Der republikanische US-Senator John McCain korrigierte seine umstrittene Aussage über die Deutschen. Er habe mitnichten gemeint, daß die Deutschen ein Volk von Kriechern sei. Zwar kröchen die Deutschen regelmäßig vor Führern, Allierten und der Hackfleischverordnung, aber eigentlich sei es nur ein unglücklicher Tippfehler in der Presseerklärung gewesen, ließ McCain nun wissen. Eigentlich wollte seine Partei damit nur kritisieren, daß Gegenkandidat Barack Obama bei seiner Rede vor dem Volk von Kriegern die längst fällige Wiederherstellung der Oder-Neiße-Grenze nicht thematisiert hatte.
Kategorie: Misswirtschaft und Politiktheater
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Monsanto: Weltherrschaft durch Gentechnik
Weil von der Erde abgesehen, keine weiteren Planeten erreichbar sind, mit denen sich Geld verdienen ließe, müssen ambitionierte Großkonzerne heute erst mal kleine Semmeln backen. Monsanto, ein amerikanischer Chemiekonzern, der es zu Zeiten des Vietnamkriegs verstanden hat, hochgiftige Produktionsabfälle durch das amerikanische Militär mit steuerfinanziertem Gewinn in asiatischen Regenwäldern verklappen zu lassen, beschäftigt sich inzwischen mit Genen, die sich in nahezu allen Hausschweinen der Welt finden lassen.
Diese Gene möchte Monsanto sich gerade in fast allen Ländern der Welt patentieren lassen, gerade so, als hätten sie das Schwein an sich, selbst erfunden. So absurd das zunächst erscheint, ist es Monsanto aber bereits gelungen, die Herstellung von Futtermitteln global zu kontrollieren. Das Schweinepatent ist nur ein naheliegender nächster Schritt auf dem Weg, die gesamte Nahrungsmittelkette zu vereinnahmen.
Mit Soja, Mais und Baumwolle funktioniert das Konzept von Monsanto bereits bestens. Jedes Jahr muß für die Aussaat an Monsanto bezahlt werden. Immer mehr Äcker sind mit RoundUp, einem Pflanzengift von Monsanto verseucht, das dafür sorgt, daß dort nichts anderes mehr wachsen kann, als von Monsanto genetisch manipulierte Patentpflanzen.
Selbst Bauern, die bewußt auf Saatgut von Monsanto verzichten, können nicht verhindern, daß ihre Äcker durch Pollenflug mit den Patentgenen von Monsanto kontaminiert werden. Man würde erwarten, daß die Bauern dafür von Monsanto entschädigt werden. Doch das Gegenteil ist der Fall. Monsanto klagt vielmehr immer wieder auf Schadenersatz wegen Verstößen gegen seine Patente und hat damit sogar Erfolg.
Herr Gugel hat in seiner Videosammlung einen vom WDR produzierten Dokumentarfilm mit dem Titel „Arme Sau“, den Sie sich unbedingt ansehen sollten, wenn Sie lieber eine noch glaubwürdigere Quelle als das Fachmagazin für Halbwissen prüfen möchten.
In dem Film wird auch angedeutet, daß Tiere, die genmanipulierte Pflanzen futtern, dadurch offenbar unfruchtbar werden. Sollte das stimmen, darf man vielleicht mal darüber nachdenken, welche Konsequenzen Menschen zu erwarten haben, die ja auch täglich essen müssen.
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Darauf einen Klosterfrau Melissengeist
Der WDR trennt sich von Hademar Bankhofer. Grund: Der Verdacht, Deutschlands wohl bekanntester Ernährungsberater habe PR für Klosterfrau Melissengeist gemacht. Bankhofer bestreitet die Vorwürfe.
Quelle: Handelsblatt.com
[Update:]
Wie Herr Corax hier in den Kommentaren bemerkt, schreibt die „Zeit“ ebenfalls darüber. Unter anderem sogar:
Die Enthüllungen werden in der Blogosphäre mit Wohlwollen quittiert: Noch zu Beginn der Woche hatte der SPIEGEL die Wirkungslosigkeit deutscher Blogs bemängelt und damit heftige Diskussionen ausgelöst. “Das mit der Wirkungslosigkeit würde Bankhofer heute vermutlich nicht unterschreiben“, gibt A-Blogger Stefan Niggemeier merklich zufrieden zu Protokoll.
