Rekordkommentator lenkt ein

Der heimliche Blogger, der seit Wochen seine Beiträge wie Ostereier in den Kommentaren verschiedener Weblogs verstreut, hat sich bereitgefunden, seinem Werk ein eigenes Blog zu widmen.

In alter Gewohnheit hat er diese Ankündigung schamhaft in einem Kommentar versteckt. Noch hält der aus seinen Kommentaren als „Neo-Bazi“ bekannte erfahrene Seemann die Internet-Adresse geheim. Doch der Titel des Webjournals steht schon fest: „Club der halbtoten Dichter“ wird es heißen. Dabei plant er keinen Alleingang. Er kündigt an, daß dort ein „exklusiver Zirkel allgäuger Geistesgrößen“ schreiben wird. Gleichzeitig verpflichtet er den international bekannten Schöngeist Kubelick aus München, zu regelmäßiger Mitwirkung.

Man darf gespannt sein, mit welchen intellektuellen Spezialitäten die neue alte allgäuer Schule demnächst aufwarten wird.

Die Redaktion des Fellow Passenger drückt alle verfügbaren Daumen und wünscht dem alten Schwerenöter und hervorragenden Denker schon jetzt Mast- und Schotbruch und immer eine Handbreit Wasser unter’m Kiel!

12 Antworten auf „Rekordkommentator lenkt ein“

  1. Hochverehrter Herr Fellow Passenger,

    dieser Beitrag hätte glatt ein Kommentar von mir sein können, Sie hinterfotziges Schlitzohr.

    Sie kennen doch Herrn Kubelick, lebt der noch?
    Schauens doch mal nach, bitte.

    Lesen Sie mich schon bald in meinem eigenen Blog unter „Club der halbtoten Dichter.“

  2. mister bazi,

    ich werde demnächst einiges über freiheit zu sagen haben.
    demnach, lass ich mich nicht erpressen.

    gott segne edding 500!! und dee dee.

  3. Entschuldigen Sie, Herr Neo-Bazi, daß ich mich in Ihre Verhandlungen mit Herrn Kubelick einmische. Aber warum, vermuten Sie, seine Ausführungen über Freiheit nicht mehr mitzubekommen?

    So sehr wird Sie die Einrichtung Ihres Weblogs doch nicht beanspruchen, oder?

  4. mister bazi,

    ich fürchte, ich verstehe ebensowenig wie herr passenger.
    ins geheim, habe ich mich leise gefreut und aufgeplustert habe ich mich, wie ein stolzer hahn, als sie mich in den exklusiven kreis der gastauthoren einluden.
    nun, kaum habe ich ein ehrenwertes thema ausgesucht, schon schwindet ihr geduld, wie die feuchtigkeit aus der traube in der sonne.
    (vielleicht soll ich sie warnen. eine eigenschaft, die mich noch besser kennzeichnet als meine krankhaften buchempfehlungen, sind meine metaphern, für welche tom robbins seine oma verkaufen würde, aber ich gebe sie nicht her. ich sähe sie grosszügig in meinen texten, wie ein verschwenderischer grossplantagenbesitzer mit einem zerdetschten panama und hochgekrempelten leinenhose.)

  5. @Kubelick

    Die Sache hat eine ganz einfache Erklärung: Eigentlich wäre ich schon längst weg. Meine Beziehungen zu Pullach sind nämlich seit Zeiten des verehrten Admiral Canaris ausgezeichneter Art.
    Den Herren war es ein leichtes, mit Hilfe einer Drohne Ihr derzeitiges Domizil ausfindig zu machen. Ich möchte Ihnen das Handtuch bzw. den Handschuh gerne persönlich vor die Haxn knallen. Nun hat es sich allerdings ergeben, daß die mir sehr verbundene Firma Lidl im Angebot ab morgen früh 08.00 Uhr Bahntickets für 49 Euro unter die Leute bringt. (Hamburg – München und zurück, da muß man doch zupacken)
    Wägen Sie sich also noch nicht in Sicherheit.

    P.S. Sie haben die Wahl der Waffen!

  6. ah, wie schön. wie wunderwunderbar ist doch die welt.
    geschätzter ole, ja! sie haben es erraten. zur geisterstunde saß ich, mein gesicht erläuchtet vom wohl-kalibrierten flimmern, und dee dees stimme räucherte mich ein, als wäre ich eine radhakrishna statue zu gebetsstunde.
    schukrija

    mister bazi,
    es erfüllt mich mit freude, sie wieder, obschon nur kurz, wieder in unserem abteil begrüssen zu dürfen.
    die näheren parametern, bezüglich waffen und ähnlichen formalitäten, bitte meinen sekundant kontaktieren. mit solch organisatorischen kram lasse ich mich nicht belässtigen. und ja nicht zu früh den termin legen, ich schlafe nähnlich gern bis die sonne aufgeht. keine chance für einen idyllischen duell beim feucht/nassen, benebelten morgengrauen.

    gastautor sieht eigenwillig aus, nach tierischen innerein, wie saumagan. das extra „h“ verleiht dem begriff eine gewissen würde und menschlichkeith. ich bin nähmlich kein thor, werther hehr!

