Arbeitslose? Nein Danke!

Die Lage ist eindeutig. Deutschland hat ein volkswirtschaftliches Problem. Die Arbeitslosigkeit. Es gibt nicht genug Arbeit, die verrichtet werden muß. Weil die Wirtschaft nicht dafür zuständig, und die Politik damit überfordert ist, haben die Arbeitslosen selbst schuld. Die Lage ist schwierig, aber nicht aussichtslos.

Als überparteiliches und unabhängiges Arbeitslosenorgan stellt der Fellow Passenger die Lösungsansätze der beliebtesten Parteien vor.

SPD: Alle Arbeitslosen werden beim Arbeitsamt angestellt. Die Gehälter (Arbeitslosengeld) werden ohnehin bezahlt, es entstehen also keine weiteren Kosten. Die Arbeit ist auch Branchenfremden zumutbar, weil sie ja ohnehin nichts tun müssen. Sämtliche Arbeitsämter können geschlossen werden, denn nichts kann man auch leicht per Home-Office erledigen. Ergebnis: Vollbeschäftigung.

CDU: Arbeitslose werden mit elektronischen Fußfesseln ausgestattet. Wenn man jeden Schritt eines Arbeitslosen überwacht, schafft das Arbeitsplätze, denn irgendwer muß das ja machen. Jeder Arbeitslose bekommt einen Aufseher, der vorher arbeitslos war. Ergebnis: Halbierung der Zahl der Arbeitslosen.

FDP: Der Mittelstand wird gefördert. Weil mittelständische Unternehmen nicht mehr existieren, hat jeder Arbeitslose ein Unternehmen zu gründen. Ergebnis: Keine Arbeitslosen, aber 5,2 Millionen insolvente Unternehmer und 18 Prozent FDP-Wähler.

Die Grünen: Jeder Arbeitslose soll einen Baum an seinem Wohnort pflanzen und bei trockenem Wetter gießen. Ergebnis: Ein Grüneres Stadtbild.

PDS: Arbeit wird abgeschafft. Erst wenn alle arbeitslos sind, ist soziale Gerechtigkeit möglich. Ergebnis: 100 Prozent gerechte Arbeitslosigkeit.

NPD: Der Deutsche zeichnet sich dadurch aus, daß er hart und gerne arbeitet. Wer keine Arbeit hat, ist demnach kein Deutscher. Wer kein Deutscher ist, hat hier nichts verloren und wird ebenso wie Nicht-Arier ausgewiesen. Ergebnis: Mangel an Arbeitskräften. Gastarbeiter werden benötigt.

23 Antworten auf „Arbeitslose? Nein Danke!“

  1. Hochverehrter Herr Fellow Passenger,

    Genau so sieht’s aus. Deshalb wähle ich nächstes Mal auch hier in Hamburg die CSU. Das wird keine weiteren Folgen haben, wie das Beispiel Bayern zeigt.
    In Bayern sind 60 % der Bevölkerung Anarchisten und die wählen alle die CSU (Achternbusch)

  2. Hier in NRW sind bald Lokalwahlen. Da tritt auch eine deutsch-türkische Wählervereinigung an mit dem Programm „Nein zum Atom“. Konsequenz: Alle Atome werden vernichtet. Ein riesiges Vakuum wird herrschen, es gibt dann keine Arbeit UND keine Arbeitslosigkeit mehr. Und Nichts ist ein Problem…

  3. „…In Bayern sind 60 % der Bevölkerung Anarchisten und die wählen alle die CSU (Achternbusch)…“
    ach! ja, bier und weisswurscht anarchisten. das einzige , was die bayer auf die palme bringt, ist bierpreiserhöung und mist in ihrem wurscht.
    servus

  4. herr ole,

    nein zu atom wird ein kult, das spüre in meinen alten knochen. leider kräht der hahn bald nicht mehr danach. schade eigentlich. dieses land hat so viel kultmaterial hervorgebracht. wie freibier. gottseidank sind noch einige am leben, die für solche ideale kämpfen.

    gruss aus münchen

  5. Gegen Mist im Darm ist wohl kein Kraut gewachsen. Es würde mich allerdings kaum wundern, wenn es demnächst einen Gesetzesentwurf zu debattieren gäbe, der den zulässigen Mistgehalt im Bundesbürgerdarm verbindlich vorschreibt. Selbstverständlich unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Grenzwerte für die Pro-Kopf-Einnahme von Wurstwaren. Für die Kontrolle und Durchfallsetzung wird das Bundesministerium des Inneren sorgen.

