Mord ist gar nicht erlaubt

Einen Menschen vorsätzlich zu töten ist oftmals verständlich, gilt aber als Mord und ist nicht nur in Deutschland gesetzlich verboten. Der reaktionäre Think Tank Todesstrafe für Kinderschänder sieht es ganz anders.

Gleich ob Sie Überwachungskameras in jedem Haushalt durchsetzen möchten oder genetische Fingerabdrücke der gesamten Bevölkerung des Landes zu erheben wünschen, dort finden Sie ohne weiteres breite Zustimmung.

Falls Sie mal einen aufgebrachten Mob brauchen, um eher verfassungsfeindlichen Vorstellungen öffentlich Nachdruck zu verleihen finden Sie dort eine Leserschaft, die zu über 46 Prozent die Auffassung vertritt, der Galgen sei ein zeitgemäßes Mittel deutscher Rechtsfindung.

Off with his head! What’s for breakfest anyway?

9 Antworten auf „Mord ist gar nicht erlaubt“

  1. Im Zusammenhang mit solchen Seiten von Think Tank zu sprechen ist m.E. nach inakzeptabel. Dort wird nicht gedacht. Lese man sich den Schmarrn durch und erkenne, dass es sich um ein geistloses Rumgepöbel handelt. Die meisten Menschen, die dort „Schreiben“ beherrschen ja nicht einmal die deutsche Sprache.

  2. Wenn man es wörtlich (und falsch) mit Denkpanzer übersetzt finde ich es ganz passend. Sturheit, rohe Gewalt und stumpfe Mechanik bilden einen Panzer gegen Gedanken. Im Übrigen bin ich überzeugt, daß diese armen Irren die Bezeichnung Think Tank für vollkommen angemessen halten.

  3. Ich gestehe, daß ich mich nach Erhalt von besonders schockierenden einschlägigen Nachrichten auch schon zu einer innerlichen Spontanreaktion „dem gehört doch die Rübe ab“ hinreißen ließ. Sehr schnell setzte dann aber jedes Mal der Denkapparat wieder ein: Die Todesstrafe geht gar nicht und zwar grundsätzlich nicht!

  4. Eben, mein stets verehrter Herr Neo-Bazi, auch ich bin ja im biblischen Sinne nicht befugt, erste Steine zu werfen, da ich zu gelegentlichem Jähzorn neige, wie der Notwehrexzess an meinem Faxgerät beweist.

    Dabei wünsche ich mir aber nicht, daß solche Niederungen menschlichen Fehlverhaltens zugleich allgemeines Gesetz werden sollen.

    Ich folge hier gänzlich dem geschätzten Kollegen aus Königsberg.

  5. Guter Herr Fellow Passenger,

    Ich und mein alter Kriegskamerad Emko Winkel haben für alle Fax- und Paxtreter die „Jähzornig Und Ungeduldig Bewegung“ ins Leben gerufen, wo wir Leuten vermitteln, dass gelegentlicher Jähzorn förderlich für die Durchblutung ist.

    Allerdings nur solchen Leuten, die uns beide simultan auf ihrer Blogroll stehen haben.

    Dem eigentlichen Inhalt Ihres Artikels kann und möchte ich nichts hinzufügen, ausser dass in dem Fall freilich nicht die alte Black Sabbath Weisheit gilt „Mob Rules“.

    Ungeduldigst,
    Herr Burnskowski

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