Dienstwagenaffaire

Es gibt auch im Leben von Ministerinnen Dinge, die nicht an die Öffentlichkeit gehören. Ein besonders enges Vertrauensverhältnis zu einem Chauffeur zum Beispiel, der von Bonn nach Hannover fährt, um Frau Ministerin von Hannover nach Berlin zu bringen.

Details aus einem Fahrtenbuch können durchaus intim genug sein, um sie der Familie und besonders dem Gatten einer Familienministerin, ersparen zu wollen. Wenn schon, dann soll er es wenigstens nicht aus der Zeitung erfahren.

Michael Konken soll ein eigenes Verb bekommen

Der talentierte Webdichter Klaus Jarchow schlägt stilsicher vor, dem Wortfeld trollen 1)„Troll_(Netzkultur)“, de.wikipedia.org, 27.07.2009 ein weiteres Verb zu spendieren 4)Klaus Jarchow, „Das Konken“, stilstand.de, 27.07.2009. Wegen Michael Konkens auch an anderer Stelle 2)Johnny Haeusler, „Don’t feed the trolls“, spreeblick.com. 27.07.2009 beachteten linientreuen Einlassung, die er bei der Welt-Online gerne auch ohne Rücksicht auf Fakten veröffentlichen 3)Michal Konken, „Unerträgliche Leichtigkeit des Internets“, welt.de, 26.07.2009 durfte, soll es ihm vergönnt sein, als Namenspate für das Verb konken zu stehen. Konken bezeichnet die Entstehung der Textsorte Provokante Polemik ohne Wissensbasis aber mit klarere Zielsetzung zugunsten des Autors.

Die Methode hat bereits breiten Anklang gefunden. So konkt Zensursula von der Leyen bis heute unbeirrt von einem, der Öffentlichkeitswirkung wegen flugs erfundenem, Milliardenmarkt von kommerziellen Kinderfickerphotoverkäufern im WorldWideWeb. Auch Wolfgang Schäuble konkt ungebrochen mit abstrakten, aber immer schlimmeren Bedrohungslagen dafür, endlich die Streitkräfte mit einem robusten Mandat gegen das eigene Volk in Stellung zu bringen.

Kein Zweifel: Konken ist längst eine Alltagretorik geworden. Es ist also ein guter Zeitpunkt, diesen Begriff zu besetzen.

Quellen   [ + ]

1. „Troll_(Netzkultur)“, de.wikipedia.org, 27.07.2009
2. Johnny Haeusler, „Don’t feed the trolls“, spreeblick.com. 27.07.2009
3. Michal Konken, „Unerträgliche Leichtigkeit des Internets“, welt.de, 26.07.2009
4. Klaus Jarchow, „Das Konken“, stilstand.de, 27.07.2009

Verlagsrettung

Wäre ich Verlagslobbyist, würde ich in dieser Sache argumentieren, daß meine Qualitätserzeugnisse für die Gesellschaft eindeutig wichtiger wären, als Pferde und Kunstgegenstände, für die der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent gilt. Die desolate Situation des deutschen Verlagswesens sei dieser, auch für die Informationsfreiheit äußerst bedrohlichen Schieflage geschuldet. Ein völliger Zusammenbruch wäre nur abwendbar, wenn die Politik unverzüglich reagiert und durch eine Mehrwertsteuerbefreiung für Verlagserzeugnisse ein längst überfälliges Signal setzt. Nicht zuletzt könne anderenfalls auch die wichtige Kommunikation der politischen Akteure zu den Wählern ins Hintertreffen geraten. (An dieser Stelle würde ich verschwörerisch mit einem Auge zwinkern und dann retorisch fragen:) Nicht wahr? (Nach einer Kunstpause würde ich anfügen:) Von diesem Schritt könne die Gemeinschaft deutlich stärker profitieren als von den derzeit ohnehin schwindenden Umsatzsteuererlösen.

Seriöse Angebote solventer Verlagshäuser bei Interesse bitte mit dem Betreff „Spin Doctor wanted“ an post [ät] fellowpassenger [punkt] de.

Adde und folge uns, Eintagsheld, denn es ist Deine Zeit

Wenn man flugs ein paar Millionchen über das werbende Volk verstreut, muß man doch als Multimilliardentelephonkonzern, der genauso ist wie die drei anderen auch, geliebt werden können.

Werbespots, Blog, Twitter, Facebook, StudiVZ, MySpace und was der Anzugmann mit dem roten Iro sonst noch gesagt hat, hat Vodafone doch alles gemacht. Naja, machen lassen. Aber vom Scholz, bei dem ja alle ganz zwopunktnullmäßig „Friends“ sind.

Kein Grund also, warum die „Generation Upload“ sich noch immer hartnäckig weigert, den Vodafonen endlich eine Einzugsermächtigung für ihre Konten zu erteilen.

Im rechtsfreien Internetz tummeln sich eben nur gratiskulturell orientierte Minderleister, die einfach nicht begreifen, daß ein wahrer Held schweigend zahlt und nichts verlangt.

Entschuldigung an Indien für Ursula von der Leyens Fehltritt

Sehr geehrter Generalkonul Indiens,

mit großem Entsetzen mußte ich feststellen, daß Frau Ursula von der Leyen, Deutschlands Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Volk und der Regierung Indiens unterstellt, sexuellen Mißbrauch von Jugendlichen, Kindern und  Säuglingen zu billigen.

Selbstverständlich steht es Frau von der Leyen keineswegs zu, Aufgaben des Außenministeriums wahrzunehmen und dabei auch noch diplomatische Verstimmungen zu bewirken.

Es ist allgemein bekannt, daß Indien jede Form pornographischer Darstellungen ächtet und auf Grundlage strenger Gesetze
selbstverständlich mit Härte verfolgt.

Als einfacher Bürger der Bundesrepublik Deutschland habe ich nur geringen Einfluß auf das politische Geschehen meines Landes. Meine Einflußnahme beschränkt sich auf die Wahl politischer Parteien deren Ziele sie frühestens offenbaren, nachdem sie bereits gewählt sind.

So bleibt mir nichts anderes, als mich in aller Form bei Ihnen und dem indischen Volk für die hochgradig peinlichen  Entgleisungen von Frau von der Leyen zu entschuldigen.

Es gibt viele Deutsche, die erkennen, daß Frau von der Leyen sich in dieser Angelegenheit immer wieder auf falsche Tatsachenbehauptungen beruft, deren Quellen leicht als unseriös zu erkennen sind. Nicht nur dies war für über 250000 Deutsche Grund genug, die Regierung in einer Petition zu bitten, von diesem Gesetzgebungsverfahren abzurücken. Das unkontrollierbare und geheime Zensurmechanismen aufbaut, deren Demokratiegefährdender Mißbrauch bereits programmiert ist.

Sie sehen also, daß ein großer Teil der Deutschen die Anfeindungen Ursula von der Leyens gegen Indien mißbilligt.

Ich bitte Sie daher meine aufrichtige Entschuldigung für die Verfehlungen der Ministerin, die ich übrigens nie gewählt habe, anzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Fellow Passenger

Neue Studie zur Vorratsdatenspeicherung

Während der Befund des Chaos Computer Club bei Vergleichsgruppen überwiegend Angstzustände, Depressionen, Brechreiz oder Apathie durch VDS feststellen konnte, entwickelten Patienten mit bekanntem Realitätsverlust, dauerhaft erhöhte Vaginalsekretion oder chronischen Priapismus. Jede weitere Anwendung von VDS ist daher dringend kontraindiziert.