  6. Hochverehrter Herr Fellow Passenger,

    Sie haben mich nicht ganz verstanden (das macht aber nix, mich versteht sowieso keiner).

    Die CSU hams nämlich vergessen, ist Ihnen dazu nix eingefallen? Dass Sie da selbst Aktien drin ham, kann ich mir schlecht vorstellen …

  7. Die CSU, Herr Neo-Bazi, ist keine Bundespartei. Daher habe ich deren Position in meinem Artikel nicht explizit herausgearbeitet, zumal sie sich kaum von der der CDU unterscheiden dürfte.

    Darüber, daß es für die Metzgerzunft Vorschriften über Naturdärme gibt, haben nie Zweifel bestanden, Herr Zenzizenzizenzic. Es war jedoch in meinem Kommentar, auf den Sie bezugnehmen, die Rede von „Bundesbürgerdärmen“. Gewiß handelt es sich dabei ebenfalls um Naturdärme. Jedoch wäre mir nicht bekannt, daß für deren zulässigen Mistgehalt verbindliche Vorgaben existieren.

    Mir ist bewußt, daß Ihr eiliger Vorstoß zum Teil durch Ihre Eßgewohnheiten bedingt ist, die Sie in Ihrem Blog ja auch glorifizieren thematisieren. Daher ist es auch verzeihlich, daß Sie Nicht-Vegetarier als Carnivore bezeichnen, obwohl es sich bei der angesprochenen Zielgruppe ganz klar um Omnivore handelt.

  8. Herr Fellow Passenger,

    heisst das etwa, daß die alle die pflanzliche Deko mitessen? Auf was für Ideen diese Omnivoren so kommen…ts, ts, ts.
    Früher, während meiner entbehrungsreichen Kindheit, als meine Eltern nur Buchstabensuppe zu essen hatten (Sie erinnern sich sicher an einen der vorangegangenen Kommentare), wollten die mich ja zum Carnivoren ausbilden lassen. Aber nicht mit mir. Das führt nur zu durch Gicht verkrüppelten Fingern.
    Aber ansonsten essen Sie doch, was Sie wollen. Meinetwegen auch Würste im Humansaitling. Ich bin ja nicht wegen der Tiere zum Vegetarier geworden, sondern weil’s schmeckt.

  9. Warum funktioniert eigentlich der HTML-Tag „del“ nicht in den Kommentaren? In der stark umstrittenen Live-Vorschau war „glorifizieren“ noch ordnungsgemäß durchgestrichen.

    Aber zurück zu Ihrer Frage, Herr 3zenzi+c: Auch wenn pflanzliche Lebensmittel zuweilen als Dekoration verwendet werden, bedeutet das keineswegs, daß der moderne Homo Sapiens fleischlose Speisen ablehnt. Rahmschwammerl mit Brezenknödeln stellen durchaus ein anerkannt vollwertiges Gericht dar, um nur mal ein Beispiel zu nennen. Die von Ihnen unterstellte Radikalität findet man eher bei Vegetariern.

    Gicht ist übrigens ein Symptom der Hyperurikämie. Das ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper verstärkt Purine, die Bestandteile aller Zellkerne sind (auch pflanzlicher), in Harnsäure umwandelt. Wegen ihrer schlechten Wasserlöslichkeit kristallisiert sie schon bei geringer Konzentration aus und lagert sich in Gelenken ab. Im akuten Fall wird dabei eine entzündliche Reaktion (Arachidonsäurekaskade) ausgelöst, langfristig entstehen dabei Arthrosen. Nur in leichten Fällen kann diese, durch genetische Prädisposition bedingte, Erkrankung durch entsprechende Diät gemildert werden. Ein Verzicht auf Fleisch reicht da aber bei weitem nicht aus.

    Der Humansaitling wird sich in unseren Breiten wohl hoffentlich nicht so bald durchsetzen. Das Wort als solches gefällt mir aber ausnehmend gut.

