{"id":107,"date":"2005-06-22T01:56:43","date_gmt":"2005-06-21T23:56:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fellowpassenger.de\/archives\/107"},"modified":"2005-06-22T01:56:43","modified_gmt":"2005-06-21T23:56:43","slug":"freude-am-fahren-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fellowpassenger.de\/?p=107","title":{"rendered":"Freude am Fahren II"},"content":{"rendered":"<p>Heute habe ich Lieferanteneing\u00e4nge der f\u00fcnf am Filmfest beteiligten Kinos kennengelernt. Die haben alle ihre T\u00fccken.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Tiefgarage des MaxX habe ich eine Parkkarte. Die gilt aber erst ab dem 24. Juni. F\u00fcr zehn Minuten parken will der Wegelagererautomat 2,5 Euro! Die zahlt nat\u00fcrlich mein <stike>AuftragArbeitgeber. Aber wenn ich mir \u00fcberlege, da\u00df der Parkplatz pro Tag auf 60 Euro k\u00e4me h\u00e4tte ich schon flie\u00dfend Warmwasser, frische Bettbez\u00fcge und ein Fr\u00fchst\u00fcck erwartet. Der Weg zum Vorf\u00fchrraum ist auch kein wahrer Genu\u00df. Immerhin f\u00fchrt der Weg an einem guten halben Dutzend M\u00fcllkontainern vorbei, die einen reichlich strengen Geruch verbreiten. Immerhin war ein freundlicher Filmvorf\u00fchrer anzutreffen, der sich sichtlich f\u00fcr die geliefterten Kurzfilme und Filmfesttrailer interessierte.<\/p>\n<p>Im Forum am Deutschen Museum war das ganz anders. Der Weg vom sondergenehmigten Parkplatz (wir sind ja in M\u00fcnchen) vor der T\u00fcr zur Pforte war kurz, aber zwecklos. Es war um 16:00 Uhr niemand da. Niemand an der Kasse, keiner an der Pforte, die ganzen 1500 qm Empfangshalle wirkten wie eine Geisterstadt. Hie und da h\u00e4ngten Leute Filmfestplakate auf.  \u00dcber das an der Pforte aufgestellte Telefon konnte man eine interne &#8222;Info&#8220;-Nummer anrufen. Als Max die dreistellige Nummer w\u00e4hlte, klingelte es direkt hinter der Panzerglasscheibe, vor der das Telefon stand. Das in dem unbeleuchteten Raum niemand war, der h\u00e4tte ans Telefongehen k\u00f6nnen, war nicht \u00fcberraschend.<\/p>\n<p>Im Gasteig habe ich mir erkl\u00e4ren lassen, mu\u00df man den Pf\u00f6rtner dazu veranlassen, den geeigneten Filmvorf\u00fchrer (es gibt dort drei Veranstaltungsorte) telephonisch zu einer \u00dcbergabe zu \u00fcberreden.<\/p>\n<p>Weil rund um das Filmuseum gerade eine Synagoge gebaut wird, kann man da auch nicht einfach so hinfahren. Man mu\u00df sich kraft einer weiteren Sondergenehmigung um den Block herumschnecken und durch eine Fu\u00dfg\u00e4ngerzone fahren. Der Vorf\u00fchrraum hat zwar eine Au\u00dfent\u00fcr, die tags\u00fcber aber nicht ge\u00f6ffnet werden kann, weil zu viel Licht einf\u00e4llt das die laufende Vorstellung st\u00f6ren w\u00fcrde. Also geht es durchs Foyer.<\/p>\n<p>Fies ist das Rio. Da mu\u00df ich das bayerische Luxuslieferfahrzeug mitten auf den Gehweg stellen und einen Strafzettel riskieren, den ich nicht erstattet bek\u00e4me. Nach Anmeldung an der Kasse geht es durch einen Hinterhof wo es gilt, eine st\u00e4hlerne Au\u00dfentreppe zum Vorf\u00fchrraum zu erklimmen. Mit der Sackkarre geht da gar nichts. Zum Gl\u00fcck bekommen die nicht sehr viele Filme gelieftert. Tr\u00f6stlich ist, da\u00df der Vorf\u00fchrer offensichtlich ein Humorist ist. Er weigert sich, Lieferungen anzunehmen und Lieferscheine zu unterschreiben sowieso. Zumindest sagt er das, w\u00e4rend er die gelieferten Rollen z\u00e4hlt und und seine Unterschrift auf den Lieferschein setzt.<\/p>\n<p>Der Wagen, den zu fahren ich bezahlt werde ist \u00fcbrigens keineswegs voll ausgestattet. Maxens Auto hat zus\u00e4tlich zwei Getr\u00e4nkehalter, wuzelholzvert\u00e4felte Armaturen, ein Lenkrad, da\u00df sich nach ziehen des Z\u00fcndschl\u00fcssels nach oben verholt und einen Sitz, der sich bei laufendem Motor elektrisch um den Fahrer schmiegt. Auf Kopfdruck be- und entlastet der Sitz abwechselnd den rechten und linken Musculus Glutaeus Maximus.<\/p>\n<p>Aber auch die vergleichsweise bescheidene Variante mit der ich Vorlieb nehmen mu\u00df stellt ja nicht direkt einen Grund zur Beschwerde dar. Obwohl wir heute schon dar\u00fcber sprachen, ob es zumutbar ist, ein Fahrzeug ohne aktive Sitzk\u00fchlung zu fahren.<\/stike><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute habe ich Lieferanteneing\u00e4nge der f\u00fcnf am Filmfest beteiligten Kinos kennengelernt. Die haben alle ihre T\u00fccken. F\u00fcr die Tiefgarage des MaxX habe ich eine Parkkarte. Die gilt aber erst ab dem 24. Juni. F\u00fcr zehn Minuten parken will der Wegelagererautomat 2,5 Euro! Die zahlt nat\u00fcrlich mein AuftragArbeitgeber. 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