10 Antworten auf „Geständnis“

  1. Ja, stimmt, mein bester Herr Matt. Das Fläschchen daß ich einst von einem Schüleraustausch aus Israel mitbrachte ist inzwischen sicher eingetrocknet. Zudem möchte ich anmerken, daß ich den als schicksalhaft angesehenen Jordan als kläglches Rinnsal erlebt habe. Ich bin mehrmals über den rund 50 Zentimeter breiten Jordan gegangen, ohne das sich besondere sprituelle Erlebnisse eingestellt hätten. Dabei ist mir lediglich aufgefallen, daß er zudem keine 20 Zentimeter tief war. Dieses Gewässer wird allgemein überschätzt.

  2. Ein Wunder! Ein Wunder!
    Sind Sie denn auch über das Wasser des Jordans gelaufen, Herr Fellow Passenger?

    In Ihrem Fläschchen Jordanwasser ist sicher nur das Wasser (H20) verdunstet. Durch geschicktes Rehydrieren mit deionisiertem Wasser kann das sicher wieder in den Ursprungszustand zurückgeführt werden.

    Bedenklich finde ich aber den Satz „Die Taufe wird in das Taufregister eingetragen, damit nicht versehentlich eine Wiedertaufe erfolgt.“ im Wikipedia-Artikel. Was passiert bei einer Wiedertaufe? Kreuzt dann der Pferdefüßige auf? Der Gehörnte? Beelzebub? Der Leibhaftige? Angela Merkel? Edmund Stoiber? Muschi? Oder ist der ganze Hokuspokus dann nur ungültig?

  3. Herrgottnochmal, also ich meine, Herr Gott, so einfach ist das ja nicht. Über Wasser laufen geht ja nur wenn es unter 0 Grad Celsius hat, also fest ist. Beim Jordan ist das allerdings egal, weil der kaum 15 Zentimeter tief ist.

    Das mit der Wiedertaufe hätte ich gerne geklärt. Leider fehlte bei meinem jüngsten Aufenthalt in Rom die Zeit, Ihrem irdischen Vertreter vorstellig zu werden. Aber ich frage mich andererseits, was man mir da hätte sagen können, wenn nicht einmal Sie selbst es wissen.

    Wenn es Sie gäbe, sollten Sie sich überhaupt mal darum kümmern, was Ihr Assistent da so treibt.

  4. Sie wissen doch, wie das so ist, Herr Fellow Passenger, kaum ruht man mal einige Jahrtausende (so eine Erschaffung der Welt und des Universums ist nun einmal anstrengend, das macht mir so leicht keiner nach), schon finden sich ein paar Emporkömmlinge und behaupten, mich auf Erden zu vertreten.

    Und was meinen Sie mit „Wenn es Sie gäbe„? Lese ich da Zweifel an meiner Existenz heraus?

  5. Nun ja, Herr Gott, da Sie sich hier freundlicherweise äußern, kann ich Ihre Existenz an sich kaum anzweifeln. Aber den Käse mit Ihrer haarsträubenden Schöpfungsgeschichte können Sie meinetwegen Ihrer Großmutter erzählen. Ich kaufe Ihnen diesen Blödsinn jedenfalls nicht ab.

  6. Sehen Sie, Herr Fellow Passenger, das ist genau das Problem. So als Gott ist man quasi weise Waise und hat keine Eltern, Großeltern, Urgroßeltern etc. Wem sollte ich das also sonst erzählen, wenn nicht einem Mann von Welt, Eloquenz und exquisiten Umgangsformen?
    Und Sie müssen mir das auch gar nicht abkaufen. Das ist völlig kostenlos, allerdings nicht umsonst.

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