  10. Weil die CSU (noch)keine Bundespartei ist, genau deshalb werde ich sie vermutlich nächstes Mal hier in Hamburg wählen. Es gibt einen Unterschied zwischen Nichtwählen und der Abgabe von ungültigen Stimmzetteln. Gar nicht zur Wahl gehen finde ich irgendwie unbefriedigend. In Bayern könnte ich selbiges natürlich nicht tun, ich gehöre nicht zu den 60 % Anarchisten.
    Allerdings steht zu befürchten, die hohen Herrn werden aus meinem Verhalten nur schließen, daß ich zu blöd bin, den Wahlzettel auszufüllen.

    Ham Sie denn keinen besseren Vorschlag? Was kann man tun?

  11. Nachtrag

    Herr Kubelik hat den Achternbusch durchaus richtig verstanden. Er denkt überhaupt sehr tief und sehr praktisch.

    Was ich meinte, Herr Passenger, ist eine grundsätzliche philosophische Frage. Die Aussage des Utilitarismus „Die moralische Richtigkeit einer Handlung ergibt sich nur aus den Folgen, nicht aus der Handlung selbst, ist das richtig?
    Ihr wie immer brillianter Beitrag ist eine glänzende Analyse, enthält aber keinen eigenen Lösungsvorschlag.
    Ich hoffte, ich könnte da noch ein bißchen mehr aus Ihnen herauskitzeln!

  12. herr bazi,

    grob haben sie es schon richtig umrissen.

    sie haben jedoch errinerungen in mir geweckt. in philosophie hatten wir utilitarismus durchsgeprochen und ich konnte mich grob entsinnen, dass da auch ein kritiker war, nämlich ein herr paul taylor, der fragte, wo wohl die gerechtigkeit bleibe.

    das buch habe ich gerade vor mir und schon kurz angelesen. sehr interessant. wie herr taylor utilitarismus beschreibt, so klingt es, als wäre das argument des grösstmöglichen nutzens (kalkuliert aus wie viel gut versus wie viel schlecht) nicht immer so toll. sie verstehen? dies soll kein einsames kriterium sein um die handlung durchführen zu müssen/wollen. denn, obschon es nur schwer möglich ist die qualität des glückes oder unglückes individuel zu berechnen, so ist das doch wichtig, auch moralisch einwandfrei zu bleiben, was bei dieser höchst kapitalistischen ismus, fragwürdig ist.

  13. Also Herr Neo-Bazi, möchlicherweise treffe ich nicht daß, was Sie von mir hören wollen. Ich meine aber, ein erster kleiner Schritt wäre es, wenn die Parteien zunächst mal von der schwachsinnigen Vorstellung abrücken würden, man müsse etwas gegen die Arbeitslosen tun. Die können ja nichts dafür, daß es keine Arbeit gibt. Eigentlich ist das ein Denkprozess, der jedem sechsjärigen nachvollziehbar sein dürfte. Politiker tun sich da offenbar trotzdem etwas schwer.

    Dann wird es etwas anspruchsvoller. Dazu muß man nämlich aufhören, die Augen vor den Fakten zu verschließen. Es ist blanker Unsinn, anzunehmen durch politische Intervention könne man das Entstehen von Arbeitsplätzen erzwingen. Das es nicht genügend Arbeit gibt, um Vollbeschäftigung zu erreichen, liegt ja nicht daran, daß viele Arbeitsplätze ins Ausland verlegt worden sind. Der wesentliche Grund ist, daß immer mehr Arbeit von Maschinen verrichtet wird. Der technische Fortschritt wird weitergehen. Das bedeutet, daß die Zahl der Beschäftigten zwangsläufig weiter sinken wird.

    Arbeit wird es nur noch für eine kleine Elite geben, die Spitzenqualifikationen aufweisen. Für sämtliche Routinearbeiten sind menschliche Arbeitskräfte überflüssig und nach den Gesetzmäßigkeiten der Marktwirtschaft nicht bezahlbar.

    Das ist der Status Quo. Erst dann, wenn man bereit ist, diesen anzuerkennen, kann man überlegen, wie man damit umgehen könnte.

    Sozialkürzungen führen hier nicht weiter. Allenfalls führen sie zu Armut, allgemeiner Unzufriedenheit, steigender Kriminalität und immer größeren Lücken im Gesundheitswesen. Dabei geht es kleiner werdenden Zahl von Menschen immer besser, zu lasten von immer mehr Menschen denen es immer schlechter geht. Wo soll das hinführen? Die Arbeitslosen in die Kriminalität drängen, um sie kraft Flächendeckender Überwachung zu überführen und ins Gefängnis zu stecken, damit sie aus der Statistik rausfallen?

