{"id":143,"date":"2005-10-08T23:37:00","date_gmt":"2005-10-08T21:37:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fellowpassenger.de\/archives\/143"},"modified":"2005-10-08T23:37:00","modified_gmt":"2005-10-08T21:37:00","slug":"eine-nasenlange-voraus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fellowpassenger.de\/?p=143","title":{"rendered":"Unaufgefordert eingesandte Manuskripte"},"content":{"rendered":"<p>Bisher waren es nicht viele, die glaubten im Kommentarwesen des Fellow Passenger zwielichtige Poker-Portale und halbseidene Errektionshilfemedikamentenversandh\u00e4user anpreisen zu m\u00fcssen. Zwei bis vier pro Woche vielleicht. So habe ich gestern mehr aus sportlichem Ehrgeiz als einer Notwenigkeit heraus mal ein Programm eingebaut, da\u00df Werbebotschaften in Form von Kommentarabfall abweisen soll. &#8222;<a href=\"http:\/\/unknowngenius.com\/blog\/wordpress\/spam-karma\/\">Spam Karma 2<\/a>&#8220; hei\u00dft es. Bei <a href=\"http:\/\/www.nasobem.all.de\/blog\/\">ThoScho<\/a> habe ich <a href=\"http:\/\/www.nasobem.all.de\/blog\/archiv\/2005\/10\/02\/84\">schon<\/a> <a href=\"http:\/\/www.nasobem.all.de\/blog\/archiv\/2005\/10\/02\/85\">mehrfach<\/a> dar\u00fcber gelesen. Seit dem sind statt der statistisch gesehen &#8222;normalen&#8220; Anzahl von 0,4 M\u00fcllanmerkungen pro Tag gleich 20 St\u00fcck davon abgeliefert worden. Ich hoffe das ist Zufall. Aber immerhin hat das Zusatzprogramm die unerw\u00fcnschte Reklame fachgerecht und vollst\u00e4ndig entsorgt.<\/p>\n<p>Ebenfalls gut schl\u00e4gt sich das von mir gerne verwendete E-Mail-Programm &#8222;<a href=\"http:\/\/www.mozilla-europe.org\/de\/products\/thunderbird\/\">Mozilla Thunderbird<\/a>&#8222;.  Stets bringt es nach nur wenigen Tagen gemeinsamen \u00dcbens  zielsicher die guten ins T\u00f6pfchen und die schlechten ins Kr\u00f6pfchen. Ab und zu schaue ich nur so aus Neugierde auch mal ins virtuelle Kr\u00f6pfchen. Manchmal finden sich dort n\u00e4mlich kleine Perlen, die zwar ihren Werbezweck v\u00f6llig verfehlen, mich aber zum Schmunzeln bringen. Eine davon schickte &#8222;Nina&#8220; unter dem Betreff &#8222;Maschine aktiviert &#8211; Fickenergie bei 100%&#8220;. Das ist nat\u00fcrlich etwas plump, aber der Nimbus von Science Fiction birgt eine gewisse Originalit\u00e4t. Der Text der E-Mail gl\u00e4nzt durch pseudoerotische Phantasien, die eher die Wirkungsweise eines Spam-Bots beschreiben:<\/p>\n<p><code>Diese Maschinen geben niemals auf, sie denken nicht, sie befriedigen. Im Gleichtakt v\u00f6geln unsere, mit Riesenschw\u00e4nzen best\u00fcckten, Lustapparate die willigen Luder durch, die sich, die Beine weit ge\u00f6ffnet, vor ihnen platziert haben. Hier gibt es die Orgasmusgarantie und hier gibt es auch multiple Orgasmen - das bieten nur die Fickmaschinen. Maschinen k\u00f6nnen immer, geben immer volle Leistung und leisten sich keinen H\u00e4nger. Stahlhart gefickt, stundenlang pr\u00e4zise gev\u00f6gelt und perfekt austariertes Lustempfinden<\/code><\/p>\n<p><code>Rein, raus, rein, raus... und immer weiter rattern die hei\u00dfen Motoren, aber die Motoren sind garantiert nicht das einzig Hei\u00dfe hier. Trailer for free bieten dir schon mal einen geilen Vorgeschmack auf die Leistungskraft unsere Fick-o-maten. Schau Dir an wie Sarah und Marie gleichzeitig von einer Maschine genagelt werden und wie die geile Lugina den Regler immer h\u00f6her einstellt, damitdie Maschine sie immer schneller durchrammt. [Link von d. Red. entfernt]<br \/>\n<\/code><\/p>\n<p>Von der \u00fcberaus ungew\u00f6hnlichen Interpunktion abgesehen, komme ich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Offenbar soll ich mich daf\u00fcr begeistern, da\u00df mechanische Vorrichtungen die ratternd hei\u00dflaufen, also technisch eher wenig ausgereift sind,  mich als Partner f\u00fcr den Geschlechtsverkehr \u00fcberfl\u00fcssig machen. Sollte mir das Angebot vielleicht nur irrt\u00fcmlich unterbreitet worden sein und sich eigentlich an Damen richten? Der Hinweis auf weit ge\u00f6ffnete Beine williger Luder scheint sich aber nicht an weibliches Publikum zu richten. \u00dcberhaupt empfinde ich ja ein weit ge\u00f6ffnetes Bein als eher wenig erotisch. Wenn man nicht gerade damit besch\u00e4ftigt ist einen gebrochenen Femur zu verschrauben l\u00e4sst man so ein Bein doch eigentlich lieber geschlossen. <\/p>\n<p>Lustig finde ich auch den mir v\u00f6llig neuen Begriff &#8222;durchrammt&#8220;. Ich stelle mir das als eine Art Havarie im neuen Zeitalter der maschinellen Kopulation vor. <\/p>\n<p>Ein bi\u00dfchen schade ist ja, da\u00df Sarah und Marie sich einen dieser Apparate teilen m\u00fcssen und beide selbst keinen Einflu\u00df auf den Ablauf nehmen d\u00fcrfen. Vielleicht sollten sie der &#8222;geilen Lugiana&#8220; auch lieber gar nicht trauen. Immerhin scheint Ihr Lustgewinn allein darin zu bestehen, die beiden anderen Damen m\u00f6glichst schnell &#8222;durchrammen&#8220; zu lassen. <\/p>\n<p>Das ist fast eine gelungene Symbiose zwischen technischer und sexueller Revolution.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bisher waren es nicht viele, die glaubten im Kommentarwesen des Fellow Passenger zwielichtige Poker-Portale und halbseidene Errektionshilfemedikamentenversandh\u00e4user anpreisen zu m\u00fcssen. Zwei bis vier pro Woche vielleicht. So habe ich gestern mehr aus sportlichem Ehrgeiz als einer Notwenigkeit heraus mal ein Programm eingebaut, da\u00df Werbebotschaften in Form von Kommentarabfall abweisen soll. &#8222;Spam Karma 2&#8220; hei\u00dft es. 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