Entschlackung

Insbesondere dauerdiätierende Damen begründen ihre Weigerung der Nahrungsaufnahme gerne mit dem Bedürfnis nach einer Entschlackung. Gleichwohl ist kaum erklärlich, wie sich wohl in einem Menschenleib ein poröser bis blasendurchsetzter Klumpen bilden sollte, der zudem nur durch besondere Ernährung, beziehungsweise Nichternährung ausgeschieden werden könnte. Es ist ja nicht so, daß Lebewesen ihre Nahrung unter Entwicklung von Gluthitze zu Asche verbrennen würden und dabei metallische Bestandteile schmelzen.

Dennoch haben esoterische Körperreinigungsmethoden durchaus Vorzüge. Sie können nämlich einen ausgesprochen erheiternden Anblick bieten, wie insbesondere die auf der Webseite von Yoga Vidya dargestellte Nasenreinigung trefflich demonstriert.

Entschlacken Sie also nach Herzenslust  und bitte schicken Sie uns Bilder davon.

18 Antworten auf „Entschlackung“

  1. Pingback: Schieflage!
  2. Nr. 6 Basti ist auch nicht schlecht, vielleicht sogar günstig für die Knackarschbildung. Werde sofort einen Selbstversuch starten und Ihnen entsprechende fotografischen Dokumente zukommen lassen.

  3. muhahahahahaaa. geile page! die nummer mit der mullbinde kommt mir irgendwie bekannt vor. war das nicht teil der polarkreis- oder äquatortaufe (mit verknoteten speckstückchen)??

    @opa,

    achte bitte darauf, dass dir kein oller hering oder ein anderes meeresungeheuer in das analröhrchen paddelt. UNBEDINGT FOTOGRAFIEREN! eventuell sollte man das mal am loch ness testen. hm.

  4. da entschlacken ja gerne mal mit der entsorgung des ganzen körpers endet, also in den tod mündet und es dem max-planck-institut in einer langzeit studio nicht gelungen ist, so etwas wie schlacke im körper oder in dessen ausscheidungen zu entdecken, kann ich jedem menschen mit suizidalen tendenzen diese möglichkeit sich sinnfrei komplett wegzuverschlacken nur ans herz legen. entschlacken ist mumpitz hoch 10.

  5. obschon die yogis mit entschlackungen ebenso daher kommen wie die christen mit fasten, etc. doch ich tendiere dazu zu glauben, das bedürfnis sein körper vom dreck zu reinigen muss einfach auf dem christlichen misthaufen gewachsen sein, denn bei diesem glauben ist der körper ein unreines unterfangen, eher misslich und widerwärtig. als professioneller raucher verspüre ich oftmals den wunsch, die lunge mit backofenspray zu behandeln. jedoch komme ich nicht sehr gut ran. es bleibt mir lediglich das schlafen, wobei ich lediglich nur dreckige träume haben kann, doch in wirklichkeit nichts anstelle ausser schwitzen (auch eine entschlackung. )

  6. Ich bin ohnehin etwas irritiert, mein guter Herr Opa, daß ausgerechnet das technisch ja vergleichsweise anspruchsvolle Basti nicht illustriert wurde. Zudem scheint mir die Frage nach dem richtigen Fett nicht hinreichend geklärt zu sein. Ich werde mal nachfragen, ob Gänseschmalz einer Diätmargarine vorzuziehen wäre.

    Was die künstlerische Ausgestaltung der Bilder anbelangt, meine teuerste Frau Dauni, lasse ich Ihnen gerne freie Hand. Mit Blattgold belegte Rokokorahmen werden gern gesehen, eine Digitalphotographie per Elektropost genügt aber auch.

    Mit den weniger appetitlichen Aspekten der Äquatortaufe bin ich nur durch Hörensagen vertraut, mein lieber Herr Mudshark. Ich wage aber zu behaupten, daß Speck selbst im verknoteten Zustand besser rutscht, zugleich aber weniger Reinigungkraft entfaltet als Mullbinden.

