„Knallt die Bestie ab!“

Die Problempartei SPD und ihr Vorsitzender, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt „Spott und Ironie ertrage ich gerne” Beck, ist außer Rand und Band. Per einstweiliger Verfügung versucht die rote Volkspartei unter Androhung einer Ordungsstrafe von bis zu 250.000 Euro den Vertrieb der aktuellen Ausgabe der Satirezeitschrift „Titanic“ zu unterbinden. Die hatte auf ihrer Titelseite ein Portrait von Beck mit dem Text „Problembär außer Rand und Band: Knallt die Bestie ab“, versehen.


Problemcover: Kurt Beck auf dem Titel der Titanic 7/06

Während Parteisprecher Lars Kühn das Titelblatt „einfach nur geschmacklos“ findet, wähnt die weidwunde SPD gebenüber „Spiegel Online“ gar eine „massive Persönlichkeitsverletzung„.

Unbestätigten Gerüchten zufolge will Beck seine Klage darauf stützen, daß er bislang lediglich Hühner und Lämmer, aber noch nie Menschen verzehrt habe.

35 Antworten auf „„Knallt die Bestie ab!““

  1. Sorry aber da steht ein Mordaufruf. Nicht jeder weiss, dass die Titanic eine Satirezeitung ist. Hier sollte man echt mal ein bisschen denken. Wen der Muslimmarkt solche Scherze macht wird er auch vom Markt genommen. Wenn es um Mordaufrufe und Menschenwürde geht sollte der Spass echt zu Ende sein. Auch Satire ist kein rechtsfreier Raum.

  2. @Nijus: Auch wenn es manche immer noch nicht kapieren. Das bezog sich auf den Problembären in Bayern und dass da noch das Bild vom Ministerpräsidenten von RLP mit abgebildet war, nennt man dann Satire.

  3. Sie, Herr Fellow Passenger, das kann aber jetzt teuer werden, wenn Sie das Problemcoverbild hier zeigen.

    Daß nicht jeder die Titanic kennt, das stimmt. Ich erinnere mich an eine Frau Mitte der 90er, die meinte, als sie mich damals Titanic lesend erblickte, ob ich’s denn lustig fände, wenn man Witze über Ertrunkene macht. Die muß da irgendwas mit dem Schiff gleichen Namens verwechselt haben.
    Aber wenn Politiker nicht mal etwas derbe Scherze vertragen, dann haben sie wohl den falschen Beruf gewählt. Busfahrer Beck wäre wohl passender gewesen. Oder meinetwegen auch Bäcker Beck.

  4. Eines haben alle geistigen Schwerathleten gemeinsam, sie können klasse über Andere, aber niemals über sich selbst lachen.

    Ausserdem steht da nicht, Beck solle abgeknallt werden, sondern der „Problembär“. Man könnte sogar so weit gehen, Beck als denjenigen anzusehen, der zum Todesschuss aufruft.

    Wenn ich allerdings wählen dürfte, wer erschossen werden soll(te)…

  5. Sicher, Herr Njus, man kann ja auch nicht von jedem erwarten, daß er weiß, daß Herr Beck gar nicht der Famile der Ursidae angehört.

    Die Abbildung hier, verehrter Herr Zaf, dient nur zur Dokumentation des Zeitgeschehens. Das darf man. Schließlich müssen unsere Leser sich ein Bild davon machen können, worum es in der Auseinandersetzung geht.

    Ganz genau, mein lieber Herr Baseface, wenn jemand über mich lacht, fange ich auch sofort an zu weinen. Wenn man es genau nimmt, steht da, es soll die „Bestie“ abgeknallt werden. Warum sich Herr Beck da automatisch angesprochen fühlt, habe ich nicht ganz verstanden.

  6. Vielleicht hatte der Herr Beck mal Latein. Bestia (f) bedeutet ja Raubtier, wildes Tier oder einfach Tier. Und was ist der Mensch denn anderes als ein Tier?
    Allerdings macht dann die einstweilige Verfügung keinen Sinn. Ach, wahrscheinlich hatte Herr Beck doch kein Latein in der Schule, der Ignorant. Das wiederum leitet sich ab von ignorare (nicht wissen). Außerdem hat er arg gelbe Zähne auf dem Bild.