Manchmal ist die „Zeit“ trotz Ihrer grauenvollen Fischer-Kolumne geradezu empfehlenswert.
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Postdemokratische Bedeutungslosigkeit
Als die Regierung noch einigermaßen handlungsfähig war, hat sie das Dosenpfand eingeführt und auch die Rechtschreibreform beschlossen. Inzwischen lebt unter der großen Koalition die „gewachsene Bedeutung der Bundesrepublik Deutschland“ davon, ihre Freiheit am Hindukusch zu verteidigen und paranoide Wahnvorstellungen von „abstrakten Bedrohungslagen“ in Gesetze zu gießen, die vom Bundesverfassungsgericht alsbald für nichtig erklärt werden.
Da innerhalb der Europäischen Union praktisch alle Hemmisse für freien Handel längst aus dem Weg geräumt sind, suchen die Potentaten aus Brüssel neue Betätigungsfelder, sonst würden sie schließlich überflüssig und müsste auf außerordentlich gut bezahlte Posten verzichten. Ihre neuen Aufgaben sehen sie zum Beispiel in einer gemeinsamen Außenpolitik, die unter anderem durch militärische Aufrüstung geprägt sein soll. In einer Zeit immerhin, in der Deutschland eigentlich leicht dem Beispiel Liechtensteins folgen könnte, daß sein Militär schon 1868 aus Kostengründen abgeschafft hat.
Die vierte Macht im Staat, wie man die Presse einst voller Ehrfurcht zu bezeichnen pflegte, hat ihren ehemals kritischen Blick gegen die Wirtschaftsinteressen vermeintlicher Gönner eingetauscht. Die Seiten werden mit preiswert erhältlichen Boulevard-Inhalten gefüllt, auf kostpielige Hintergrundberichte und entlarvende Recherchen wird immer öfter verzichtet. Mangels relevanter Inhalte sinken die Auflagen und man hofft auf ein florierendes Online-Geschäft. Allerdings zeichnen sich die eigens dafür generierten Inhalte durch noch weniger Relevanz aus. Mit Quizfragen, end- und sinnlosen Bildstrecken und Spielen frisieren die Medienhäuser die Zahlen über ihre Online-Reichweite, um höhere Anzeigenpreise zu erzielen. Die journalistischen Höhepunkte der Online-Angebote bestehen praktisch nur aus der Zweitverwertung der Inhalte aus den Papierausgaben.
Alle diese Institutionen haben eines gemein: Sie fürchten das Internet als einen Ort, an dem jeder mit geringem technischen Aufwand selbst mitreden kann.
Der Deutsche Innenminister möchte möglichst nicht nur jeden Mausklick der Nation archivieren, sondern das Netz gleich als Direktleitung in die Schlafgemächer jedes Bürgers verwendet wissen.
Die Europäische Union müht sich wiederholt, das Fernmeldegeheimnis durch eine technisch nicht praktikable, aber dafür umfassende Zensurpolitik zu ersetzen, die vorwiegend von Emissären der Film- und Musikindustrie entworfen wurde.
Der „Spiegel“, einst als „Sturmgeschütz der Demokratie“ geschätzt und gefürchtet, betreibt inzwischen argumentativ schwach unterfütterte Grabenkämpfe gegen das langsam wachsende politsche Blogwesen in Deutschland. Durchaus nicht frei von Polemik, aber reich an stichhaltigen Argumenten antworten Blogs wie „Spiegelfechter“ und „Indiskretion Ehrensache„.
Schön, daß sich immerhin das deutsche Blogwesen im Aufwind befindet.
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Iraker wegen Tötungsabsicht verurteilt
Islamistische Fundamentalisten sind in der Lage allein mit unkeuschenchristlichen Gedanken einen Menschen in Sekundenbruchteilen zu töten. „Spiegel Online“ berichtet über den spektakulären Fall:
Vermutlich hatten die Attentäter die Absicht, ihr Opfer durch telekinetisch ferngelenkte Pfeifenreiniger zu erdrosseln. Möglicherweise hatten Sie auch den Plan gefaßt, ihm den Tödlichen Witz zu erzählen.
