MC Winkel

Die Extreme waren, zumindest in Blogs sein bevorzugter Aufenthaltsort. Er konnte manchmal gleichzeitig weinen und lachen wie kein Zweiter, er hatte Lust am Leid und feierte in seinen Beiträgen seine Krankheit. Nicht seine einzige, aber seine tragische Liebe, an der er schließlich verzweifelte.

MC Winkel, einer der wenigen Weltstars der deutschen Blogosphäre, war ein Autor des Überschwangs. Im Jahr 2003 begann sein Aufstieg eher im Verborgenen. Bis heute ist seine Meinung über Körperpflegeprodukte ein leuchtender Stern am Himmel der Boulevard-Blogs.

Besondere Aufmerksamkeit erreichte er durch die beinahe lückenlose Dokumentation in seinem Kampf gegen das Spießbürgerertum seiner Nachbarn, den er unerschrocken aber immer gerecht führte.

Den Höhepunkt seines Werkes erreichte er mit der Beschreibung seines eigenen Unterganges, der mit einer Sportverletzung begann. Minutiös berichtete er mit sensationellen Bildern und ergreifenden Texten über über den Verlauf seines Siechtums. In anrührender Weise haben seine Leser sich bemüht ihm sein Ende durch kleine Aufmerksamkeiten zu erleichtern.

Herr Winkel starb am 17. Mai 2005 in Kiel an den Folgen einer schweren Knieverletzung.

15 Antworten auf „MC Winkel“

  1. Hallo Fellowpassenger, da waren Sie aber etwas zu voreilig. Ich bin zwar gestern gegen 11pm gestorben, jedoch heute so um 7am wieder auferstanden. Mir geht´s soweit ganz gut. Nur die Handballenentzündung hat sich vergrößert und sich auf die rechte Hand, sowie linke und rechte Fußsohle übertragen. Was zur Hölle ist das?
    Latte, ich hol´ mir jetzt nen grünen Tee und creme mich ein,
    beste Grüße aus Kiel,
    MC Winkel

  2. Das kommt jetzt aber etwas ungelegen, Herr Winkel. Also es freut mich ja, daß Sie mehr oder weniger wohlauf sind. Aber was soll ich jetzt mit dem schönen Nachruf machen? Sie könnten wohl nicht vielleicht … also ich meine, sind Sie sicher, daß das mit der anderen Hand und den Fußsolen nichts ernstes ist? Dann müsste ich nur die Ursache … Ich will sagen, dann wäre die Verwirrung nicht so groß. Auf jeden Fall herzlichen Glückwunsch!

  3. also die anzahl der anglizismen in den beiträge des herrn winkels toppt nur jil sander. da haben viva-moderatoren keine chance.

    herr fp,
    sie haben so einen wunderbaren draht zu herrn winkel, oder mister corner, wiedemauchsei. schlagen sie ihm doch vor, einen zwei-sprachigen blogauftritt vor, bitte. nicht nur wird sein „image“ als „mann von welt“ verstärken, er gewänne auch internationalen ruhm und ehre.

  4. Mein Lieber Herr Winkel, MC, der Sie sind im Himmel, oder auch auf Erden (man weiß es bei Ihnen ja nicht so genau), bzw. Yo man!

    Honour and Glory gebührt Ihnen. Warum nicht more of it? Vor allem Postum ist Understatement ja gar nicht so hip at all.

    So ganz by the Way: der fabulous Kubelick hat „Image“ ja in Quotes gesetzt. You know?

    Whatever, ist ja nicht mein fuckin‘ Business.

  5. aller verehrtester f. passenger,

    mir ist zur zeit nicht wirklich zum lachen. aber ihre antwort an mister corner, brachte mich zum lachen und das lächeln bleibt auf meinen lippen nun etwas länger.
    können sie mir einen gefallen tun und sanders aussage mir zukommenlassen, sodass ich den direkten vergleich für alle anschaulich machen kann? besten dank.

    hey, corner bro!
    ich kann ihnen nur zur mehr-sprachigkeit raten. „va bene“ statt „cool“ „vamo vamo“ statt „mach mal“ „un poco loco“ oder auch „meschuge“ statt „durchgeknallt“.
    für weitere anregungen und sprachliche beratung, stets gerne und bereit.

  6. Aber ich bitte Sie, Herr Winkel,

    Sie werden doch die freundliche Würdigung Ihres Werkes nicht als Früchte des Neids verstehen. Sehen Sie sich doch unter meiner Leserschaft vorwiegend Bewunderern Ihres Schaffens gegenüber.

    Daß Sie mit Ihrer gewissenhafen „whodat?“-Recherche bei der DENIC kein besonderes Aufsehen erregen konnten, soll sie nicht betrüben, obwohl sie ein wenig ins Leere gelaufen zu sein scheint. Das ist aber nichts ehrenrühriges.

    Auf jeden Fall freue ich mich sehr über Ihren Zuspruch und fühle mich dadurch geehrt. Darf ich Sie beim Wort nehmen und darauf hoffen, schon bald in Ihrer Blogroll zu erscheinen?

  7. mister bazi,
    ich lese sie,ich sehe sie, aber ich kann nicht antworten. wie beim sarcletti eis in münchen: ich saberre die glasscheibe an, aber ich kann nichts bestellen.

    soon, soon.
    kvk

  8. Opa Edi hat diesen Beitrag verlinkt, und wenn er so was schon tut, dann lohnt es sich bestimmt, hinzugucken. Darf ich, als allererste Reaktion auf den Beitrag, erwähnen, daß das systematische Studium des McWinkelianismus von drei toten Links erschwert wird?

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