14 Antworten auf „Radio Passenger I“

  1. Nahezu professionell, nur noch eine ganz kleine Stelle klingt nach Schulmädchenbetonung, fällt aber nicht ins Gewicht. Mikrophonstimme voll O.K., auch die Aufnahmequalität. Würde an Ihrer Stelle weitermachen.

  2. Die Frage, ob wir weitersenden, stellt sich nach dem rasenden Erfolg der Nullnummer gar nicht mehr, mein bester Herr Neo-Bazi.

    Stets bin ich natürlich um Verbesserungen bemüht. Nennen Sie bitte die Stelle, die Ihrer Ansicht nach verbesserungswürdig ist. 38 weitere unsaubere Stellen kenne ich bereits, stelle aber mit Überraschung fest, daß sie offenbar nicht weiter auffallen.

  3. Ich habe mir das Ding gerade noch zweimal reingezogen (unter genauer Beobachtung der WinAmp – Uhr natürlich), aber ich finde die Stelle nicht mehr. Es kann also wirklich nur eine winzige Kleinigkeit gewesen sein.

    Die Stimme klingt jung und angenehm. Ganz allgemein könnten Sie sich vielleicht an ein paar Stellen mehr Zeit lassen, andererseits ist das Thema aber (besonders für das Kind) ungeheuer spannend und die Eile durchaus angebracht.

    Das Thema ist für eine Lesung auch besser geeignet als jenes von Radio Null. Da habe ich immer irgendwie das Gstanzerl „Ein Wagen von der Linie 8“ hintergründig im Ohr

  4. Bester Herr Passenger, das ist ganz großes Kino, was Sie da abliefern. Wäre ich nicht so ein gnadenlos beschissener Vorleser, ich würde Ihnen glatt nacheifern. Da mir meine Grenzen aber sehr wohl bewusst sind, bleibt mir wahlweise nur der Verzicht oder der Rückgriff auf wohlklingende Sprecher wie Sie. Sofern Sie wieder einmal der Vorlesedrang überkommt, wäre es mir eine Ehre, wenn Sie mein bescheidenes dichterisches Werk zur Interpretation heranziehen würden, natürlich läge in einem solchen Fall die Auswahl ganz bei Ihnen.

  5. solch allianzen, meine herren, enstehen aus grundsätzlich egoistischen gründen: sie, mein guter mister good, locken somit die unzähligen jubeliraner des herrn maestros in dem sie seinen kunstwerken eine neue wahrnehmungsebene bescheren. und sie, maestro, in mehr als nur denkens und schreibens, erhöhen ihren ruhm und werden durch die auserwähnlung noch bejubelter und gelobter.

    wie wäscht eigentlich ein einhändiger die hand?
    das artikel mit der bäckerin finde ich besonders geeignet für eine vertonung.

  6. Lieber Fellow Passenger,

    wieder eine gute Wahl getroffen. Und eine gute Stimme haben Sie obendrein auch noch. Ich freue mich auf weitere Folgen.

    Aber es klingt – zumindest auf meinem Notebook – ein wenig blechern. Und der Vortrag könnte auch von mir aus weniger gehetzt sein.

    Liebe Grüße,
    Christoph

  7. Mein lieber Kubelick, weder der verehrte Herr Passenger noch ich selbst haben je einen Hehl daraus gemacht, dass wir das jeweilige Eigenwohl selten aus dem Blick verlieren. Das ist freilich nur die eine Ebene, die andere ist die aufrichtige Freude an der neuen Qualität, die ein Text bekommt, wenn ihn ein guter Vorleser intoniert.

    Dem Ende Ihrer Erwägungen sehe ich also gespannt entgegen, bester Herr Passenger — zudem liebe ich Überraschungen.

  8. maestro,
    gewiss liegt das eigene wohlergehen näher als das umgefallene fahrradl in paris. ich schpuke ebenfalls selten in meinen eigenen martini und die biberpelzdecke ziehe ich mir bis über die ohren. ich frolocke ebenso wie der rest der jubeliraner: die bäckerverkäuferin war für mich meine erste poodlebegegnung, und so fanfarös (lieblingswortschöpfung der woche)!

    mister christoph,
    sie gehen in der besten psychotherapeutischen manier vor: erst loben, dann kritisieren. nach meinen recherchen bedarf ein kritikpunkt des sechsfachen lobes um ein gleichgewicht wiederherzustellen. es wäre hier doch kein kunststück, weitere fünf lobenswerte punkte an mister good zu finden. besonderen lob, m.e. verdient doch die triste gestaltung des fachmagazins, meinen sie nicht. noch nicht genug gelobt würde auch das aktuelle fähnchen, also, die rekationsfahne…and many more, for he’s a jolly good fella.

