Trostserver und Textbausteine

Wir unterbrechen aus Sicherheitsgründen die Pause mit einer speziell auf Sie zugeschnittenen Unterbrechungspause und danken für Ihr Verständnis. Zur Kenntnisnahme und unverzüglichen Vernichtung anbei eine E-Mail-Korrespondenz.

Frage an die Deutsche Telekom AG:

Sehr geehrte Damen und Herren,

sind PPPoE-Sitzungen, die Geräte in meinem LAN über die PPPoE-Pass-Trough-Funktion des Routers zusätzlich zu seiner eigenen eröffnen, durch meinen Pauschaltarif `Call & Surf Comfort` bereits abgedeckt, oder fallen dafür weitere Gebühren an?

Benötigen Sie weitere Informationen zu meiner Konfiguration, um die Situation zu beurteilen? Fragen Sie mich gerne!

Mit freundlichen Grüßen

Erwin Engerlingdinger

PS.: Bitte respektieren Sie mein Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Verwenden Sie meine persönlichen Angaben nur zur Auftragsabwicklung und geben Sie sie nicht an Andere weiter.

Antwort der Deutschen Telekom AG:

Sehr geehrter Herr Engerlingdinger

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Zur eindeutigen Identifizierung und genauen Recherche senden Sie uns bitte noch folgende Angaben:

Geburtsdatum:
Buchungskonto:
Kundennummer:

Das Buchungskonto und Ihre Kundennummer finden Sie oben rechts auf Ihrer Telekom Rechnung.

Nutzen Sie die Antwortfunktion Ihres E-Mail Programms und ergänzen Sie die fehlenden Angaben.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Deutsche Telekom AG
Kundenservice

Rabarbara-Elvira Schnitzelriese 1)Name geändert, d. Red

Antwort zur Antwort:

Sehr geehrte Frau Schnitzelriese,

vielen Dank für Ihre Rückfrage.

Ehe ich Ihnen Geburtsdatum, Buchungskonto und Kundennummer mitteilen kann, senden Sie bitte noch folgende Angaben:

Kontoverbindung:
Sozialversicherungsnummer:
Konfektionsgröße:

Spaß beiseite: Bitte beantworten Sie meine allgemeine technische Frage, ob vom selben Anschluß gleichzeitig bestehende PPPoE-Sitzungen im Tarif „Call & Surf Comfort“ extra berechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Erwin Engerlingdinger

Antwort auf die Antwort zur Antwort:

Sehr geehrter Herr Engerlingdinger,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Ihre Anfrage haben wir an unsere Fachabteilung für diesen Bereich weitergeleitet. Sie erhalten von dort in Kürze eine Rückmeldung. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zu Ihrer E-Mail direkt an die E-Mail-Adresse kundenservice@t-online.de.
Technische Fragen beantworten wir Ihnen gern über die E-Mail-Adresse hotline@t-online.de.

Mit freundlichen Grüßen

Deutsche Telekom AG
Kundenservice

Medusa Müller 2)Name geändert, d. Red

Die Fachabteilung ist aber, so scheint es, bereits in den Osterferien. Da fühlt man sich als Dings gleich viel besser.

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1, 2. Name geändert, d. Red

Sehr geehrter Herr Reinhardt,

da habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich den Umschlag in meinem Briefkasten fand. Auf der Rückseite war Ihr Absender handschriftlich vermerkt. Sie müssen sehr geschickte Hände haben. Alle Zeichen, die mehrfach vorkommen sind absolut deckungsgleich. Vermutlich sind sie Engländer oder Amerikaner, weil Sie Ihre 1 ohne Anstrich und Ihre 7 ohne Querstrich schreiben, wie das in Kontinentaleuropa gar nicht üblich ist.

Rückseite des Briefs

Natürlich habe ich mich als erstes gefragt, wer denn dieser Lutz Reinhardt sein mag, der mir da aus Nagold einen Brief schreibt. Weil mir dazu gar nichts einfiel, habe ich den Umschlag dann umgedreht.