  7. ein gedanke zu bruno, beck und bestien:
    nach der linkextravanganza von ehrenwerterten mister zenzizenzizenzic , ist mir folgendes ins auge gesprungen. es ist eigenartig, wie gezielt der bär mal als problembär, mal als bruno (liebevoll von tierschützern und bestiesympathisanten) mal jedoch als generisch jj1 genannt wird. die letzte bezeichnung entbärt ihn, nimmt ihn jedweder lebendigkeit, persönlichkeit sowie identifikationspotential: er degradiert mit dieser belabelung zu einer sache, wie eine schnurlostelefonmodelkennzeichnung, wie etwa das buchstabenfreudige panasonic model KX TCD820GS. letzteres schwer zu merken, leicht zu erlegen.

    my 2 cents worth.

    das ev finde ich zum gröllen. aber das wussten sie ja bereits, werter jolly mister good.

  8. Es beruhigt mich, mein lieber Herr Zaf, daß es noch einen weiteren Menschen auf diesem Planeten gibt, der weiß, daß Ignoranz nicht Gleichgültigkeit, sondern Dummheit im Sinne von Unwissen bedeutet. Zugleich bestürzt mich Ihre Formulierung, „macht … keinen Sinn“. Kinder „machen“ ins Bett, in die Windel oder Hose. Sinn aber entsteht nicht. Der ist entweder vorhanden, oder eben nicht. Bestenfalls ergibt er sich dem Betrachter als erkennbar.

    Mit „das ev“, meinen Sie, Herr Kvk, die einstweilige Verfügung, gegen die Titanic, nicht? Zu schallendem Gelächter hat sie bei mir nicht geführt. Denn ich glaube fest daran: Je weniger ein Politiker Witze über sich erträgt, desto realer findet er den darin enthaltenen Vorwurf. Durch Sie inspiriert finde ich es angebracht, das Merkel künftig als „AM1“ zu bezeichnen.

    Das ist wirklich ein unglückliches Missverständnis, mein lieber Herr Vorbote. Wer würde schon einem possierlichen Nager wie einem Hamster, oder einer Ratte wünschen, erschossen zu werden. Für derartige Kaltblütigkeit kommen ja allenfalls blutrünstige vaterlandslose, oder zumindest parteilose Jäger in Frage.

  9. Knallt die Bestie ab! Titanic trifft Kurt Beck

    Foto: Ausriss Titanic-Titelseite (Ausgabe 07/2006) Das altehrwürdige Satiremagazin Titanic hat es mit der aktuellen Titelseite tatsächlich mal wieder geschafft, einen hochkarätigen Spitzenpolitiker aus der Reserve zu locken. Zeigt diese doch einen lachenden SPD-Vorsitzenden mit der Schlagzeile „Problembär außer Rand und Band: Knallt die Bestie ab!“… [ Weiter: http://heuteblog.de ]

  10. Da ist wohl der Angelsachse mit mir durchgegangen, Herr Fellow Passenger.
    To make sense ist dort durchaus gebräuchlich im Sinne von

    1. To be coherent or intelligible: an explanation that made sense.
    2. To be practical or advisable: It makes sense to go now.

    Aber was erzähle ich da, das ist Ihnen sicher alles bekannt…weniger bekannt dürfte Ihnen vielleicht sein, daß meine Schlußbemerkung, die ich hiermit kundtue, „It could happen to you“, auch ein bekannter Song von Johnny Burke und Jimmy Van Heusen ist, der aus dem Film And the Angels Sing von 1944 stammt.

  11. Nur weil Sie, Herr Knurps, den Herrn Beck noch nicht dabei beobachtet haben, wie er Menschen verspeist, heisst das noch lange nicht, daß er das noch nie gemacht hätte. Das ist so ähnlich wie das Rabenparadoxon. Auch wenn ich angesichts des in Europa tabuisierten Verzehrs von Menschenfleisch eher nicht glaube, daß Herr Beck diesem Laster frönt, so wäre es doch theoretisch möglich.

