Alle sind Sieger

Die SPD hat die Wahl gewonnen, strahlt Gerhard, der Kanzler bleiben will. Angela will auch Kanzler sein, weil die Union die Wahl gewonnen hat, sagt sie. Dabei zieht sie ein ganz schön beleidigtes Gesicht. Genauso wie ihr Kumpel Edmund der eigentlich auch mal Kanzler sein mag. Im Gegensatz zu Gerhard weiß sie, daß sie und er am meisten von allen Parteien verloren haben. Zusammen 7,5 Prozent der Leute, die sie früher noch mochten.

Die FDP hat auch gewonnen, weil sie endlich mal wieder fast im zweistelligen Bereich liegt. Guido will aber diesmal nicht der Kanzler sein. Und keiner will mit Oskar und Gregor spielen, obwohl die noch viel mehr gewonnen haben als alle anderen.

Damit man regieren darf, muss man mindestens die Hälfte aller Stimmen bekommen haben. Wenn eine Partei das nicht alleine schafft, muß sich sich mit einer anderen zusammentun. Oder mehreren. So eine kriminelle Vereinigung heißt Koalition. Weil sich alle gegenseitig aber nicht leiden können, wird das diesmal ganz schön schwierig. Die SPD mit der Union will Gerhard nicht. Die SPD mit den Grünen und der FDP will der Guido nicht. Die Union mit der FDP und den Grünen auch nicht.

4 Antworten auf „Alle sind Sieger“

  1. juicy rationalizations.
    danach klingt der ganze schmonz. oder die paralympics (hier bleibt keiner randgruppe von spot verschonnt): da sind auch aller sieger. nicht nur die besten auch die nicht so die besten sind auch die besten.
    ich vermute, die ganze nation schaut nach osten, nach dresden und knabbert alle fingernegel ab: dresden wird die florida von deutschland, nur etwas kleiner aber genauso schwarz. es ist nicht so warm in dresden und es liegen keine krokodile auf der strasse, ich vermute nur schäferhund kod. aber bitte. hier wird alles entschieden. wer nun wirklich der beste sieger ist.

    was das klar? war das voraus zu sehen? was sagt uns das?
    sagt es uns: gerd, du bist sympatisch aber everybody’s depp? und angie, BILD DIR DEINE MEINUNG?
    gen-food und benzinwut. alles egal: fakt ist, dass es fast unmöglich ist, einen von bäcker selbst gebackenen semmel mehr zu erwerberben. gen-ärisch wird das mehl vorgefertigt in grossanlagen, nix idylle, und dann an den bäcker meiner wahl verkauft. der spuckt dann einmal rein und macht den teig. das ist der einzige unterschied von müller zu mayer.

    guten abend, gentlefolk.

  2. Bin mal gespannt, ob Gerd und/oder Angie durch diese Geschichte ihre Karriere beenden müssen. Zumindest die SPD-Wähler hätten wissen können, das sie eigentlich Steinbrück wählen. Die zweite Geige wird Schröder nämlich nicht spielen wollen.

  3. Deutschlands Florida, mein lieber Herr Kubelick,

    wird Dresden wohl nicht. Das die Presse diese Auffassung unterstützt, zeigt nur daß die Journalisten nicht rechnen können. Selbst wenn alle 219000 ihr Kreuz an die selbe Stelle setzten, würde sich das Wahlergebnis maximal um ein halbes Prozent verschieben. Dresden ist für die Wahl so entscheidend, wie das von Ihnen erwähnte Schäferhundehäufchen.

    Wirklich wissen, Herr Jay,

    konnten die SPD-Wähler das nicht. Wären sie zahlreicher an den Urnen erschienen, hätten sie Schröder im Amt bestätigt. Aber Sie haben recht, entweder er oder das Merkel wird das Handtuch werfen.

    Dieses Affentheater ist symptomatisch für die deutsche Politik. Sie schaffen es nicht einmal eine Regierung zu bilden. Wozu auch? Rechtschreibreform und Dosenpfand gibt es ja schon.

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