Tag: 24. Juli 2008

  • Fans von Barack Obama aufgepasst!

    Helfen Sie mit, damit endlich auch mal ein Neger, wie zum Beispiel Senator Barack Obama die USA regieren darf. So darf man Herrn Obama natürlich nicht nennen, weil „Senator“ politisch inkorrekt ist. Schließlich würde man Obamas Amtskollegin Merkel auch nicht als „Frau“ bezeichnen, sondern politisch korrekt, als Brustbehafteten Kanzlermenschen. Unsere These, das McCain der nächste US-Häuptling wird, weil die Rednecks keine hautfarblich benachteiligten Christenmenschen, wie beispielsweise Obama, wählen, wird sich zwar bewahrheiten, darf man aber so, schon wegen Barack Obama, einfach nicht sagen.

    Trotzdem ist es nicht zu spät für Senator Obama, Präsident Obama zu werden. Barack Obama kann die Wahl gewinnen, wenn Sie Obama helfen. Das ist ganz einfach: Schreiben Sie über Barack Obama, erwähnen Sie dabei möglichst oft (immer schön fettgedruckt) seinen Nachnamen (Obama) und weisen auf den Artikel der „Titanic“ über Barack Obama hin. Zum Beispiel so:

    „… Berlin,  … Senator Barack Obama, … Meinungsfreiheit, … Obama, … keine Schilder, … Wachdienst von Obama, Transparente … Obama hat so das Hausrecht. … Obama dennoch die Todesstrafe … Lesen Sie auch in der Titanic über Obama, … Maulwurf … Fellow Passenger von Obama …“

    Längst nicht wahlentscheidend aber immerhin gewürdigt wurde Senator Barack Obama unter anderem hier:

    Wir wollen ja nicht, daß nochmal eine Wahl im Osten in den USA entschieden wird. Bitte geben Sie sich etwas mehr Mühe, mein Damen und Herren!

    [Update]

    Obama jetzt auch hier:

  • Obama in der Titanic

    Senator Barack Obama ist nicht nur in Berlin, sondern auch in der Titanic. Die schreibt über Obama alles mögliche und setzt Obama dabei immer fett. Vielleicht möchte sie, daß Obama bei einer Suche nach Obama nicht die eigene Seite von Präsidentschaftskandidat Obama an erster Stelle steht, sondern der eigene Newsticker, in dem immerhin auch über Obama berichtet wird. Vielleicht ist es auch nur ein Hinweis, daß Obama zur Zeit fast überall steht und man Artikel über Obama eigentlich bald nicht mehr sehen kann. Bei einem solchen Scherz über Obama, helfen wir natürlich gerne mit. Der arme Mann (Obama) erhält sowieso viel zu wenig Beachtung in den Medien, selbst wenn sie voll von Berichten über Barak Obama und die  Kandidatur von Obama sind.

  • Postdemokratische Bedeutungslosigkeit

    Als die Regierung noch einigermaßen handlungsfähig war, hat sie das Dosenpfand eingeführt und auch die Rechtschreibreform beschlossen. Inzwischen lebt unter der großen Koalition die „gewachsene Bedeutung der Bundesrepublik Deutschland“ davon, ihre Freiheit am Hindukusch zu verteidigen und paranoide Wahnvorstellungen von „abstrakten Bedrohungslagen“ in Gesetze zu gießen, die vom Bundesverfassungsgericht alsbald für nichtig erklärt werden.

    Da innerhalb der Europäischen Union praktisch alle Hemmisse für freien Handel längst aus dem Weg geräumt sind, suchen die Potentaten aus Brüssel neue Betätigungsfelder, sonst würden sie schließlich überflüssig und müsste auf außerordentlich gut bezahlte Posten verzichten. Ihre neuen Aufgaben sehen sie zum Beispiel in einer gemeinsamen Außenpolitik, die unter anderem durch militärische  Aufrüstung geprägt sein soll. In einer Zeit immerhin, in der Deutschland eigentlich leicht dem Beispiel Liechtensteins folgen könnte, daß sein Militär schon 1868 aus Kostengründen abgeschafft hat.

    Die vierte Macht im Staat, wie man die Presse einst voller Ehrfurcht zu bezeichnen pflegte, hat ihren ehemals kritischen Blick gegen die Wirtschaftsinteressen vermeintlicher Gönner eingetauscht. Die Seiten werden mit preiswert erhältlichen Boulevard-Inhalten gefüllt, auf kostpielige Hintergrundberichte und entlarvende Recherchen wird immer öfter verzichtet. Mangels relevanter Inhalte sinken die Auflagen und man hofft auf ein florierendes Online-Geschäft. Allerdings zeichnen sich die eigens dafür generierten Inhalte durch noch weniger Relevanz aus. Mit Quizfragen, end- und sinnlosen Bildstrecken und Spielen frisieren die Medienhäuser die Zahlen über ihre Online-Reichweite, um höhere Anzeigenpreise zu erzielen. Die journalistischen Höhepunkte der Online-Angebote bestehen praktisch nur aus der Zweitverwertung der Inhalte aus den Papierausgaben.

    Alle diese Institutionen haben eines gemein: Sie fürchten das Internet als einen Ort, an dem jeder mit geringem technischen Aufwand selbst mitreden kann.

    Der Deutsche Innenminister möchte möglichst nicht nur jeden Mausklick der Nation archivieren, sondern das Netz gleich als Direktleitung in die Schlafgemächer jedes Bürgers verwendet wissen.

    Die Europäische Union müht sich wiederholt, das Fernmeldegeheimnis durch eine technisch nicht praktikable, aber dafür umfassende Zensurpolitik zu ersetzen, die vorwiegend von Emissären der Film- und Musikindustrie entworfen wurde.

    Der „Spiegel“, einst als „Sturmgeschütz der Demokratie“ geschätzt und gefürchtet, betreibt inzwischen argumentativ schwach unterfütterte Grabenkämpfe gegen das langsam wachsende politsche Blogwesen in Deutschland. Durchaus nicht frei von Polemik, aber reich an stichhaltigen Argumenten antworten Blogs wie „Spiegelfechter“ und „Indiskretion Ehrensache„.

    Schön, daß sich immerhin das deutsche Blogwesen im Aufwind befindet.