Texas: Lehrer rüsten auf

In Harrold, einem Bezirk im Norden des US-Bundesstaats Texas, werden die 50 dort beschäftigten Lehrer ihrer 110 Schüler nicht mehr Herr.

Zwar verfüge die Schule über ein Verriegelungssystem und Kameras, aber die kleinen Racker schaffen es trotzdem immer wieder in das Schulgebäude einzudringen, wo sie dann ungeniert Bücher über Mathematik oder sogar amerikanische Geschichte lesen, sagte der zuständige Schulinspektor David Thweatt.

Damit soll ab dem Beginn des neuen Schuljahrs am 25. August Schluß sein. Die Lehrer werden die Klassenzimmer dann nur noch mit Pistolen bewaffnet betreten, um sich den angemessenen Respekt ihrer Zöglinge zu verschaffen.

„Wer den kühlen Lauf einer Desert Eagle Mark XIX an seiner Stirn spürt, wird sich gut überlegen, ober er mal wieder die Hausaufgaben vergessen haben will“, erklärte Thweatt.

6 Antworten auf „Texas: Lehrer rüsten auf“

  1. Ich kenn „Desert Eagle“ nur mit „.50“ – aus „Snatch“. Auch dort wirkt ihr kühler Lauf verhaltensleitend. Dass sie in einer Schule aber genutzt werden muss, lässt manch pädagogisches Konzept mehr als nur alt aussehen.

  2. nun ja. pädagogisch hin oder her: man erinnere sich an manch erzählung von mr. dickens. da ging es nicht viel anders vor sich. das disziplinäre „education board“ spürte man oftmal ganz unmittelbar. nach einer begegnung mit einer solchen, paukte man eine zeitlang im liegen auf dem bauch. ich vermute, diese eskalierte form der disziplinären maszsnamen sich aus der völligen auflösung derer ableitet. in meiner katholischen schule haben die nonnen nicht nur die education board hinzugezogen, sondern zogen auch das eine oder andere biest durch die schulgänge an dem ohr. („jesus bezwingt dich“ usw.) wo mr. oliver sich ins quotenhimmel hinaufkocht um das fressen an den schulen mehrwert einzuflössen, fuchteln die lehrer in usa eben mit ihren dessert eagles. jeder bemüht sich aus den kleinen rackern wertvolle, funktionierende menschen zu machen. doch eins muss ich noch hinzufügen: authorität verschafft man sich ganz anders, meine ich. was ist eigentlich mit den „zorn gottes“? ist das nicht auch sehr texanisch?

  3. In den USA werden eben nicht nur die größten Wummen gebaut, bester Herr Ole, sondern auch die modernsten Lehrkonzepte entwickelt. Die Biologiestunden zum Intelligent Design kompatibel zu machen ist ja auch enorm fortschrittlich.

    Zudem bin ich völlig sicher, daß der Zorn Gottes in der Tat eine texanische Erfindung ist, mein lieber Herr Kubelick. Vermutlich wird dort wirklich jeder verrückt.

  4. es ist das gerauche von kuhmistzigarren, ol‘ pardner, die sogenannten „cow-crud-kazoos“! doch viel spannender finde ich, dass die herrschaften in polen und die heilige condoleezza den heutigen tag auserkorren hatten zum unterzeichnen des „ganz doll versprochen-nur für abwehr zwecke“ us-racketenschildes auf polnischem poden. den vor genau 40. jahren heute rollten die sovietischen panzer in prag ein, um die verwirrten studenten auf den rechten weg zu helfen. ein merkwürdiger zufall…

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