{"id":168,"date":"2005-11-22T03:51:04","date_gmt":"2005-11-22T02:51:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fellowpassenger.de\/archives\/168"},"modified":"2005-11-22T03:51:04","modified_gmt":"2005-11-22T02:51:04","slug":"wunschkonzert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fellowpassenger.de\/?p=168","title":{"rendered":"Wunschkonzert"},"content":{"rendered":"<p>Internetradio fand ich immer etwas r\u00fcckschrittlich, weil es ein lineares Medium ohne Interaktionsm\u00f6glichkeit ist, wie eben Radio. Vor einigen Jahren ging dann <a href=\"http:\/\/last.fm\/\">last.fm<\/a> online, ein Internetradio, bei dem das Programm sich im Lauf der Zeit dem pers\u00f6nlichen Geschmack des H\u00f6rers anpa\u00dfte. Dazu mu\u00df er nur die gespielten Titel bewerten. Dabei wertet last.fm \u00c4hnlichkeiten im Geschmack der H\u00f6rer aus.<\/p>\n<p>Wie gerade im <a href=\"http:\/\/cdhd.twoday.net\/\">Club der halbtoten Dichter<\/a> zu lesen war, bietet <a href=\"http:\/\/pandora.com\">Pandora<\/a> einen neuen Ansatz. Nach eigenen Angaben haben sie das &#8222;Genom der Musik&#8220; entschl\u00fcsselt, was wohl nichts anderes hei\u00dfen soll, als da\u00df sie die etwa 300.000 Titel von 10.000 K\u00fcnstlern anhand einer ziemlich umfangreichen Liste an Kriterien bewertet haben.<\/p>\n<p>Einen kleinen Einblick nach welchen Kriterien Pandora bestimmte Titel zu spielen f\u00fcr angebracht h\u00e4lt, bekommt man durch einen Klick auf die Frage &#8222;Warum haben Sie dieses Lied gespielt?&#8220;. Da steht dann zum Beispiel, &#8222;Nachdem, was Sie uns bisher mitgeteilt haben, spielen wir diesen Titel, weil er eine weiche Gesangsstimme, leichte rhythmische Synkopierung, eine Mischung aus akustischer und elektrischer Instrumentierung und viele andere \u00c4hnlichkeiten aufweist, die im Music Genome Project erfa\u00dft sind.&#8220;<\/p>\n<p>Um den Einstieg zu finden, braucht man nichts weiter zu tun, als den Namen eines Liedes oder Interpreten einzugeben, der einem besonders gut gef\u00e4llt und schon wird man angenehm mit \u00e4hnlichen T\u00f6nen umschmeichelt. Gef\u00e4llt einem der gerade gespielte Titel nicht, kann man ihn \u00e4hnlich wie bei last.fm aussortieren.<\/p>\n<p>Damit man auch in anderen Stimmungslagen stets das richtige auf die Ohren bekommt, kann man im kostenlosen Angebot von Pandora bis zu 100 verschiedene &#8222;Radiosender&#8220; anlegen. Pandora k\u00fcndigt an, diese kostenlose Variante demn\u00e4chst mit Werbung zu versehen. Ob der H\u00f6rgenu\u00df k\u00fcnftig von Webespots unterbrochen wird oder nur Anzeigen auf der Seite eingeblendet werden, w\u00e4hrend die die Musik weiterspielt, ist nicht ersichtlich.<\/p>\n<p>Das Angebot ist aus lizenzrechtlichen Gr\u00fcnden bislang eigentlich auf die USA beschr\u00e4nkt. Dennoch hat Pandora sich aber weder an der Liechtensteiner E-Mail-Adresse, noch an der deutschen IP-Adresse gest\u00f6rt, die f\u00fcr diesen Test verwendet wurde.<\/p>\n<p>Man kann nur hoffen, da\u00df Pandoras Gesch\u00e4ftsmodell aufgehen wird, denn dieses Web-Angebot ist ausgesprochen kurzweilig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Internetradio fand ich immer etwas r\u00fcckschrittlich, weil es ein lineares Medium ohne Interaktionsm\u00f6glichkeit ist, wie eben Radio. Vor einigen Jahren ging dann last.fm online, ein Internetradio, bei dem das Programm sich im Lauf der Zeit dem pers\u00f6nlichen Geschmack des H\u00f6rers anpa\u00dfte. 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