„Persönlicher Brief an Sie vom mam-Chef“, stand in Ihrer Handschrift über der Adresse. Das war auch gut so, denn persönliche Briefe an mich stecken sonst nicht in ungefütterten Fensterumschlägen. Die Briefmarken sind sonst auch nicht aufgedruckt, sondern aufgeklebt und es steht drauf, wieviel sie gekostet haben. Der Poststempel ist bei persönlicher Korrespondenz eigentlich, nun ja, gestempelt und trägt ein Datum. Da ist es schon gut, daß Sie geschrieben haben, daß der Brief persönlich ist. Sonst hätte ich vielleicht gedacht, es wäre bloß eine Reklame.

Der Briefumschlag von Vorne

Ein wenig verwirrt hat mich dann aber der zweite Absender im Adressfenster. Der ist nämlich ein Postfach Ihres Unternehmens, der mam AG. Sollte Ihr Schreiben am Ende doch nicht ganz so persönlich und von Mann zu Mann sein?

Die Adressen von Ihnen und Ihrem Unternehmen sind, wie ich sehe, identisch. Hoffentlich müssen Sie nicht im Büro schlafen, Sie ärmster.

Nun ja. Sie schrieben mir, daß Sie eigentlich „gar keine Werbung machen“ wollen. Trotzdem schickt mir Ihr Unternehmen seit vielen Jahren immer wieder Briefe, in denen ich aufgefordert werde, doch mal wieder bei „mam Limited“ irgendwelche Möbel zu kaufen.

Leider sinke die Zahl Ihrer Kunden jedes Jahr, wie Sie dann im zweiten Absatz jammerten. Das ist sehr bedauerlich und ich möchte Ihnen mein tiefstes Mitgefühl aussprechen. Der Niedergang eines Unternehmens ist immer eine Tragödie, die zu erleben ich niemandem wünsche. Einem persönlichen Brieffreund von mir schon gar nicht.

Herr Reinhardt schreibt einen Brief

Zum Glück haben sie den Ausweg aus der Misere schon gefunden. Jeder dem Sie schreiben, soll einfach allen Freunden, Bekannten und Verwandten empfehlen, doch mal was bei „mam Limited“ zu kaufen. Das ist geradezu Genial!

Sie nennen die Briefempfänger immer wieder „mam-Clubmitglieder“. Das ist lustig, wenn ich daran denke, wie ich Mitglied in diesem Club wurde, damals. Es muß im Jahr 1993 gewesen sein, als ich eine Matratze brauchte. Sie war im Münchner mam-Ladengeschäft in der Schleißheimer Straße nicht vorrätig. Gegen eine Anzahlung von 100 Mark, war man dort aber bereit, sie zu bestellen. Nachdem ich einige Wochen lang meine Nächte auf einer Isomatte verbracht hatte und die Zuversicht über das Eintreffen der Ware auch seitens des Verkaufspersonals am Schwinden war, einigten wir uns auf eine Erstattung der Anzahlung und ich kaufte die Matratze anderswo. Da dachte ich mir schon, „limited“ ist offenbar Programm bei „mam“.

Natürlich ist Ihr Konzept „Mitglieder werben Kunden“ eine wirklich tolle Idee. Immerhin ist es, wie sie schrieben eine „absolute win-win-Situation“ (da kommen wieder Ihre angelosächsischen Wurzeln zutage). Immerhin erwartet den geworbenen Neukunden eine ganze Flasche mit Kohlensäure versetzten Weins, den Sie sogar persönlich überreichen wollen. Was machen Sie eigentlich, wenn gleichzeitig in mehreren Fillialen Neukunden vorstellig werden?

Ich könnte durch eine Empfehlung Einkaufsgutscheine ergattern, ließen Sie mich wissen. Etwas sonderbar erscheint mir allerdings die von Ihnen ersonnene Staffelung. Je weniger Umsatz der Neukunde macht, um so besser für mich, entnehme ich der Tabelle auf Seite 2 Ihres Schreibens. Während Sie für 1000 € Umsatz noch 2 Prozent Provision in Aussicht stellen, müsste ich mich bei 5000 € bereits mit 1,6 Prozent zufrieden geben. Führt meine Empfehlung zu einem Umsatz von 100000 € erhalte ich immerhin einen Einkaufsgutschein zu 100 €, also 0,1 Prozent.