    Es gibt einen Verband von Arbeitslosen, der dafür eintritt, zugunsten jener die gerne arbeiten möchten selbst auf Arbeit verzichten zu dürfen. Das hört sich zunächst etwas sonderbar an. In Wirklichkeit ist der Ansatz nichts als logisch, auch wenn er zu kurz griffe, wenn er denn überhaupt Anerkennung fände. Interessanterweise sind die Verbandsmitglieder größtenteils vollzeitbeschäftigt. Nämlich damit, Konzepte auszuarbeiten, Befürworter zu gewinnen und Vorträge zu halten.

    Ob es nützt die ARD oder meintewegen die CSU zu wählen, ist mir unklar. Ich denke jedenfalls darüber nach, die „PARTEI“ zu wählen. Denn die Aussage von Parteivorstand Sonneborn leuchtet ein: „In Zeiten, in denen die Politik und die Parteien immer satirischer werden, muss eben Satire auch immer politischer werden“.

  14. Hochverehrter Herr Fellow Passenger,

    Zustimmung zum ersten Teil Ihrer Ausführungen.

    Doch:
    Die Politik kann keine Arbeitsplätze schaffen, ja.
    Aber sie kann das Abwandern von Arbeitsplätzen zweifellos verhindern.

    Maschinen vernichten Arbeitsplätze, ja. Doch das gilt überwiegend nur für Industriejobs.

    Nicht nur für eine kleine Elite wird es in Zukunft Arbeit geben. Maschinen bauen keine Häuser, schneiden keine Haare, heilen und pflegen keine Menschen, trinken kein Bier usw.

    Der Grund für die schwierige Lage der sozialen Kassen sind die schlecht gelösten Folgen der Wiedervereinigung.

    Grund für den Mangel an Arbeitsplätzen ist die falsch durchgeführte Osterweiterung.

    Das ist kein Stammtisch unterstes Niveau. Ich liebe Heiner Geißler und den Bazi Seehofer!

  15. Erneuter Nachtrag

    ich weiß, daß man sich mit der Aussage „das Boot ist voll“ keine Freunde macht.
    Es soll trotzdem schon vorgekommen sein, daß dieser Grundsatz mißachtet wurde und deshalb die Rettungsaktion scheiterte.
    Sie, Herr Passenger, sind doch ein Segler und wissen, Schiffe sinken auch aus anderen Gründen. Man kann z.B. kentern, auf Grund laufen, an einer Steilküste zerschellen oder der Dampfer bricht in schwerer See auseinander.
    Manchmal explodiert auch die Ladung.

    Am meisten gefürchtet wird an Bord jedoch das Feuer, obwohl es so viel Wasser drumherum gibt.

    Dabei ist es unerheblich, ob der Schein der Flammen eine rote, braune oder gar keine Farbe hat. Zeitweise reicht es schon, zuviel des tödlichen Qualms einzuatmen.

  16. lieber mister bazi,

    was ich allerdings auch für einen sehr gefährlichen zustand am bord halte, ist das potenzial der meuterei. (meistens entsteht dies aus unzufriedenheit, weil das essen mist ist und keine frauen zum ficken da sind: wohin mit der energie?)

