Großblogger und ihr Kommentarwesen

Auf Spreeblick sinnierte sein geschätzter Herausgeber, Herr Haeusler, kürzlich über den Sinn des Kommentarwesens von Weblogs. Es ist schon länger her, daß er Technorati und Edelmann erklärte, die interessanten Informationen befänden sich größtenteils in den Kommentaren. Es ist nicht ehrenrührig, dann und wann seine Meinung zu ändern.

Ich darf mal aus unserem Kommentarwesen zitieren:

„Eine außerordentlich intelligente Sicht der Sachlage“ (Karl, weingeist.blogger.de)
„Mit Verlaub, totaler Stuß“ (Viktor, anonym)

Beide beziehen sich freilich auf den selben Beitrag. Ein schöneres Kompliment kann man sich als Autor eigentlich kaum wünschen. Gewünscht hätte ich mir allenfalls, die beiden hätten miteinander diskutiert.

Das Fachmagazin für Halbwissen pflegt stets respektvoll den direkten, offenen Dialog mit seinen Lesern. Wo der kommentierende Leser wahr- und ernstgenommen wird, fühlen Rüpel sich naturgemäß nicht wohl.

Großblogger die ihre Leserzuschriften allenfalls noch zu kanalisieren, aber längst nicht mehr zu respektieren oder gar zu beantworten wissen, mögen ihre virtuellen Abfertigungshallen bitte nicht mit ihrem digitalen Wohnzimmer verwechseln.

Wer für die Massen schreibt, sollte bereit sein sie zu ertragen. Wer das nicht will, soll vielleicht besser eine klassische Zeitung herausgeben — Meinungsmonopol inklusive.

7 Antworten auf „Großblogger und ihr Kommentarwesen“

  1. Launige Kommentare älterer Herren und ganz besonders die Ihren sind jederzeit hochwillkommen, bester Herr Blogman.

    Sie sehen mich gerade etwas verwirrt, meine betörende Frau Kinky. Könnten Sie bitte etwas deutlicher herausarbeiten, in welche Richtung bevorzugt angehimmelt werden soll, oder ob das womöglich bereits zur allgemeinen und vor allem zu Ihrer Zufriedenheit geschehen ist? Oder votieren Sie schlicht für das Beibehalten der Kommentarfunktion zum Zweck, Anhimmel-Content gegebenenfalls austauschen zu können? Dabei steht sie ja — zumindest hier — gar nicht zur Disposition.

  2. Wie es sich in gut geführten Blogs so gehört: da wird der Schreiberling angehimmelt, mein werter Herr Passenger. Und zwar konsequent aus divers-diffusen Gründen, je nach Bedarf und Tagesform. (Bei Ihren Einträgen kann ich mir ein hämisches Mitgrinsen halt oft nicht verkneifen. Und das ist sehr gut so.)

  3. Ich habe ja nie daran gezweifelt, daß Sie, meine entzückende Frau Kinky, selbstverständlich wissen, was sich gehört. Daß meine Traktate Sie sogar zu Elogen hinreißen würden, ahnte ich hingegen nicht, was Ihre charmanten Ausführungen nicht weniger schmeichelhaft macht. (Auch das ist gut so, wie ich finde.)

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