Bon Voyage

Wir trauern um das pasta::log

Das pasta::log, es hatte bis zuletzt ein Gespür für anrührende Themen: „Schweigen“ war der Titel des vorletzten Eintrages, ein Gedicht von Mascha Kaléko. Der letzte Eintrag vom 16.06.2005 offenbart die Verzweiflung, unter der die Autorin „Iris“ litt. Gequält von einem Psychopaten, der sie auf Schritt und Tritt verfolgte, wusste sie sich nicht anders zu helfen, als von ihrem Blog Abschied zu nehmen. Ein Blog voller Lebensfreude mit hinreißenden Geschichten über Enten, Kunstwerke, Katzen und über das Leben selbst. Das pasta::log starb am 16. Juli an Morbus Bernhardis in Bonn.

12 Antworten auf „Bon Voyage“

  1. Das darf doch nicht wahr sein. Kann man so einen Irren denn nicht technisch irgendwie erledigen? Oder bleibt da nur noch Voodoo? Ich hätte da so ein paar Beziehungen, sogar im Haus …

  2. Mit Entsetzen nehme ich zur Kenntnis, von der Großartigkeit dieser Seite erst jetzt, und damit zu spät Kenntnis erlangt zu haben. Zu spät. Und zu schade. Sollte ich den Psychopathen ausfindig machen, werde ich ihm zeigen, welch unschöne Einschnitte Kettensägen in der Nackengegend erzeugen können. Oder ihn zumindest verdammt böse angucken. Das ist das Mindeste. Ein bedauerndes Seufzen. Ich kondoliere.

  3. Ich denke doch, dass man einzelne Kommentatoren aussperren kann. Zumindest wenn sie nicht ständig ihren Ausgangspunkt verändern, sollte es möglich sein, die IP-Adresse auf eine Blacklist zu setzen. Ob es wirklich der Hauptgrund für die Schließung war, weiß wohl nur Frau Iris genau.

  4. Wenn man beispielsweise Sie, Herr Poodle, aussperren wollte, müsste man mindestens ein gesamtes Class-B-Netz blockieren, wenn nicht sogar sämtliche Class-B-Netze Ihres Zugangs-Providers. Im besten Fall wären das vierundsechzigtausend IP-Adressen, im schlechtesten zweihundertachtundfünfzigtausend.

  5. Auch ich verdrücke die eine oder andere Träne. In jenem Blog habe ich sehr gern, wenn auch unregelmäßig, gestöbert. Aber wenn die Autorin sich dazu entschlossen hat, ihr Blog von nun an nicht mehr mit derart grandiosen Beiträgen zu füttern und ein unerwünschter Kommentator nicht der einzige Grund war, es verhungern zu lassen, muss man das wohl so hinnehmen. Schade.

  6. Aaargghh, Herr Passenger, Asche über mein Haupt. Da war der Schnabel mal wieder schneller als das Hirn. Für alle Zeiten werde ich als Dampfplauderer gebrandmarkt sein, der nie von dynamischen IP-Adressen gehört hat. (So heißt es doch, nicht?)

  7. mein tiestes mitgefühl, herr tfp.
    ich selbst hatte nie zeit gefunden den weg dorthin zu suchen.

    was hat, allerdings eine zentrierte überschrift auf ihre seite verloren? ist sie verirrt hierher?

    bitte schauen sie mal nach, wem sie gehört und bringen sie umgehenst nach hause. vielleicht such jemand nach ihr?

    vielleicht wurden die überschriften ausgetauscht: ihre linksbündige und die zentrierte. einen changeling!

  8. Eine zentrierte Überschrift hätte hier freilich nichts verloren, mein lieber Herr Kubelick. Ich weiß nicht mit welchem entlegenen Browser Sie heute wieder unterwegs sind, aber mit jenen die mir zur Verfügung stehen, vermag ich keine zentrierte Überschrift zu entdecken.

  9. Danke! Jetzt bin ich wirklich gerührt und nahezu sprachlos. So einen schönen Nachruf habe ich noch nie bekommen. Na ja, eigentlich habe ich noch nie einen Nachruf bekommen, was ja prinzipiell auch ok ist.

    Das pasta::log ist somit zumindest würdig beigesetzt worden.

    Sperren der IP war nicht möglich, den Grund erläuterte Herr Fellow bereits. Und auch wenn eine Sperrung gegen das Kommentieren geklappt hätte… zu wissen dass da jemand so krank ist und täglich 20-40 mal (Logfiles zeichnen wirklich alles auf!) die Seite neu lädt um zu sehen ob es was neues von mir gibt, und das schon seit einem halben Jahr, macht nicht gerade ein gutes Gefühl und hemmt beim Schreiben mehr als für ein Weblog gut ist. Ich habe versucht, das zu ignorieren und gehofft, der Troll verliert irgendwann das Interesse, aber leider wurde diese Hoffnung nicht erfüllt. Also habe ich mich schweren Herzens zur Schliessung entschlossen, bevor das pasta::log vollends in banalen Einträgen übers Wetter ertrinkt, was in den letzten Wochen so ziemlich das gefahrloseste war über das ich noch schreiben konnte.

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