Mitleid für Marko Kanne

Über die verqueren Ansichten des Herrn Kanne über die segensreiche Wirkung von Schußwaffen [1] war im Fachmagazin für Halbwissen bereits zu lesen. Eigentlich hätte der gute Mann danach in der wohlverdienten Vergessenheit verweilen können, wäre dem DGB nicht ein dummer Fehler unterlaufen.

Statt auf Kannes neuesten Streich angemessen zu reagieren, nämlich gar nicht, hat der DGB ihm einen Brief geschrieben und ihn darin sehr nachdrücklich aufgefordert, ein Bild verschwinden zu lassen, das so aussieht wie die Internetseite des DGB und auch dessen Logo zeigt.

Was dem DGB nicht passt, ist ganz offensichtlich weniger das was er in seinem Brief schreibt, sondern wohl eher das Foto von Adolf Hitler und der Text, „Was mirrrr nicht gelungen ist, (Volks-)Genossen, das werrrrdet ihr schaffen – Die totale Verrrrnichtung Deutschlands! Ein Volk! Ein Reich! Ein Mindestlohn!“, was Kanne vermutlich beides in das Bildschirmfoto von der DGB-Seite eingebaut hat.

Der Erfolg eines solchen Briefs war abzusehen: Der DGB kann sich nur noch überlegen, wie stark und wie lange er sich blamieren möchte, während Kanne sich sich zum Märtyrer der Kunstfreiheit stilisiert, indem er sich, wie zu erwarten, weigert das Bild vom Netz zu nehmen.

Das klappt soweit schon ganz gut. Bereits eine ganze Schar geifernder Solidaritätsbekunder salbadern schon reflexartig von einer Abmahnung, die Kanne erhalten haben soll. Entweder haben sie den Brief vom DGB nicht gelesen oder nicht verstanden.

Im Namen der gesamten Redaktion darf ich unser Mitleid für Marko Kanne ausdrücken, weil ihm einfach kein guter Witz zum DGB einfallen wollte.

Dem DGB verleihen wir unseren beliebten „Feuerverzinkten PR-Sargnagel“ [4]. Herzlichen Glückwunsch!

[1] The Fellow Passenger „Waffen für den Weltfrieden
[2] Der Brief des DGB bei opponent.de
[3] Artikel bei Craplog.de mit Abbildung der Fotomontage
[4] The Fellow Passenger verleiht den Feuerverzinkten PR-Sargnagel an Transparency International

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