Kühlung als Marketingtrick

Sie sieht genauso aus wie frische Milch, aber sie hält sich Monate lang. Man muß sie zudem nicht im Kühlschrank aufbewahren, zumindest, solange die Verpackung noch nicht geöffnet ist. Doch Sie hat einen schwerwiegenden Nachteil: Sie schmeckt entsetzlich nach abgekochter Milch. Genau das ist sie auch, die H-Milch.

Dieses Gebräu entsteht aus Milch, die auf 135° C erhitzt und wieder abgekühlt wird. Dieser Prozess wird schnell durchgeführt, damit nicht alle Vitamine verloren gehen. Diese Sauce aus Molke und darin schwimmendem geronnenem Eiweißbrocken wird dann ordentlich durchgequirlt, damit daraus wieder eine homogene Flüssigkeit entsteht, die nicht besser schmeckt, als es von denaturierten Proteinen zu erwarten ist.

Was aber hat diese Konserve neuerdings in den Kühlregalen der Supermärkte verloren? Immer mehr Milchtüten verschiedenster bekanner Marken, tragen auf einmal zusätzlich den harmlos klingenden Hinweis „besonders lange halbar“. Obwohl als Frischmilch angeboten, ist der Inhalt ganz offensichtlich H-Milch, was am Geschmack eindeutig zu erkennen ist. An Frechheit kaum zu überbieten ist der Aufdruck eines Herstellers, der sich nicht entblödet zu behaupten, seine H-Milch bliebe „besonders lange frisch“.

Darf ich demnächst erwarten, Fleisch und Gemüse nur noch „frisch“ gekocht im Kühregal zu finden?

14 Antworten auf „Kühlung als Marketingtrick“

  1. Auch in Anlehnung an die E-Mail: Um welche Milchsorten (Marke, Hersteller) handelt es sich dabei?
    Es gibt seit einigen Jahren Milch, die als „längerfrische“ im Kühlregal steht und nicht nur fünf Tage, sondern rund zwei Wochen bis zum Haltbarkeitsdatum hat. Zu dieser längerfrischen kann ich genaue Informationen zum Herstellungsprozess liefern.
    Alle anderen Produkte sagen mir wirklich gar nichts. Da bräuchte ich genauere Infos um den Sachverhalt zu klären. Auch gerne wieder per E-Mail.

  2. .und ich habe gehört, die chinesen haben ein ganz anderen körper geruch als die europäer, weil sie fast keine milchprodukte zu sich nehmen.

  3. mister bazi,

    pfui.

    herr zen…
    verraten sie es uns! weiss nicht, es gab mal meldungen, dass die weiblichen kinder (es wurde erlassen nicht mehr als 2 kinder dürften sie zeugen) dem see übergeben worden sind, um die stattliche strafe zu entgehen. das tut man auch mit katzen. bin ich auf dem richtigen weg?

  4. mister corner,

    soll ich daraus schlußfolgern, dass der fehlender gen dafür sorgt, dass sie anders riechen? oder, das der fehlende gen dafür sorgt, dass die milchprodukte anders verwertet werden?

  5. Herr Kubelick,
    das mit den Katzen war nur eine Frage auf die Bemerkung von Herrn Neo-Bazi, der sprach doch von Katzen (Muschis). Das sollte keine Rätselfrage sein. Ich nehme aber mal an, je nach Provinz werden die Katzen einfach gegessen. Warum auch nicht? Wenn man eh totes Tier isst, dann sehe ich keinen Unterschied zwischen Kuh, Schwein, Hund, Katze, Maus, Ratte etc.

    Herr FP, ich dachte, in Eselsmilch badet man nur. Sie trinken die also auch? Oder stattdessen? Oder beim Baden?

  6. Daß die fernöstlichen Katzen sich querlegen, wenn sie sich mit H-Milch aus dem Kühlregal konfrontiert sehen, ist ja nicht überraschend, Herr Neo-Bazi.

    Sie Herr Z. usw. haben mich eiskalt erwischt. Den Geschmack von Eselsmilch kenne ich ja nur andeutungsweise durch den Duft der zarten Haut einiger meiner Gespielinnen, die regelmäßig in Eselsmilch zu baden pflegen. Nach H-Milch, oder wie das Zeug heißt, schmecken die aber nicht.

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