle lang und dünn zu sein haben, damit sie besser rutschen (größere Gleitfläche bei gleichem Volumen). Dass die Stuttgarter Woche nicht zu den kulinarischen Glanztaten zählt, kann ich hingegen aus eigener leidvoller Erfahrung bestätigen, als ich einmal im Rahmen eines Bürgeraustauschs nach Hamburg verschickt wurde. Aber glauben Sie mir, auch bei der hiesigen Gegenveranstaltung, dem Hamburger Fischmarkt, würden Sie in Tränen ausbrechen, soviel Elend auf einem Haufen haben Sie noch nie gesehen. Und dass der Brecht Bertolt aus Stuttgart kam, habe ich an keiner Stelle behauptet, das können Sie gerne übergoogeln. So, jetzt muss ich aber schließen, ein gemischter Braten mit Soße, Spätzle und Kroketten, einer gemischten Salatplatte und dazu zerkochte Frühlingsgemüse warten schon ungeduldig auf meine Hinwendung. Vorher gibts vielleicht auch noch eine Brätknödelsuppe, ich weiß es aber auch nicht so genau.
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Welches Suchergebnis, Herr Neo-Bazi,
hatten Sie denn bei ihrer Elektronischen Selbstfindung erwartet?
Die Seefahrt hat in meiner Familie Tradition. Schon durch meine Großmutter väterlicherseits wurde mir die Terminologie förmlich in die Wiege gelegt. Im Kindesalter lernte ich Knoten zu knüpfen und Bücher über die Seefahrt zu lesen. Als junger Mann kreuzte ich dann durchs Mittelmeer und erlernte die Kunst der Navigation. In der Tat auf einem Segelschiff, wo man nie ein Auge zutun kann, weil die Steuermänner anderer Schiffe Tag und Nacht Mittagsschlaf halten.
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Hochverehrter Herr Fellow Passenger,
Sie dürfen den Palstek aus Ihrem Gemächt wieder entfernen.
Ich hatte eigentlich gar kein Ergebnis erwartet, da ich kein Blog betreibe. Aber wie gesagt, ich hab von nix ’ne Ahnung und davon ziemlich viel. Da muss man ja auch beim Kommentieren noch vorher denken!
Lieber Herr Poodle,
ich bin ein sehr harmoniebedürftiger Mensch, ein Stoiker sozusagen. Das ist auch nicht weiter verwunderlich bei solchen Vorfahren (Marc Aurel soll der Legende nach mehrere Stossverhältnisse bei den germanischen Barbaren unterhalten haben). In meiner Jugend verfügte ich im Gesicht über mehrere römische Züge, nun stimmt nur noch die Nase.
Was Sie da als Spätzle bezeichnen, sind in Wirklichkeit Schupfnudeln. Setzen Sie Ihre beiden Zwergteufel doch einmal eine Weile auf Entzug, vielleicht hört dann auch das Gefurze auf.
Aber ich als Stoiker möchte eigentlich keinen Streit, Ihnen könnte ich sowieso nicht wechseln. Die Schilderung Ihrer beabsichtigten Nahrungsaufnahme hat schon gereicht!Schönen Gruss vom heiligen Antonius, ich gehe da immer hin, wenn da vorne grad keiner rumsülzt. Auf dem Rathausplatz ist auch nichts besonderes los. Die katholische Jugend wirbt für den Weltjugendtag im August in K*** .Da liegen dann am andern Morgen wieder tonnenweise die Kondome rum …
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