{"id":758,"date":"2008-09-03T21:59:16","date_gmt":"2008-09-03T19:59:16","guid":{"rendered":"http:\/\/fellowpassenger.de\/?p=758"},"modified":"2008-09-03T21:59:16","modified_gmt":"2008-09-03T19:59:16","slug":"chrome-herrn-gugels-eigener-hochglanz-browser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fellowpassenger.de\/?p=758","title":{"rendered":"Chrome: Herrn Gugels eigener Hochglanz-Browser"},"content":{"rendered":"<p>Das Konzept des neuen Web-Browsers von Herrn Gugel [1] klingt eigentlich ganz vern\u00fcnftig. Jeden Tab in eine eigene Virtuelle Maschine zu stopfen, damit nicht das ganze Programm abst\u00fcrzt, sobald eine einzelne Seite sich daneben benimmt, w\u00e4re eine sch\u00f6ne Sache. Leider funktioniert sie nicht, wie sich unmittelbar zeigt, wenn man in die omnipotente Adressleiste zum Beispiel<\/p>\n<p>rumms:%<\/p>\n<p>eintippt. Dann st\u00fcrzt Herrn Gugels gesamtes Wunderwerk n\u00e4mlich sofort ab [2]. Soviel zur vollmundig angek\u00fcndigten Betriebssicherheit.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n ist auch, der Inkognito-Modus. Der sorgt n\u00e4mlich daf\u00fcr, da\u00df beim schlie\u00dfen eines Tabs auch die zugeh\u00f6rigen Cookies gel\u00f6scht und die Session beendet werden. Das habe ich mir bei Firefox schon lange gew\u00fcnscht. Weniger sch\u00f6n ist, da\u00df man weder im Inkognito- noch im Promiskuitiv-Modus festlegen kann, da\u00df nur bestimmte Seiten dauerhafte Cookies placieren d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Die Suchvorschl\u00e4ge w\u00e4hrend des Tippens in der Adresszeile sind nett. Leider wird dabei jeder einzelne Tastendruck an Herrn Gugel geschickt [3]. Nachdem jede Installation von Chrome eine eindeutige Seriennummer [4] hat und diese auch an Herrn Gugel \u00fcbermittelt, wei\u00df er genau, wer wann was wie schnell tippt. Wer sich mit Chrome auf einen passwortgesch\u00fctzten FTP-Server verbinden m\u00f6chte, teilt Herrn Gugel dabei zwangsl\u00e4ufig das Passwort mit [5].<\/p>\n<p>Was das Konzept da \u00fcber Plug-In-Module enth\u00e4lt, habe ich nicht ganz begriffen. Es h\u00f6rt sich aber so an, als w\u00fcrde die Stabilit\u00e4t durch Plugins ad absurdum gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die vielseits gelobte, h\u00f6here Geschwindigkeit, gegen\u00fcber anderen Browsern, macht sich \u00fcbrigens nur bei Seiten bemerkbar, die reichlich JavaScript enthalten. Wenn Sie es selbst an zwei Extrembeispielen ausprobieren m\u00f6chten, vergleichen Sie Ihren Browser mit Chrome mal anhand der Seiten <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?css=henryk.css\">blog.fefe.de<\/a> und <a href=\"http:\/\/spreeblick.com\">spreeblick.com<\/a>.<\/p>\n<p>Es ist klar, da\u00df heute noch keine Plugins f\u00fcr Chrome existieren. Daf\u00fcr ist der Browser noch zu neu. <span style=\"text-decoration: line-through;\">Ohne Java-Plugin ist er aber einfach nicht praxistauglich<\/span>. F\u00fcr viele Anwender von Firefox d\u00fcrfte Chrome ohne Adblock-Plugin kaum eine Alternative sein.<\/p>\n<p>Gut, das der Quelltext des Browsers angeblich offenliegt [5]. Vielleicht finden sich so Entwickler, die daraus ein robustes Produkt machen m\u00f6chten das die Privatsph\u00e4re der Anwender h\u00f6her h\u00e4ngt, als die Werbeeinahmen von Herrn Gugel.<\/p>\n<p>[1] Das <a href=\"http:\/\/www.google.com\/googlebooks\/chrome\/\">Konzept von Chrome als Comic<\/a> (Herr Gugel, google.com)<br \/>\n[2] Proof of Concept mit Erkl\u00e4rung und Beispiel: http:\/\/evilfingers.com\/advisory\/google_chrome_poc.php<br \/>\n[3] <a href=\"http:\/\/synflood.at\/blog\/index.php?\/archives\/759-Google-Chrome-alles,-was-man-in-die-Adressleiste-eintippt,-wandert-an-Google.html\">AK&#8217;s weblog \u00fcber Chromes Mitteilsamkeit<br \/>\n<\/a>[4] <a href=\"http:\/\/www.pro-linux.de\/news\/2008\/13139.html\">Pro-Linux \u00fcber die Chrome-ID<br \/>\n<\/a>[5] &#8222;<a href=\"http:\/\/www.innovativ-in.de\/blog\/2008\/09\/03\/der-google-chrome-hype-risiken-und-nebenwirkungen\/\">Der Google-Chrome Hype! Risiken und Nebenwirkungen.<\/a>&#8220; (Lutz Falkenberg, innovativ-in.de)<br \/>\n[6]\u00a0<a href=\"http:\/\/www.datenschutzbeauftragter-online.de\/google-chrome-ist-kein-open-source-projekt\/\">&#8222;Google-Chrome ist (kein) Open Source\u00a0 Projekt&#8220;<\/a> (Datenschutz-Blog)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Konzept des neuen Web-Browsers von Herrn Gugel [1] klingt eigentlich ganz vern\u00fcnftig. Jeden Tab in eine eigene Virtuelle Maschine zu stopfen, damit nicht das ganze Programm abst\u00fcrzt, sobald eine einzelne Seite sich daneben benimmt, w\u00e4re eine sch\u00f6ne Sache. 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