Sie, Jochen Grothe, Bürgermeister von Amstetten, Baden Würtemberg,

haben in der „Titanic“ eine Reportage über Amstetten mit dem Titel „Eine Stadt weiß von nichts“ gelesen und haben darauf den „Oberösterreichischen Nachrichten“ anvertraut, daß Sie nun rechtliche Schritte gegen die „Titanic“ prüfen lassen wollen. „Wir wollen eine Richtigstellung, weil für uns zu wenig herauskommt, daß es um ein anderes Amstetten geht.“

Wenn nun aber noch weniger, also zum Beispiel überhaupt nicht, herauskäme, daß „Titanic“ in einem anderen Amstetten recherchiert hat, als dem in Österreich, wäre es dann noch viel schlimmer? Oder würde es Ihnen Erleichterung verschaffen, wenn irgendwo, vielleicht im Titel, stünde, „Amstetten in Baden Würtemberg, eine Stadt weiß von nichts“? Andererseits steht es ja schon in Zeile 60, in einem Dialekt, der Ihnen bekannt vorkommen müsste.

Sie möchten darauf hinweisen, daß Ihr Amstetten in einem Land liegt, in dem Väter ihre Kinder nicht mißbrauchen und im Keller gefangen halten, sondern Mütter ihre Kinder umbringen und in die Tiefkühltruhe stecken? Statt rechtliche Schritte prüfen zu lassen können Sie ja mal einfach so eine Gegendarstellung an die „Titanic“ schicken. Mit etwas Glück druckt sie die freiwillig. Wir läsen sie bestimmt gerne.

Ihre Titanic-Leser vom

Fellow Passenger

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