  9. Solch schnödes Erfolgsdenken, mein lieber Herr Kubelick, liegt mir ja eher fern. Immerhin verfüge ich ja auch selbst über ein erkleckliches Repertoire an faszinierenden Erlebnissen, die den Hörern von Radio Passenger zu Unterhaltung und Bildung zugleich verhelfen könnnen.

    Neben dem Bildungsauftrag an sich, fällt dem Rundfunktreibenden jedoch auch die Verantwortung für Objektivität und Meinungsvielfalt anheim. Mithin ist es unausweichliche Pflicht, verschiedenste Sichtweisen darzustellen. Selbstverständlich können diese nicht alle aus meiner Feder stammen. Schließlich ist Radio Passenger kein dumpfes Propoagandaoragan, wie der Bayerische Rundfunk oder ein gehirnerweicheneder Dauerwerbesender wie NRJ.

    An der klanglichen Ausgestaltung, verehrter Herr Christoph, arbeite ich geradezu fieberhaft. Auch wenn zu diesem Punkt bereits überschwängliche Belobigungen geäußert wurden, ist mir sehr wohl bewußt, daß hier noch einiges im Argen liegt. Den infernalisch lärmenden Server habe ich bereits auslagern lassen. Sie werden das in der Ausgabe 2 sicherlich bemerken können. Zudem plane ich ein anderes Mikrophon einzusetzen, daß nicht nur deutlich weniger Störgeräusche aufnimmt, sondern auch erheblich wärmer klingt. Augenblicklich fehlt dazu schlicht noch ein bestimmtes Kabel. Ihrer Kritik an der Geschwindigkeit des Vortrages kann ich nur zustimmen. Ich neige zur Ungeduld, will aber künftig stärker darauf achten. Weisen Sie ruhig wieder darauf hin, wenn mir das nicht gelingt.

    Ganz recht, mein lieber Herr Poodle! Wir sind die besten, da besteht nicht der geringste Zweifel. Auch wenn unser beider oberstes Ziel ist, dem Verfall von Sitte und Moral Einhalt zu gebieten, muß uns ja deswegen nicht versagt bleiben, ein gerüttelt Maß an Lob und Aufmerksamkeit zu erhalten. Als Zeitgenössischer Dichter wird man ja heute ebenso unterschätzt wie als unabhängiger Enthüllungsjournalist. Da kann man jammern so viel man will. Besser man packt es an.

    Der Grundsatz manus manum lavat muß dafür nicht aufs neue bewiesen werden, Herr Kubelick. Es ist ferner nicht erforderlich, Herrn Christoph zur Abgabe von Lobesäußerungen zu ermahnen. Er hat sich bereits ausdrücklich als wohlwollender Zuhörer zu erkennen gegeben. Jubelpersertum ist zugegebenermaßen schmeichelhaft, aber doch im Grunde wenig hilfreich für Verbesserungen. Höfliche Kritik hingegen ist ein überaus rarer Segen.

  10. Lieber Fellow Passenger, ich mag wie Sie lesen.
    Nun können Sie für Ihre Stimme nichts, nur eine Vorenthaltung hätten ich Ihnen übelgenommen.
    Was auch immer Sie dazu bewogen hat uns akustisch an die Hand zu nehmen und mit all den unbekannten Bekannten eine leere Eckbank zu besetzen, ich mag die Geister.

  11. Da weiß ich jetzt nicht, mein bester Herr Ole, ob sie sich auf meine Ambitionen zur Verfeinerung der Aufnahmetechnik, meine moralisierende Erläuterung über den Bildungsauftrag, oder die Sendung an sich beziehen. Es freut mich auf jeden Fall, daß Sie voll des Lobes sind.

    Was meine Stimme betrifft, meine liebe Frau Vita, haben Sie allerdings recht. Die ist im Laufe meiner Pubertät ganz von selber so geworden. Daß sie gemeinhin nicht als abstoßend empfunden wird, war mir bekannt. Das meine bescheidenen Leseübungen solche Begeisterung auslösen würde, ahnte ich hingegen nicht. Da haben die von Ihnen genannten Geister offenbar gutes im Sinn.

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