Für das Urteil spielt das genaue technische Vorgehen indes keine Rolle, da nach aktuellem Notstandsrecht für abstrakte Bedrohungslagen (NotAbstBedrGes), nicht mehr die Tat selbst, sondern die (mutmaßliche) Absicht und (falsche) Gesinnung ausschlaggebend ist.
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Novelle der Reform des überarbeiteten EU-Telekom-Pakets
Weil bis zur Abstimmung über das sogenannte EU-Telekom-Paket, daß den Internetzugang wieder auf das amerikanische Militär beschränken soll, noch ein paar Tage Zeit bleiben, arbeitet die EU mit Hilfe der Film- und Musikindustrie gerade an der nächsten Stufe, einer Richtlinie für allgemeine Kommunikationsprävention. Die wichtigsten Punkte vorab:
- Ortsgespräche müssen 24 Stunden vorher bei der zuständigen Telefongesellschaft angemeldet werden. Überregionale Telefonate bedürfen einer schriftlichen Begründung. Außerdem gilt für sie der sogenannte Richtervorbehalt. Auslandsgespräche werden überhaupt nicht mehr vermittelt, denn sie gelten als zu teuer.
- Briefumschläge müssen künftig aus Transparentpapier gefertigt sein. Als Mindestgröße ist DIN C4 vorgesehen. Bei mehrseitigen Schreiben ist pro Bogen ein Kuvert zu verwenden. Gefaltete Dokumente gelten ab 2009 automatisch als Drucksache und dürfen auch im bisher üblichen (unverschlossenen) Umschlag transportiert werden.
- Bleistifte und Kugelschreiber müssen mit einer EU-weit zentral erfaßten Seriennummer ausgestattet sein, die durch einen künstlich erzeugten DNA-Marker fest in die Mine kodiert ist. Für Tintenpatronen und Tonerkartuschen wird dieses Verfahren erst ab 2010 Pflicht.
- Betreiber von Schwarzen Brettern sollen verpflichtet werden, die Aushänge vor der Veröffentlichung in digitalisierter Form an das zuständige Finanzamt weiterzuleiten und eine Genehmigung abzuwarten.
- Für Foto- und Videokameras werden anstelle der bisherigen Speichermedien nun UMTS-Karten verbindlich vorgeschrieben, mit denen die Bilder direkt in eine europäische Zentraldatei gespeichert werden. Abzüge der Aufnahmen können jederzeit über ein Formblatt beantragt werden.
- Nach über zehn Minuten zähen Ringens mit den Datenschutzbeauftragten der EU, soll es weiterhin erlaubt sein, Daten zu verschlüsseln. Für höchste Sicherheit soll dabei ein Schlüsselpaar sorgen, dessen beide Teile die NSA gegen eine geringe Gebühr jedem EU-Bürger zur Verfügung stellt.
- Alle Bürger sollen verpflichtet werden, spezielle Hörgeräte und Brillen zu tragen, die eine Wahrnehmung unlizensierter Werke und schädlicher Eindrücke ausfiltert.
Die Richtlinie war am 29.6.2008 von 20:45 bis 21:30 Uhr in Haspelmoor im Keller der Pater Rupert Mayer Kapelle ausgelegt. Nachdem das anschließend von 21:45 bis 22:30 Uhr abgehaltene Referendum keine nennenswerte Zahl an Gegenstimmen erbrachte, müssen die Mitgliedstaaten die neue Richtlinie bis morgen Nachmittag umsetzen.
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Schwindendes Demokratievertrauen ist geschwindelt
Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, daß die Deutschen Demokratie total out finden und viel lieber endlich (wieder) eine ordentliche Diktatur möchten. Ganz besonders die nicht existierende Unterschicht soll sich offenbar eine starke Leitfigur mit markanter Philtrum-Behaarung wünschen, die sie aus der Orientierungslosigkeit herausführt.
Der „Tagesspiegel“ fabuliert:
und die „Süddeutsche Zeitung“ salbadert:
Auch „Spiegel-Online“ rabuliert:
Es ist bemerkenswert, daß jemand überhaupt solcherlei in Zeitungen hineintexten kann, ohne sich dabei übergeben zu müssen.