    herr fellow passenger,

    die industrialisierung, wobei ein teil der arbeit innerhalb eines arbeitsprozesses automatisiert wird, schafft diesbezügliche plätze ab, jedoch überlegen sie: noch sind wir nicht so weit, wie das kurt vonnegut in seinem buch the sirens of titan beschreibt. denn machinen, die arbeit verrichten, müssen ebenfalls erst gebaut werden.
    berufe entstehen und verschwinden, wie z.b. der industriepsychologe oder human resource leiter und seine untertanen, allerlei optimierer und berater. das wirtschaftsklima führt nicht nur zu spezialisierung, sondern auch zur entstehung neuer nichen. der holzhacker mag jetzt arbeitslos sein, doch sein bruder hat ein kleines unternehmen, das solarzellen herstellt.
    ich denke, es ist sowohl die langsamkeit der adaption der denkprozesse bei politikern (also entscheider) als auch die uneffektive, veraltete ausbildungsmethoden.
    das klassische ist nicht mehr aktuell. vielleicht sollte man mehr zeit in allgemeinbildung investieren, sodass ein mensch in seinem leben die möglichkeit hat sich berurflich an tendenzen und wandlungen und bedürfnisse der industrie anzupassen. nur eine idee. vielleicht sollte überhaupt anders unterrichtet werden, eben die anpassungfähigkeiten und flexibilität des denkens geschult und akzentuiert werden. ich weiss es nicht.
    punktuelles denken bietet nur kurzfristige lösungen. somit würde ich vorschlagen, dass überhaupt erst das system der politischen maschinerie überdacht wird. es tendiert sowieso alles in richtung beratertum – kurze beschäftigugen von spezialisten. aber hiermit wiederspreche ich mir selbst: wie äusserst unmännlich von mir.

  17. Zweifel habe ich da schon, Herr Neo-Bazi,

    daß die Politik das Abwandern von Arbeitsplätzen verhindern könnte. Ich denke aber, daß diese Praxis zahlenmäßig gar nicht so bedeutsam ist.

    Banken sind ein anschauliches Beispiel dafür, daß Maschinen auch im Dienstleistungssektor Menschen die Arbeit abnehmen. Maschinen bauen keine Häuser. Aber sie sorgen dafür, daß man Häuser mit weniger Personal bauen kann. Das fängt in der Planung mit CAD-Systemen an. Aber Sie haben recht, ich formuliere meine Aussage um: Nur für eine kleine Elite wird es un Zukunft gut bezahlte Arbeit geben.

    Ihr Vorschlag zum Bildungswesen, Herr Kubelick, gefällt mir gut. Sehr gut sogar.

    Bei der Vorstellung Beamte sollen auf einmal Anpassungsfähigkeit und flexibles Denken lehren, muß ich aber kichern. Das hat aber nichts mit Ihnen zu tun, Herr Kubelick. Ich erinnere mich nur noch ganz gut an meine Schulzeit.

    Bildung wird zwar die Massenarbeitslosigkeit weder kurz- noch lang-, mittel- oder sonstfristig beheben. Aber wenn die Menschen eine bessere Allgemeinbildung hätten, wäre unsere Gesellschaft angenehmer. Ob in ihr gearbeitet wird oder nicht.

  18. herr tfp,

    herr rifkin brachte mich auf eine idee.
    technischer fortschritt, der zwang der effizienz und der wachstumswettlauf bringt maschienen in betrieben und sie übernehmen die arbeit, die zuvor von menschen verrichtet wurde. die obsoleten arbeitsplätze, also der finanzielle gewinn, welchen das unternehmen durch anschaffung von maschienen, erzielt, soll, wie ich verstand, laut herr rifkin, durch besteuerung eben diese gewinnbringender veränderungen, wieder den menschen zugute kommen.
    woran ich mich errinerte, war die lektüre, zwar nicht fertiggelesene, jedoch zumindest angefangene, des herrn marx. und zwar, dass die produktionsmittel der allmeinheit gehören sollten.

    wir wollen nicht so weit gehen. aber liege ich da falsch?

    zu herrn rifkin äussere ich mich nicht. nur möchte ich sagen, dass reisserische prognosen verschaffen womöglich medialen präsens und den sicheren einkommen durch beratung, die gerne von verzweifelten idioten in anspruch genommen wird. aber eine fundiert argumentierte sache ist es nicht. falsche propheten haben öftermals die zeichen falsch, oder zu ihren gunsten, gedeutet. sie wurden etweder des späteren verbrannt oder sind verschwunden.

  19. Das ist ein hochinteressantes Thema, diese Frage stelle ich mir schon seit langer Zeit. Gerade im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit und den Problemen der Sozialkassen.
    Brauchen wir wirklich mehr Kinder? Ist der nur noch beschriebene Zusammenhang von ungenügendem Wachstum und Arbeitslosigkeit ein Naturgesetz?
    Langfristig sehe ich darin jedenfalls keine Lösung.

    Diese Kinder gehen ja auch einmal in Rente und werden immer älter. Ist also beides erforderlich, Wirtschafts- und stetiges Bevölkerungswachstum? Ich denke, wir sollten schnellstmöglich völlig umdenken.

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