Presseungehorsam

Freilich nur in der Nerd-Rubrik „Netzwelt“, aber immerhin doch, traut „Spiegel-Online“ sich, eine sachliche Überlegung von Christian Stöcker zu veröffentlichen.

Demokratische Verfassungen werden nicht unter der Annahme gemacht, dass Menschen im Zweifel das Richtige tun werden, dass Politiker und Polizisten ja im Grunde gute Menschen sind und deshalb schon nichts schiefgehen wird. Sie sind konstruiert, um auch Fällen widerstehen zu können, in denen etwas nicht so läuft, wie man sich das als rechtschaffener Bürger wünscht.

Aber es kommt noch dicker:

Dass die Unterzeichner der Petition gegen das Filtergesetz es wagen, Vernunft und Bürgerrechte sogar unter dem Risiko, als Päderastenfreunde gebrandmarkt zu werden, zu verteidigen, ist eine Entwicklung, die es eigentlich zu feiern gälte. Hier setzen sich Menschen für sinnvolle Gesetze und demokratische Grundprinzipien ein, teils schamloser öffentlicher Diffamierung zum Trotz. Das passt besser zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes als jede Sonntagsrede.

Wenn das der Führer wüßte.

3 Antworten auf „Presseungehorsam“

  1. Es war der einzige Link, der den Artikel vollständig und werbefrei anzeigt, verehrte Frau Dauni. Allerdings habe ich nicht geprüft, was verschiedene Brauser (was war das nochmal?) machen, wenn sie Java-Script ausführen dürfen. Rattert da gleich der Drucker los, oder kann man Flurschäden noch rechtzeitig durch beherztes „Abbrechen“ abwenden?

  2. werter herr mister allerbester fellow,

    wie der mond zur sonne bei sonnenfinsternis, so das kommentierte zu dem kommentar des kommentators.

    ein kommentarfinsternis.

    in der vom zitat erzeugte dunkelheit, findet man den kommentar kaum.

    zitatlos herumirrend, euer
    kvk

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