Peppypapier

Die öffentliche Aufregung um Peppy den Papyrus ist groß. Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, Zeichen zu setzen, Initiative zu ergreifen ist dagegen gering. Wie in der Politik. Da wird auch nur geredet statt zu handeln. Die Kunde „Das Volk hat kein Brot“, beantwortete Marie Antoinette flugs mit dem Vorschlag, „dann soll es eben Kuchen essen“. Sie wurde tags darauf enthauptet. Das ist heute nicht mehr üblich. Sonst würden Politiker es kaum wagen, von „den Lauten da draussen“ zu sprechen. Wen man da regiert ist schon lange unerheblich.

Der Fellow Passenger ist undemokratisch, bestechlich, marode und dennoch nicht nur auf den eigenen Vorteil bedacht, mithin diktatorisch genug, zu tun was funktioniert. Deswegen gibt es bald hochwertiges, handgeschöpftes Peppypapier. Besser noch, es gibt die legendären Papst-Artikel fertig auf Peppypapier gedruckt.

Die Gönner, die genug Mitgefühl gezeigt haben, für Peppys Überleben zu spenden werden natürlich bevorzugt. Jeder Spender erhält gratis einen handsignierten Bogen des exklusiven Peppypapiers.

Dabei wird keine Pflanze zu Schaden kommen. Nur jene Halme von Peppy, die sowieso vertrocknen werden zu Papier verarbeitet. Gerade deshalb wird Peppypapier eine edle wie seltene Besonderheit bleiben, die nur jenen zugänglich ist, die es wirklich zu schätzen wissen.

Verschiedenes I

Der Duschvorhang macht langsam Sorgen. Bereits vier der zwölf Löcher an denen er aufgehängt ist sind nun ausgerissen. Jeweils in meiner Abwesenheit. Vielleicht hat ein Mitbewohner die berühmte Szene aus Psycho nachgespielt. Allerdings schwanden die Aufhängungen jeweils im Abstand einiger Tage, was gegen den Tod unter der Dusche spricht. Als ich herausfand, was Duschvohänge üblicherweise kosten, habe ich den vorhandenen mit Gaffa-Tape und einem Locher repariert.

Versucht mit Ghost ein Abbild der Festplatte einer Windows-Maschine auf eine USB-Festplatte zu sichern. Beschlossen die Lösung als Ghostwriter an einen Informatik-Doktoranten zu verkaufen, falls ich sie finde.

Peppy gegossen. Kann den jammervollen Anblick nicht länger ertragen.