{"id":521,"date":"2008-05-15T17:05:20","date_gmt":"2008-05-15T15:05:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fellowpassenger.de\/2008\/05\/15\/sms-20-beta-aka-twitter\/"},"modified":"2008-05-15T17:05:20","modified_gmt":"2008-05-15T15:05:20","slug":"sms-20-beta-aka-twitter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fellowpassenger.de\/?p=521","title":{"rendered":"SMS 2.0 beta aka Twitter"},"content":{"rendered":"<p>Sie ahnen vielleicht bereits wegen des Titels, da\u00df Sie hier nicht auf gl\u00fchende Anh\u00e4nger des Kurznachrichtendienstes besser bekannt als Short Message Service (SMS), sto\u00dfen werden.<br \/>\nWarum sollte man f\u00fcr unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viel Geld, mehrere bis zur Unkenntlichkeit entstellte Satzstummel hin und her schicken, die man m\u00fchselig auf einer Minitastatur mit drei- bis vierfach belegten Tasten zusammenst\u00f6pseln mu\u00df, wenn man doch in einer einzigen Minute Gespr\u00e4ch sogar ungleich komplexere Sachverhalte ohne weiteres ersch\u00f6pfend er\u00f6rtern kann?<\/p>\n<p>Bei genauerer Untersuchung hat sich sogar herausgestellt, da\u00df die Apparate zur \u00dcbermittlung von Buchstaben bereits eine zus\u00e4tzliche Funktion eingebaut haben, mit der man mit dem gew\u00fcnschten Adressaten einfach sprechen kann, als s\u00e4\u00dfe man ihm gegen\u00fcber. Diese technische Sensation birgt ein gewaltiges Potential. Wenn sich das eines Tages durchsetzt wird das unsere Gesellschaft sicher ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/frieling.blog.de\/2008\/05\/12\/twitter-im-gewitter\">Als der letzte Schrei, oder wie man auf Neudeutsch sagt, the next big thing,\u00a0 scheint sich Twitter abzuzeichnen<\/a>. Die Idee: Man nimmt ein Medium mit dem sich vollst\u00e4ndige S\u00e4tze, Bilder, Tonaufnahmen, und sogar Filme \u00fcbermitteln lassen und begrenzt es auf 140 Buchstaben. Das klingt auf den ersten Blick reichlich schwachsinnig. Auf den zweiten Blick wirkt es allerdings anders. V\u00f6llig schwachsinnig, n\u00e4mlich.<\/p>\n<p>Trotzdem mu\u00df man ohne Neid anerkennen, da\u00df die Idee von Twitter hervorragend ist. SMS ist m\u00fchevoll, beschr\u00e4nkt und nach allen praktischen Erw\u00e4gungen nichts als Quatsch, f\u00fcr den Besitzer von Reisefernsprechern aber trotzdem bereit sind, ein Verm\u00f6gen auszugeben und die Anbieter praktisch nichts kostet. Twitter ist genauso, nur billiger f\u00fcr den Anwender. Das mu\u00df ein Erfolg werden. So d\u00fcrfte zumindest das Kalk\u00fcl der Erfinder von Twitter gewesen sein. Wie es scheint liegen sie damit richtig. Der moderne Netznomade liebt es, Halbs\u00e4tze zu verbreiten und kann es so endlich auf die &#8222;technischen Beschr\u00e4nkungen&#8220;\u00a0 schieben, wenn es seinen Absonderungen an Substanz mangelt.<\/p>\n<p>Zudem ist Twitter in aller Munde. Herr Gugel <a href=\"http:\/\/www.google.de\/search?hl=de&amp;q=twitter&amp;meta=\">berichtet fast 30 Millionen Erw\u00e4hnungen<\/a> dieses Begriffs. Sp\u00e4testens der Umstand, <a href=\"http:\/\/www.spreeblick.com\/2008\/03\/14\/twitter-spam\/\">da\u00df die Spam-Industrie diesen, nennen wir es Dienst, f\u00fcr sich entdeckt hat<\/a>, ist ein sicherer Hinweis auf ein Erfolgsmodell.<\/p>\n<p>Unsere Einsch\u00e4tzung in Twitter-tauglicher Kurzform: Sic transit gloria mundi!<\/p>\n<p>Ausf\u00fchrlicher res\u00fcmieren wir: Mit einer richtigen Tastatur lie\u00dfen sich SMS auch leichter schreiben. Der n\u00e4chste Dotcom Milliard\u00e4r wird aber wom\u00f6glich, wer Computer mit Tastaturen auf den Markt bringt, die nur 12 statt 105 Tasten\u00a0 haben. Dann mu\u00df niemand mehr so lange Texte wie diesen lesen, weil sie erst gar nicht mehr geschrieben werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie ahnen vielleicht bereits wegen des Titels, da\u00df Sie hier nicht auf gl\u00fchende Anh\u00e4nger des Kurznachrichtendienstes besser bekannt als Short Message Service (SMS), sto\u00dfen werden. 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