{"id":112,"date":"2005-07-15T20:07:11","date_gmt":"2005-07-15T18:07:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fellowpassenger.de\/archives\/112"},"modified":"2005-07-15T20:07:11","modified_gmt":"2005-07-15T18:07:11","slug":"blodel-lei-wild-immel-schleimig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fellowpassenger.de\/?p=112","title":{"rendered":"Bl\u00f6del Lei wild immel schleimig"},"content":{"rendered":"<p>Der Thunfisch mit Dip aus Sojasauce und Wasabi schmeckte vorz\u00fcglich. Den Fisch habe ich als gr\u00e4tenlose dicke Scheibe gekauft und in d\u00fcnne Scheiben geschnitten. Den Wasabi aus Pulver mit einigen Tropfen Wasser anger\u00fchrt, die Sojasauce kam fertig aus der Flasche. Das war einfach.<\/p>\n<p>Miso-Suppe geht auch ziemlich leicht. Zuerst braucht man Dashi, einen japanischen Fischsud. Dazu legt man Konbu, das ist getrockneter Seetang in einen Topf mit Wasser und stellt es auf gro\u00dfe Flamme. Sobald es anf\u00e4ngt zu kochen, kommt der Seetang heraus und Katsuobishi (Flocken aus getrocknetem Blaufisch, der auch Bonito genannt wird) hinein und das ganze von der Flamme herunter. Sobald die Flocken sich gesetzt haben, gie\u00dft man alles durch ein feines Sieb. Warum man davor warten soll, bis sich ein Bonitoflockensediment gebildet hat, ist mir nicht ganz klar geworden. Vielleicht ist das mehr als Zeitangabe zu verstehen. Wenn ich daran denke, wie in der westlichen K\u00fcche mit Gr\u00e4ten, Fischresten und Gem\u00fcse herumgefuhrwerkt wird, um einen Fischfond herzustellen, hat es der Japaner offensichtlich wesentlich leichter.<\/p>\n<p>Damit nun aus dem Sud Miso-Suppe wird, kommt Miso-Paste hinein. Diese Paste besteht aus Sojabohnen und Reis, die in F\u00e4ssern monatelang gegoren wurden. Angeblich kann man sie bis zu zehn Jahren aufbewahren. Die von mir erworbene befand sich seltsamerweise im K\u00fchlraum und hat das Verfallsdatum 31.3.2007. Sollte sie wirklich bereits acht Jahre alt sein? In der Paste sind Reiskr\u00fcmel, die nicht in die Supper sollen, deswegen streicht man sie durch ein Sieb in die Dashi-Br\u00fche. Ein paar kleine W\u00fcrfel Tofu und etwas Wakame-Algen dienen als Einlage und schon ist die Suppe fertig.<\/p>\n<p>Meine ersten Versuche der Sushi-Herstellung wurden allerdings ein Debakel. Klebrig soll der Reis sein, aber trocken. Zwei Eigenschaften, die sich mit den als &#8222;Klebereis&#8220; ausgewiesenen K\u00f6rnern einfach nicht erreichen lie\u00dfen. Klebrig war die Angelegenheit durchaus. Aber auch schleimig. Ich habe mittlerweile den vierten Versuch mit jeweils immer weniger Wasser unternommen. Weit weniger Wasser als alle mir zug\u00e4nglichen Zubereitungsempfehlungen vorgaben. Interessanterweise blieben am Topfboden immer einige K\u00f6rner ungequollen. Allerdings nicht so viele, da\u00df es einen betr\u00e4chtlichen Wasser\u00fcberschu\u00df im restlichen Reis erkl\u00e4ren k\u00f6nnte. Zwei Versuche habe ich \u00fcbrigens mit dem von mir als v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig empfundenen Reiskocher meines Mitbewohners unternommen. Das war kein St\u00fcck besser. Zumindest reifte die Gewi\u00dfheit, da\u00df Reiskocher wirklich so \u00fcberfl\u00fcssig sind wie ein Kropf.<\/p>\n<p>Reiskochen im Kochtopf ist mir eigentlich immer gelungen. Nur nicht mit diesem dreifach vermaledeiten Klebereis. Ich werde bald in einen andere Reissorte investieren. So kann es ja nicht weitergehen und eine andere Erkl\u00e4rung, als da\u00df es am Reis selbst liegen mu\u00df erscheint mir nicht mehr plausibel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Thunfisch mit Dip aus Sojasauce und Wasabi schmeckte vorz\u00fcglich. Den Fisch habe ich als gr\u00e4tenlose dicke Scheibe gekauft und in d\u00fcnne Scheiben geschnitten. Den Wasabi aus Pulver mit einigen Tropfen Wasser anger\u00fchrt, die Sojasauce kam fertig aus der Flasche. Das war einfach. 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