Sozialistische Medienvielfalt im Netz
von Fellow Passenger
Eine goldene Regel des Journalismus sagt, ehe man einer Nachricht glauben darf, muß man sich zuerst aus verschiedenen Quellen darüber informieren. Dank Internet ist das heute einfacher denn je. Ein Recherchebeispiel in drei Bildern:
Man fragt sich warum die Papierzeitungen immernoch bei “Bild” abschreiben. Das ist doch völlig ineffizient.




27. Februar 2009 um 20:01 Uhr
Das ist der Kapitalismus, Herr Fellow Passenger. Die drei Seiten sind doch alles Angebote eines Unternehmens. Das ist wie mit den Waschmitteln im Supermarkt. Da haben Sie im Grunde auch nur ein Oligopol weniger Anbieter aber dafür hunderte verschiedene Marken. Der uninformierte Verbraucher denkt dann “Oh, tolle Vielfalt. Deshalb liebe ich den Kapitalismus, im Sozialismus gibt’s das nicht.”
So ähnlich ist das auch mit den Medien. Da bekommt man auch nur Waschzettel wie oben.
Google-News wäre für Ihre Argumentation das bessere Beispiel, um z.B. zu zeigen, wie eine Agenturmeldung die Runde macht und vom St. Pöltener Anzeiger bis zum Tageblatt von Posemuckel alle die gleiche Agenturmeldung übernehmen, obwohl diese Blättchen noch unterschiedliche Eigentümer haben.
27. Februar 2009 um 21:47 Uhr
Dieser Herr Kapitalismus scheint mir ein ziemliches Schlitzohr zu sein, mein lieber Herr Zaf. Käme er demnächst in Bedrängnis, nähme es mich nicht Wunder.
2. März 2009 um 18:07 Uhr
ein superfoto, im übrigen. bedeutungsschwanger wie der name des airlines für den deutschsprachigen raum fast das wort “tückish” ergibt. feinste typographiische visualisierung nach den regeln herrn stankowskys. (ein kapitalist mit integrität!) themenauswahl finde ich ebenfalls inhaltlich hervorragend: “denver klan”- ein fantastischer zeitzeuge des reaganomics: grosse emotionen, grosse ohrclips, grosse scheisse.
3. März 2009 um 3:21 Uhr
Das müssen sie sein, die großen Reportagen, exklusive Interviews und investigativer Journalismus, von denen man in letzter Zeit so viel hört, mein lieber Herr Kubelick.
8. März 2009 um 19:42 Uhr
Diese unipolare – um nicht zu sagen: total totalitäre – Kommunikationsherrschaft, auf die mir jene geflissentlich zusammengetragenen, selbst-identischen und daher objektiv pseudo-vielfältigen Injekte in den Bewusstseinskreislauf hinzudeuten scheinen … welche mir, mithin, ziemlich genau während der letzten 20 Jahre etabliert bzw. aus der gesunderen Vielfalt mannigfaltigen Ansichtswettstreits herausgebremst worden zu sein scheint -
ja gottverdammich, ist das nicht gar der Endsieg, frag ich mich da ehrlich lapidar so manches Mal in letzter Zeit?
13. März 2009 um 0:55 Uhr
Des heißt man doch heutzutage Sündikeischn’n. Und da is des Wort Synde ja scho drin.
bussi.
8. Juni 2009 um 23:51 Uhr
wobei das jetzt jedesmal derselbe laden ist (united internet) – da würde ich auch nicht für jedes portal eine eigene redaktion beschäftigen, nachrichten sind schließlich nicht deren eigentliches produkt.
9. Juni 2009 um 0:06 Uhr
Das leuchtet leider ein, Herr oder Frau Tappex. Nachrichten sind nicht das eigentliche Produkt von Zeitungen, also lassen sie alle den Platz zwischen den Anzeigen vom selben Anbieter befüllen, der eben der billigste ist.
9. Juni 2009 um 0:18 Uhr
United Internet ist kein Zeitungsverlag, sondern ein Internetdienstanbieter (Suchmaschine/E-Mail/Webmail/Internetprovider…). Die News sind lediglich Zusatzangebote. Bei der Welt bzw Bild sind die Nachrichten das Kernprodukt. Ich finde nicht, dass man Springer und United Internet in der Problematik 1:1 vergleichen kann.