  12. In der Tat sind mir sowohl der Film, als auch der Song ebenso unbekannt wie die Herren Van Heusen und Burke, mein lieber Herr Zaf. Der unsinnige Terminus „macht Sinn“ kam als Falscher Freund, in einer Zeit in der Fotomodelle Namen bekamen und Interviews geben durften, in den deutschen Sprachraum. Es galt als chic, nach USA-Aufenthalten so zu tun, als könne man sich seiner eigenen Sprache nicht mehr erinnern und so viele Anglizismen wie möglich einzustreuen. Der Ausdruck hat sich so hartnäckig gehalten, daß er mittlerweile auch im Duden aufgeführt wird, also als korrekt gilt. Aber man darf ja inzwischen auch „Fantasie“ oder „platzieren“ und „wohl verdient“ statt „wohlverdient“ schreiben, egal ob es einen Sinn ergibt oder nicht.

    Insbesondere Satirikern kommt Herr Beck gefährlich nahe, bester Herr Knurps. Vielleicht ist es an der Zeit ihn – lebend natürlich – einzufangen.

  13. Hat mir sehr gefallen was ich im Kommentarbereich von begleitschreiben gelesen habe. Dafür und für den interessanten Blog hier, gibt es eine Aufnahme in meine Blogroll.

    Zu Beck: hätte er nicht geklagt, dann wäre diese ganze Chose gar nicht bekannt geworden. Ich wusste davon auch nichts, obwohl ich ab und zu mal bei der Titanic vorbeischaue. Während der WM wäre das alles untergegangen. Aber jetzt hat Beck die Aufmerksamkeit, die er (nicht) wollte. Das Cover darf von der Titanic nicht mehr gezeigt werden, aber dafür wabert es jetzt durch die Blogosphäre und darüber hinaus durch die gesamte Medienlandschaft. Das kommt Beck ganz recht, denn im Rahmen der beschlossenen Gesundheitsreform drohte er mit Rücktritt. Jetzt kann er sagen: „Seht her Genossen, ich bin das Opfer einer Kampagne. Habt mich lieb! Ich bin doch euer Kuschel-Hamster.“
    Das er da noch ein Schmerzensgeld fordert finde ich eine Frechheit.
    Interessant ist auch ein Blick auf das Landgericht Hamburg. Die dortige Pressekammer tritt immer dann in Erscheinung, wenn gewisse politische Kreise, gewisse Urteile und Verfügungen haben wollen, die sie dann auch bekommen. Stichwort: Richter Buske.
    Bei http://www.buskeismus.de/ gibt es leider noch keine Infos dazu ob Richter Buske wieder dabei war. Wundern sollte es einen nicht.

  14. Ich fühle mich geschmeichelt, mein lieber Herr Telegehirn. Ob Becks Gepolter ihn seinen Genossen kuscheliger erscheinen lassen wird, möchte ich bezweifeln. Das LG Hamburg scheint der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien als oberster Zenzurbehörde Konkurrenz machen zu wollen.

  15. Die Einstweilige Verfügung fällte die Pressekammer Hamburg, deren Vorsitzender Richter Andreas Buske ist. Az.: 324 O 440/06.
    Eine Einstweilige Verfügung besitzt keine Begründung. Die Begründung steht im Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung.
    Zuvor muss es eine Abmahnung gegeben haben.
    Das Gericht begründet erst im Widerspruchverfahren, falls es eins geben wird.
    Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Beck von der Kanzlei Buse, Herberer, Fromm vertreten. Diese Kanzlei vertritt auch Schröder.

  16. Es ist mir eine Ehre, Sie mein lieber Herr Schälike, hier begrüßen zu dürfen. Sie gelten ja in Fachkreisen als Experte für die Pressekammer Hamburg und insbesondere den höchst erstaunlichen Richter Buske. Ob tatsächlich die von Ihnen genannte Kanzlei mit der Vertretung von Herrn Beck beauftragt ist, habe ich bei Titanic angefragt. Sobald mir eine Antwort vorliegt, werde ich Sie gerne informieren. Einstweilen bedanke ich mir für die ergänzenden Informationen.

  17. Die Aktenzeichennummer gab mir heute der Richter Dr. Weyhe.
    Ich hatte vergessen zu fragen, wer den Fall in der Pressekammer führt, und ob die EV von Buske unterzeichnet ist.
    Auf die fehlende Begründung wies mich Dr. Weyhe hin. Was aber bei den EV allgemein bekannt ist.
    Diese ergehen ohne Begründung und ohne Prüfung auf Wahrhaftigkeit der Inhalte in den Anträgen.

    Im allgemeinen erfahre ich die Aktenzeichennummer einer EV erst wenn Widerspruch erfolge und eine Verhandlung auf der Terminrolle steht.