  7. @ Kubelick

    Ähnlich halte ich es doch auch mit der dichterischen Freiheit, mein Herr. Wenn ich, was in letzter Zeit leider häufiger vorkommt, nicht ganz sicher bin bezueglich der Schreibweise, bringe ich zunächst beide Möglichkeiten zu Papier, z.B. …it looked strange… it was looking strange ….
    Danach lese ich mir das ein paar dutzend mal laut vor und entscheide nach Klang. Erst wenn ich dann immer noch nicht sicher bin, werfe ich eine Münze.

  8. Guten Morgen Herr TFP,

    ich möchte mich beschweren, mister tfp, über meine eigene Dummheit. Es war nämlich so:

    Gestern, ich bei Lidl, zu einer Fachkassiererin (Typ 1 nach Poodle) „also morgen gibts die Tickets für die Bahn, nicht wahr?“
    Sie: „Ja, aber früh da sein, gleich um 8 Uhr.“

    Ich heute morgen, so um vier, grad noch ikognito ’nen Kommentar geschrieben bei Poodle, der sich mal wieder selbst überholt hat wegen des Problems mit seinem Damenmangel. Ich guck also auf die Uhr und denke, mit Pennen is wohl besser nix, wegen der Fahrkarte in 4 Stunden. Schalte also mein Lieblingsprogramm ein im Fernsehen (die schönsten Bahnstrecken), da wird nicht so viel gelabert. Meistens schlaf ich nämlich vor der Glotze gleich ein und träum mir zu den Dialogen wirres Zeugs zurecht.
    Als ich kurz darauf erwachte wegen eines eigenartigen Gefühls in der Lendengegend, stand das Sofa schon in Flammen. Also Brand schnell gelöscht (keine Kollateralschäden, nur kleines Loch im petrolfarbenen italienischen Designer Sofa), denk ich so vor mich hin „heute is nicht so ganz dein Tag, alter Junge.“
    Kurzes Gelübbde und Vorsatz, auch auf dem Sofa weniger zu rauchen. Um 07.50 Uhr tatsächlich wieder wach, kommt die Erleuchtung: Kaffee später, erstmal zu Lidl (Jule und Joe soll ich übrigens auchn Bahnticket mitbringen).
    Ich runter und staune: Riesenschlange von Menschen, um diese Zeit! Leicht skeptisch, ich hintenran. Hoppla, denk ich, gleich kommt der Nagel mit seinen Wasserpanzern wie immer, wenn in St.Pauli mehr als 3 Leute zusammenstehn. Aber nix passiert. Die Schlange diszipliert fast wie in England. Viele junge Leute darunter. Hallo, denk ich, das sollte der olle Mehdorn mal sehen, dann wüßt‘ er was falsch läuft in seinem Laden.
    Halbe Stunde später, kurz vor Kasse 3, schon wieder Flammen, diesmal Lauffeuer: keine Tickets mehr da. 🙁

    Gottseidank bin ich ein Stoiker.Der Filialleiter schreibt die Namen der Zukurzgekommenen auf, aber ich glaube, das was ein Trick, um größere Verwüstungen in seinem Schuppen zu verhindern. Aber man weiß ja nie … Kurz darauf wird aus dem Stoiker beinah ein Choleriker: Beide Aufzüge stehen, einer im 13. der andere im 15. Stock. Ich wohne in der 14. Etage. Nun spiele ich meine Lebenserfahrung aus. Ich weiß zwar: Scheiße kommt immer gebündelt, aber ich weiß auch „man schafft alles, wenn man nur wirklich will.“

    Kurze Konzentration, ich denke an den heiligen Antonius und schnell auch noch an meinen Buddha (doppelt genäht, hält besser) und siehe da:
    der Aufzug aus dem 13. Stock setzt sich in Bewegung und nimmt mich großzügig in sich auf.
    Nun habe ich zwar nichts in der Hand ( keine Tickets und nicht einmal eine Urkunde vom Herrn Poodle, aber das Leben sieht schon wieder ganz anders aus) Carpe diem, kann ich da nur sagen …
    ________________________________________________________
    Die Geschichte von Buddha lesen Sie bald in meinem eigenen Blog unter „Club der halbtoten Dichter“

  9. verherter mister bazi,

    ja. aber haben sie sich nicht informiert, schon vorher? da hat stiftung warentest energisch protestiert und mit einstweiligen verfügungen gedroht. denn. es hiesse, einige strecken (denken sie nur an das schöne deutschland!) sind kostengünstiger zu befahren, wenn einer nur sich nicht zu schön ist, am althergebrachten schalter am bahnhof, die fahrkarten zu besorgen.
    lassen sie sich nicht verarschen. das war nur ein trick mit statisten. in wahrheit wurden da dosenpfandmarken verkauft.

    sprache:
    ja, manchmal werfe ich auch eine münze, oder ich falte einen kleinen, grünen papierflugzeug aus eine us-amerikanische banknote und schaue wo es landet.
    bon voyage

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