    Ein hübsches Beispiel für das Wirken der Evolution haben Sie da entdeckt, verehrter Herr Viktorhaase. Die Esoteriker enfernen sich zuweilen selbst aus dem menschlichen Genpool. Fast ein Wunder, daß sie noch immer nicht ausgestorben sind.

    In der Tat warten die meisten gängigen Religionen mit Diätvorschriften auf, bester Herr Kubelick. Mal soll man erst nach Anbruch der Dämmerung speisen, an bestimmten Wochentagen auf Fleisch verzichten, Schweinefleisch generell meiden oder gar überhaupt auf den Genuß von Tieren verzichten. Manches hatte einst durchaus praktische und einleuchtende Gründe. Leider lassen Dogmen sich selbst durch die bahnbrechende Entdeckung der Kältetechnik aus der Welt schaffen.

    Eine verblüffend naheliegende wie harmlose Erklärung gibt es auch für die befleckte Hose, geschätzte Frau Stilhäschen. Da sie allerdings ausdrücklich den Wunsch äußern davon unbehelligt zu bleiben verzichte ich darauf sie auszuführen.

  7. Teile die Meinung zum sich hier eingeschlichenen Zweit-Thema nicht, dass Fasten ausschliesslich Humbug ist. Nach einem Selbstversuch von 5 Tagen Fasten (Fasten ist übrigens nicht Nulldiät!) hatte ich ein emotionalles Megahoch, das eine ganze Weile angehalten hat. Körperlich fühlte ich mich ebenfalls sehr gut. Einen Jojo Effekt konnte ich nicht feststellen. Dass das einmalige Fasten kein langanhaltender Schlankmacher ist, ist wohl klar.

    Zum Erst-Thema. Gibt es eine Yoga-Übung, bei der man sich ein gewachstes oder zur luststeigerung Sambal-Olek-tisierte Fädchen ins linke Ohr einführen und aus dem rechten Ohr wieder herausziehen kann?

    Oder, durch Papas Kleinen rein, und rückseitig wieder raus? Hehe, das gibt’s sicher auch als Partnerübung?!?

  8. @andie, das megahoch versicherte mir der arzt meines vertrauens kommt lediglich daher, dass der körper übelst drogen ausschüttet, um noch seine „sachen “ zu regeln, da er glaubt, demnächst das zeitliche zu segnen. daher wohl auch die ebenfalls miteingehende dauergeilheit, die manche entschlackerfreunde mir schilderten. sich noch ein mal paaren, noch einmal seine gene in die welt schießen, bevor es zu spät ist. (das dürfte auch der grund sein, warum es immer noch esoteriker gibt). den sleben effekt kann man auch in der natur prima beobachten, wenn pflanzen dem ende entgegen frieren oder dursten, bilden sie sogenannte notblüten, die in einzelnen fällen deutlich größer und prächtiger ausfallen, als die regulären.

  9. Die gesamte Breite gängiger Yoga-Übungen ist mir zweifellos nicht geläufig, mein lieber Herr Kanne. Da aber nicht wissenschaftliche Strenge, sondern vor allem überbordende Phantasie dafür Pate stand, spricht gewiß nichts dagegen auch neue Wege zu beschreiten. Sollten Sie einen mullbindengängigen Kanal zwischen Ihren Ohren entdecken hoffe ich sehr darauf, daß Sie Ihre diesbezüglichen Erkenntnisse publizieren werden. Eine Verbindung zwischen Harnröhre und Anus scheint mir trotz der räumlichen Nähe nicht gegeben zu sein.

    Ihre These, mein guter Herr Viktorhaase, legt nahe, daß unsere Gesellschaft entschieden zu viel für Rauschmittel aufwendet. Hier könnte eine Kampagne „Hungern statt Heroin“ möglicherweise sensationelle Folgen zeitigen.

    Bei allem Respekt vor Ihrer Größe und Pracht, bester Herr Opa, käme mir der Begriff Blüte im Zusammenhang mit falschen Fuffzigern bei Ihnen nie in den Sinn. Sie sind ohne jeden Zweifel ein Original.

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