    Anwälte und die Beklagten sind in der Regel wenig kooperativ. Ebenfalls die Kläger. Hoffen ihr Süppchen allein unter sich mit ihren Juristen und der eigenen Beziehungswelt kochen zu können.

    Alles schon mehrmals in der deutschen Geschichte gewesen. Einschränkung der Meinungsfreiheit ist nichts Neues.

  18. Diese Verfügungen sind ja eben auch nur einstweilig, bester Herr Schälike. Da soll es eben vor allem schnell gehen, aber nicht entgültig sein. Geprüft wird dafür — wenn überhaupt — also nur sehr oberflächlich.

    Freie Meinungsäußerung ist gerade in Krisenzeiten seitens der Regierung noch nie beliebt gewesen. Das Titelbild der aktuellen „Titanic“ ist allerdings eher unpolitisch. Herr Beck lässt entsprechend privat klagen. Das hatte ich in meinem Beitrag nicht deutlich genug herausgearbeitet. Die SPD hat zwar eine Stellungnahme abgegeben, ist aber selbst nicht involviert.

  19. Hmm, eine Klage auf „massive Persönlichkeitsverletzung“ müsste doch eine (eigene)Persönlichkeit voraussetzen. Da können sich sich also beruhigt zurücklehnen…
    Gruß F.

  20. TITANIC – meine grossen Helden !!

    Ich finde, dieser absolut geniale Titel rechtfertigt jede Grenzüberschreitung.

    Es sollte sowieso viel mehr Grenzüberschreitungen geben – Prügeleien im Bundestag, Hitlervergleiche, Hetzjagden auf Dicke, und Klimaerwärmung für Alle.

    Heute bietet doch jedes Provinztheater Blut + Spermaorgien auf PRofilholzkeller Laienbühne.

    Jede Gesellschaft braucht diese kulturelle Freiheiten der Grenzüberschreitungen – und, wenn diese mal in die eine oder andere Richtugn krasser werden ? So what ? Die Menschheit entwickelt sich weiter.

  21. Weder muß jede Grenze überschritten werden, werter Herr Schorsch, noch ist eine die gesamte Weltbevölkerung umfassende Degeneration festzustellen, verehrter Herr Bazi.

    Von Prügeleien im Bundestag, etc. lesen wir lieber in der „Titanic“, als im „Spiegel“. Dafür gibt es auch einen guten Grund: Es gibt eine Grenze zwischen Satire und Realität.

  22. Darüber ließe sich trefflich streiten. Ich z.B. bevorzuge eindeutig ein Europa der Regionen. Mit Grenzen, keinen Mauern. Mein Gegenmodell zur Globalisierung ohne den Fetisch der ewigen Wachstumshörigkeit.

    Es gibt auch für mich – hier zum Beispiel – eine Grenze, die Satire nicht überschreiten sollte.

    Natürlich degeneriert nicht die gesamte Menschheit gleichzeitig, verehrter Herr Fellowpax, das habe ich nicht behauptet. Aber hat nicht bisher bei den meisten Völkern nach Erreichen ihrer höchsten Kulturstufe die Degeneration eingesetzt, der Niedergang?

    Schön, wenn Sie der Meinung sind, dass es mit uns noch aufwärts geht 😉

  23. Das unangenehme an wegfallenden Außengrenzen ist, daß sie sich automatisch nach innen verlagern, mein lieber Herr Bazi. Statt Kontrollen zwischen Österreich und Deutschland gibt es nun welche zwischen Wohnzimmer und Supermarkt.

    Wenn man den Kulturzyklus im Ganzen betrachtet läuft alles ganz normal. Nach der Talfahrt geht es auch wieder aufwärts. Hochkulturen sind kurzfristige Erscheinungen.

  24. Helmut Schmidt im Spiegel dieser Woche spricht mir übrigens zu 80 Prozent aus dem Herzen. Ich hoffe, dass ich nun nicht gleich aus Ihrer Blockrolle fliege, verehrter Herr Fellowpax.

