Weltformel entdeckt

Was bislang niemand je für möglich gehalten hätte ist nun tatsächlich eingetreten. Unzählige Ehen sind bereits daran zugrunde gegangen, wie Loriot in dieser Geschichte bereits anschaulich darstellte. Endlich ist die Frage erschöpfend beantwortet, wie lange ein Ei kochen muß, damit es die Bezeichnung weichgekochtes Ei verdient. Die Formel sei nur eine erste Näherung, sagt sein genialer Entdecker Werner Gruber von der Universität Wien bescheiden, doch sei sie experimentell bestätigt und für die praktische Anwendung ausreichend genau.

Und so sieht sie aus, die Formel, die sowohl die Größe als auch die jeweilige Lagertemperatur eines Hühnereies berücksichtig, ja sogar die Siedetemperatur des Wassers, die je nach dem, ob man sich auf dem Gipfel des Mount Everest oder auf dem Grund des Mariannengrabens aufhält, höchst unterschiedlich ist:

Phyikalische Formel für weichgekochte Eier

t – Nötige Kochzeit
d – Durchmesser des Eies
TWasser – Siedetemperatur
TStart – Anfangstemperatur des Eies
TInnen – Zieltemperatur des Eiinneren (für ein weiches Ei 62 °C)

4 Antworten auf „Weltformel entdeckt“

  1. Und an welcher Stelle bestimmt man den Durchmesser? So ein Ei ist ja kein Zylinder, da erhalten Sie an verschiedenen Stellen gemessen, verschiedene Durchmesser. Ausserdem fehlen die Einheiten. Es erschliesst sich mir nicht so ganz, wie man links auf Sekunden kommt, wenn rechts etwas mit Metern steht. Der Quotient ergibt ja eine dimensionslose Zahl, bleibt also nur der Wert von d. Also da müssen Sie noch erwähnen, daß der Koeffizient 0,0016 (und bitte ein Komma setzen, wir sind hier nicht in den USA oder dem UK) nicht dimensionslos ist.
    Ich mag gar keine gekochten Eier!

  2. Wie Sie schon richtig erkannt haben, Herr 3zenzi+c,

    ergibt sich die Zeiteinheit aus der Konstante, deren Einheit Sie bitte der Arbeit von Herrn Gruber entnehmen wollen. Was die Stelle betrifft, an der Maß genommen werden soll, gebe ich Ihnen völlig recht. Die ist in seiner Veröffentlichung etwas undurchsichtig mit, „an der schmälsten Stelle [sic]“, bezeichnet.

  3. besteht nicht auch ein unterschied bezüglich der schalendichte bei braunen und weißen eiern? welche variable berücksichtigt die fröhlichkeit der freilaufenden hühner, die sich erfahrungsgemäß in der konsistenz des eiweiß widerspiegelt?
    mir scheint, die formel ist nur ein erster schritt in die richtige richtung.

  4. Pingback: The Exit

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