Herr Reinhardt schreibt einen Brief

Spätenstens nach dieser Überlegung muß ich Ihnen abschlägig bescheiden, da ich eher eine loss-loss-Situation befürchte.

Womöglich wäre es sogar für uns beide am Besten, wenn wir künftig getrennter Wege gingen. Nach einem Besuch auf Ihrer Firmenseite, auf der Sie sich in einem Video präsentieren, bin ich mir sogar ganz sicher.

Für den weiteren Werdegang Ihres Unternehmens wünsche ich Ihnen alles Gute und verbleibe

mit final freundlichen Grüßen

Erwin Engerlingdinger

Dingnachrichten und Debattenfäden

Natürlich handelt es sich nur um den Auswurf eines Übersetzungsprogramms, das ein Betrüger mit einem höchst trickreich formulierten Anschreiben gefüttert hat, welches er zuvor in perfektem Yoruba verfaßt hatte. Dennoch ist die Nachricht, die heute beim Ausleeren des elektronischen Abfallkorbs zum Vorschein kam hinreißend:

eBay Neue Unbezahlte Dingnachricht von fangohang“

Liebes Mitglied,

eBay hat Mitglied dg1n Ihnen eine Nachricht betreffend Ding #150003123500 verlassen

Siehe den Debattenfaden an, um zu antworten.

Beachtungen,

eBay

Telefongesellschaft O2!

Sie haben festgestellt, daß Ausdruck, Papier und Porto für Rechnungen für all Ihre Kunden eine schöne Stange Geld kosten. Das wollen Sie deswegen nun lieber auf den Kunden abwälzen. Soweit ist das keine große Überraschung.

Brief von O2

Nun behaupten Sie aber in Ihrem Schreiben, es sei „umweltschonend“, wenn künftig Sie nicht mehr „jedes Jahr 80 Tonnen Papier“ bedruckten, sondern Ihre Kunden stattdessen in Ermangelung eines Druckers, der zweiseitig drucken kann, gleich 160 Tonnen Papier verbrauchen. Ist es nicht vielleicht eher so, daß Sie sich einfach nur zu schade sind, wenigstens die Kosten fürs Kassieren zu tragen?

Daß es für mich „bequemer“ wäre, die Rechnungen künftig nicht mehr aus dem Briefkasten zu entnehmen, sondern aus den Untiefen Ihrer Website zu graben, glauben Sie ja wohl selbst nicht, was Sie dazu veranlasst, mit weiteren „Vorteilen“ zu locken:

  • Die Online-Rechnung bietet Ihnen nützliche Analysefunktionen zur Optimierung Ihres Telefonieverhaltens,
  • Sie können sie in der gewohnten Darstellung auf Ihrem PC abspeichern oder ausdrucken und
  • werden auf Wunsch per E-Mail über neue Rechnungen informiert.

Es ist nur so, daß ich keineswegs danach trachte, mein Verhalten zu optimieren. Es ist mir zudem nicht ersichtlich, worin der Vorteil bestehen soll, etwas in „der gewohnten Darstellung … speichern oder ausdrucken“ zu müssen, was ich bislang fertig ausgedruckt erhalte, ganz ohne, daß es einer E-Mail bedürfte, die mich auf den Eingang einer Rechnung hinweist.

Für den Fall, daß jemand diese, für Sie preisgünstigere, Variante tatsächlich ausprobieren möchte, kündigen Sie gleich noch an, eine „Rückumstellung“ mit 5,00 € zu bestrafen.

Da habe ich doch gleich mal Ihre Arbeit erledigt, und allen technischen Widrigkeiten zum Trotz, Ihrem Computer erklärt, daß ich daran nicht interessiert bin. So habe ich „einen wertvollen Beitrag für die Umwelt“ geleistet, während Sie hingegen vermutlich sechs Tonnen Altpapier erzeugt haben, um Ihren Profit zu steigern.