    Kulturzyklus: Er verlagert sich dabei allerdings leicht, wenn ich da z.B. an die Inkas, Ägypter, Griechen oder Portugiesen denke. Risiken und Nebenwirkungen der Degeneration. Gottseidank, sonst wären wir vielleicht immer noch Barbaren unter der Fuchtel der Römer. Die spinnen doch, bekanntlich 🙂

  25. Soeben habe ich das Interview gelesen. Wie zu erwarten, hat sich Herr Schmidt bedacht und einleuchtend geäußert. Aus unseren Leseempfehlungen würden Sie aber auch nicht ausgenommen, wenn es anders wäre, mein bester Herr Bazi.

    Was Fixmbr gegen Ihre Leser hat, verstehe ich nicht. Mit seinem Beitrag, den ich übrigens nicht als Satire aufgefaßt habe, hat er aber in einem Punkt durchaus recht. Es ist kaum einzusehen, warum man plötzlich gerade Myanmar, Burma, Birma oder wie das Land zwischen Thailand, Laos, China und Indien gerade genannt wird, die Freiheit wünscht. In China, Usbekistan, Nordkorea, Tansania und noch viel zu vielen anderen Ländern gibt es auch nichts zu lachen. Zudem dürften Sympathiebekundungen egal wie wohlmeinend sie auch sein mögen, kaum Einfluß auf die herrschenden Regime haben. Allenfalls hat man bei Burma das Glück, daß sich dort vielleicht demnächst aus eigener Kraft etwas bewegt. Danach zu sagen, „da haben wir mit unseren Blogs was erreicht“, wäre aber schon etwas infam, nicht?

    Den Beitrag auf Media-Blöd finde ich mißlungen. Das Thema des Artikels im Spiegel-Online auf den er sich bezieht ist ja eine etwas entlegene aber gar nicht neue Suizid-Methode. Darüber mal eine Satire zu schreiben bietet sich eigentlich an.

    Eine Satire darf ruhig weh tun. Das klappt aber nur, wenn sie den Nerv trifft. Mit völlig abstrusen Nazivergleichen auf einer Kleinstadt in Sachsen herumzuhacken geht in diesem Sinn völlig daneben. Einfach weil kein Bezug zum realen Ereignis vorhanden ist. Darum fehlt dem Text der Witz, nicht weil er geschmacklos ist.

  26. Wissen Sie, Herr Fellow Passenger, ich bin mit burmesischen Besatzungen zur See gefahren, hatte in Thailand 2 Jahre lang eine burmesische Freundin und wurde an Bord wie an Land als Familienangehöriger behandelt.

    Dass auch in Dafur und anderswo Menschen niedergemetzelt werden und ich trotzdem die Menschenverachtung in vielen Teilen dieser Welt nicht beseitigen kann, weiß ich besser als manch anderer. Aber es fiel mir schwer, zu sehen, wie meine Freunde dort leiden.

    Mir ging es alleine darum, ein Zeichen zu setzen und mich einzureihen in den Kreis derer, die ihre Stimme erhoben. Das musste ich einfach tun.

    FIXMBR wollte wohl nicht unsere Leser von der Lektüre dort abhalten, dazu ist unsere Zahl auch zu gering. Mit dem Löschen meiner Pingbacks sollte wohl den dortigen Lesern eine abweichende Meinung vorenthalten werden. Das meine ich mit mangelndem Demokratieverständnis und habe mir Kommentare dort dann erspart, sie wären zweifellos ebenfalls gelöscht worden.

  27. Das Sie einen guten persönlichen Grund hatten, sich das Bild ins Blog zu hängen, weiß ich doch, mein lieber Herr Bazi. Der F!XMBR-Artikel bezog sich doch eher auf Blogschreiber, die keinen Bezug zu Burma haben. Umso trauriger, daß man Ihr schönes Periodikum dort ausgesperrt hat. Das Vorgehen finde ich aber auch insgesamt sonderbar. Sowas macht man doch allenfalls wenn eine massive Welle Trackback-Spam dräut, der man anders nicht Herr wird.

  28. Ansichtssache. Diese Aussage:

    Ich würde den ganzen free Burma-Vertretern ja jetzt in diesem Augenblick mal gerne gegenüber stehen. Ich hätte nur eine Frage: Wo liegt Myanmar? 😉

    ist arrogant und ich sehe sie, gerade in Verbindung mit meiner Aussperrung, sehr wohl als pauschale Unterstellung.

    Aber ich möchte Sie damit nicht länger langweilen. Für mich ist der Fall gegessen.

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