Sensation: Wasser fließt abwärts!

Das Institut für Informatik der Universität Holland hat ein Computerprogramm namens Moodviews entwickelt, das die Stimmung der Menschen die Weblogs schreiben, messen soll. Anstelle von komplizierten Analysen der Texte, setzt das System auf Stimmungsmarken, wie sie einige Blogsysteme anbieten, wo die Autoren ihre jeweilige Stimmung auf einer Liste ankreuzen können.
Daraus lassen sich bahnbrechende Erkenntnisse gewinnen, wie etwa die, daß am Neujahrstag viele Menschen verkatert sind, oder die Mehrzahl der Menschen sich im Sommer wohler fühlt als im Winter.

Gespannt darf man sich vielleicht schon bald auf ein neues Instrument des Web 2.0 freuen, das gar enthüllt, daß man nass wird, wenn man sich in den Regen stellt.

5 Antworten auf „Sensation: Wasser fließt abwärts!“

  1. wie fein ist denn die justierung?
    traurig
    (a) niedergeschlagen
    (b) depressiv
    (c) melancholisch
    (d) blue
    (e) unglücklich
    (f) freudlos
    (g) trostlos
    (h) demprimiert
    (i) schwermütig
    (j) trübsinnig
    (k) pessimistisch/hoffnungslos/verzweifelt
    (l) entmutigt/mutlos
    (m) erschöpft
    (n) enttäuscht
    (o) lustlos
    (p) scheisse drauf
    (q) misgelaunt

    am neujahrstag, gepuncht mit abgestandenem sekt, vermute ich bizarre assoziationen und groteske metaphern, aber keine worte wie
    »traurig« oder »müde«!

    z.b. »ich fühle mich, wie die würgwurste vom nachbars perserkater« oder so. in einem moment des hohenfluges vielleicht, frei nach kant »ich bin kunst, jawohl. völlig nutzlos, überflüssig wie ein pickel auf em arsch, aber dennoch,,,,«

    wie will die moodreview das beurteilen. da wird auch der aufmerksamste psychotherapeut den feder resignierend hinter der coach schmeissen.

  2. Die Tags von livejournal könnten zweifellos einfallsreicher sein, bester Herr Kubelick. Immerhin widmeten sich schon viele Poeten der Beschreibung von Gefühlen. Dabei kamen sie nicht mit einer Liste zum ankreuzen aus.

    Moodviews verlässt sich offensichtlich darauf, daß niemand seinen Gemütszustand mit der Fußmatte in einem Taxi vergleicht. Zumindest bliebe dieser Zustand unberücksichtigt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.