Eine neue Studie des „Fachmagazins für Halbwissen“ hat allerdings ergeben, daß die Deutschen in Wirklichkeit darüber nachdenken, wie sie die Demokratie endlich wieder einführen können. Demokratieskepsis und Staatsferne ist, der Studie zufolge, nämlich vor allem in den Parteien zu finden. Das dafür reichlich.
Weiter widerlegt die Studie ebenfalls das angenommene Mißtrauen in die Soziale Marktwirtschaft. Seit sie abgeschafft wurde, fühlt sich eigentlich niemand mehr durch sie bedroht. Allerdings hätte auch zuvor niemand Angst vor ihr gehabt.
Alarmierend hingegen ist, daß breite Teile der Bevölkerung inzwischen darüber nachdenken, ob ein robustes UN-Mandat womöglich auch per Volksentscheid zu erwirken wäre.
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Sie sind verdächtig!
Sie haben sich unverdächtig verhalten, sogar unauffällig. Das ist schon sehr auffällig und damit höchst verdächtig. Wehe Sie lesen jetzt auch noch den jüngsten Beitrag von AnnalistIn.
Lesen Sie ihn allerdings nicht, beweist das nur, wie konspirativ sie vorgehen, um ungeschoren davon zu kommen. Sie sind verdächtig, so oder so!
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Nullen für Vollbeschäftigung
Halbwissenschaftliche Studien beweisen es: Die deutschen Politiker sind einfach nur zu dumm zum Rechnen. Jahr für Jahr präsentiert das Arbeitsamt, heute auch als Bundesagentur für Arbeit bekannt, obwohl Ministerium für Arbeitslosigkeit eigentlich passender wäre, immer schönere Arbeitslosenzahlen.
Was haben da die kleinen Gipsköpfchen geraucht und die zarten Beamtenpopos sich auf ihren ach so harten Stühlen wundgesessen, um nichts weiter zustande zu bringen, als gerade die Hälfte der größten Bedrohung des Landes nach dem internationalen Terrorismus, den Arbeitslosen, hinfort zu rechnen.
Gottfried Ludewig, Mitglied des Bundesvorstands der CDU, ist natürlich noch zu jung, zu unerfahren und vielleicht auch zu sehr Opfer der deutschen Bildungsmisere, um zu erkennen, daß es ein Klassenwahlrecht bis 1918 schon gab. Immerhin schien er sich grob daran zu erinnern, daß dies mit dem Grundgesetz wegen irgendwelcher juristischen Spitzfindigkeiten nicht vereinbar wäre, in dem ja auch öfter mal diese komische „Demokratie“ erwähnt wird, von der heute kaum noch jemand spricht. Auch er ist der Idee der Halbierung verhaftet. Wenn die Stimmen der Erwerbslosen nur mehr die Hälfte zählte, müsste sich seiner Logik folgend, die Zahl der Nicht-CDU-Wähler ebenfalls um die Hälfte senken.
Da irrt er freilich, schon weil die Mehrheit der vom Staat verstoßenen und betrogenen dazu neigt, pragmatischerweise gar nicht zu wählen. Sie wissen aus Erfahrung genau, daß zwar ihre Stimme gezählt, aber ihre Interessen niemals berücksichtigt würden.
Genau darin liegt allerdings der Schlüssel zur Vollbeschäftigung. Der Faktor Interesse Maßgeblicher Eliten (IME) ist die alles entscheidende Größe. Nicht, weil die Meinung einer Handvoll egomaner Kotzbrocken von besonderer Weitsicht zeugt, sondern weil dieser Faktor Null beträgt.
Multipliziert man die Zahl der Arbeitslosen mit dem Faktor IME erhält man automatisch das gewünschte Ergebnis. Da kann man gefahrlos Aufstocker, 1-Euro-Jobber, Umschüler, Frührentner, Arbeitsunfähige und sogar praktisch alle Symptome einer seit Jahrzehnten verfehlten Arbeitsmarktpolitik mit in die Gleichung einbeziehen. Das Ergebnis ist immer Vollbeschäftigung.
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Herr Glos will Trockenwasser
Wie passend! Gerade attestiert der Bundesrechnungshof, daß 1-Euro-Jobs Arbeitsplätze vernichten, schon fordert Herr Glos, wir sollen den Sozialhilfeempfängern gleich noch mal richtig ins Gedärm treten.