{"id":144,"date":"2005-10-09T20:28:41","date_gmt":"2005-10-09T18:28:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fellowpassenger.de\/archives\/144"},"modified":"2005-10-09T20:28:41","modified_gmt":"2005-10-09T18:28:41","slug":"better-living-through-steckernetzteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fellowpassenger.de\/?p=144","title":{"rendered":"Better living through Steckernetzteile"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/pix.visualartlab.de\/steckernetzteile.jpg\" alt=\"Steckernetzteile\" \/><\/p>\n<p>&#8222;Better living through chemistry&#8220;, hei\u00dft eine Schallplatte der Musikgruppe &#8222;Fat Boy Slim&#8220;, die zu h\u00f6ren mir schon \u00f6fter Vergn\u00fcgen bereitete. Ich m\u00f6chte gar nicht abstreiten, da\u00df Chemie mein Leben verbessert. Doch scheinen die Segnungen der Moderne vor allem durch Elektonik gepr\u00e4gt zu sein. Immerhin erfordert der H\u00f6rgenu\u00df von Fat Boy Slim ein CD-Abspielger\u00e4t, denn tats\u00e4chlich besitze ich dieses Album nicht in Form einer Schallplatte, sondern als Compact Disk. Audiophile Hardliner m\u00f6gen nun einwenden, da\u00df digitale Tontr\u00e4ger Kl\u00e4nge nur unzureichend wiederzugeben imstande sind. Es m\u00f6gen meine Ohren vielleicht zu wenig geschult sein, um die Vorz\u00fcge einer Schallplatte gegen\u00fcber einer CD zu erlauschen. Aber der einzig bemerkenswerte Unterschied besteht f\u00fcr mich darin, da\u00df Schallplatten knistern, was zwar ertr\u00e4glich ist, aber auch keinen musikalischen Mehrwert darstellt.<\/p>\n<p>Ein besonders anschauliches Beispiel f\u00fcr den Triumpf der Elektronik zu Lasten der Chemie ist die Digitalkamerea. Wo fr\u00fcher noch mit Aufnahmen gegeizt wurde f\u00fcr die mit allerlei giftigen Fl\u00fcssigkeiten in einem Labor herumgepritschelt werden musste, knipst man heute einfach ebenso unbeschwert wie umweltfreundlich darauf los. Statt die Bilder umst\u00e4ndlich mit Chemieerzeugnissen in ein Fotoalbum zu kleben, zeigt man sie heute einfach im Internet herum.<\/p>\n<p>Chemie stinkt ja oft. elektronische Ger\u00e4te riechen zwar auch nicht sch\u00f6n, aber l\u00e4ngst nicht so stark, au\u00dfer es schmort mal etwas durch. Dann entweicht dem Apparat die ihm innewohnende ganz erb\u00e4rmlich stinkende Chemie. Es ist aber nicht so, da\u00df funktionierende Elektroartikel nur ein Ausbund der Annehmlichkeit w\u00e4re. Die h\u00e4ssliche Seite der oft ja ganz h\u00fcbsch gestalteten Maschinchen h\u00e4ngt am anderen Ende des Kabels in Form eines Steckernetzteils. Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, da\u00df diese Anh\u00e4ngsel schwarz zu sein haben. Vielleicht damit man sie in wei\u00dfen Steckdosen besser wiederfindet. Bei Computern war es fr\u00fcher so, da\u00df sie unbedingt beige oder grau sein mussten. Ein Steckernetzteil in beige oder grau w\u00e4re aber auch nicht besser als ein schwarzes. Wenn die vielen Ger\u00e4te die ein Mensch so hat f\u00fcr das was da aus der Steckdose herauskommt gar nicht geeignet sind, ist vielleicht die Steckdose selbst nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. In eine normale Steckdosenleiste passen ja auch keine zwei Netzteile nebeneinander. Schon deswegen ist das Steckernetzteil zweifellos eine der abscheulichsten Erfindungen der Moderne. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Better living through chemistry&#8220;, hei\u00dft eine Schallplatte der Musikgruppe &#8222;Fat Boy Slim&#8220;, die zu h\u00f6ren mir schon \u00f6fter Vergn\u00fcgen bereitete. Ich m\u00f6chte gar nicht abstreiten, da\u00df Chemie mein Leben verbessert. 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